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Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten

Schienbein, Vertriebsdirektor bei Kyocera Document Solutions Deutschland, Meerbusch
Schienbein, Vertriebsdirektor bei Kyocera Document Solutions Deutschland, Meerbusch

Die Branche steht mitten im Veränderungsprozess. Wie beurteilen Sie die Entwicklung in 2017 für das Branchenumfeld und für Ihr Unternehmen?
Das die Branche im Veränderungsprozess steckt hat man 2017 bereits deutlich gespürt, sowohl auf Handels- als auch auf Herstellerseite. Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten, das haben jetzt auch die größten Skeptiker verstehen müssen. Isolierte Kundengespräche über Druck- und Kopierlösungen reichen nicht mehr aus, das Top-Thema ist die Digitalisierung dokumentenbasierter Geschäftsprozesse. Wir merken allerdings auch, dass der Handel teilweise noch nicht soweit ist, dieses Thema allumfassend beim Kunden zu platzieren. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, sonst kann diese Entwicklung gefährlich werden. Um unsere Händler auf Zukunftsthemen und Entwicklungen innerhalb der zunehmenden Digitalisierung besser vorzubereiten, waren wir im Herbst unter dem Motto „Designing a new era“ auf Roadshow in Deutschland unterwegs. Kyocera kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. In einem schwierigen Umfeld konnten wir uns vom stagnierenden und zum Teil auch rückläufigen Markt abkoppeln und ein Wachstum von mehr als 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Das betrifft alle Produktbereiche. Auch unser neu aufgesetztes DMS-Business mit dem Kyocera „Workflow Manager“ als Kernprodukt hat 2017 den Durchbruch geschafft. Auch wenn wir feststellen mussten, dass die Etablierung dieses Produktes aufgrund eines anderen Vertriebsansatzes mehr Zeit benötigt hat als ursprünglich geplant, so zeigt die Entwicklung der letzten Monate, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mit dem Workflow Manager bieten wir das perfekte Produkt für den Mittelstand und das indirekte Handelsgeschäft. Dank geringem Investitionsaufwand und hohem Standardisierungsgrad decken wir die Schwerpunktthemen des Mittelstandes ab – einfache Workflows, digitale Archive und kurze Umsetzungszeiten von Projekten.

Wie sind Ihre Erwartungen für 2018?
Viele Entwicklungen, die sich bereits 2017 angedeutet haben, werden sich massiv beschleunigen. Sollte Deutschland zu Beginn des Jahres eine stabile Regierung vorweisen können, wird die Digitalisierung erheblich an Fahrt aufnehmen, vor allem getrieben durch die Öffentliche Hand. Ich bin mir sicher, dass wir im Jahr 2018 die schon vor zwei Jahren prognostizierte, massive Verschiebung in Richtung digitaler Dokumente erleben werden und es damit zu einem deutlichen Rückgang von papierbasierten Dokumenten kommt. Umso wichtiger ist es, dass sich die komplette Branche fit für die Zukunft macht und das bisherige Geschäftsmodell sehr ernsthaft hinterfragt. Das muss im eigenen Unternehmen beginnen, beim Handel wie auch bei uns. Wie sollen wir beim Endkunden als kompetenter Ansprechpartner für digitale Dokumentenprozesse wahrgenommen werden, wenn wir selbst den Weg nicht gegangen sind? Wir werden also unsere eigenen Digitalisierungsprojekte massiv vorantreiben, damit wir auf einen Erfahrungsschatz aufbauen können, den wir in unsere Kundensituationen mit einbringen können. Unser Ziel ist es, Kyocera als einen der führenden Anbieter in diesem Umfeld zu etablieren. Wir werden dieses Geschäft nicht nebenbei betreiben, es wird mehr und mehr zu unserer Kernmarke. Auf der Handelsseite sehen wir einen starken Trend zu Konsolidierung. Was bereits mit der Übernahme von Nordanex durch Soennecken passiert ist, wird sich weiter fortsetzen. Ganz nebenbei sehen wir keinen Grund, unser Wachstum nicht auch im Jahr 2018 zu steigern, und unsere Marktposition weiter auszubauen und zu festigen.

www.kyoceradocumentsolutions.de