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„Veränderung zum Besseren”

Esselte Leitz hat sich in den vergangenen Jahren auch von der Produktionsseite her komplett neu aufgestellt. Zentrale Bedeutung für Europa hat das nach Kaizen ausgerichtete Werk im polnischen Kozienice.

Mit neuen Produkten wie dem 180-Grad-Ordner hat Esselte Leitz gezeigt, dass auch in den Markt der klassischen Ordnungs- und Organisationsmittel noch Schwung gebracht werden kann. Neben der klaren Ausrichtung auf neue Lösungen sowie die Marke als Absender, was von außen gut erkennbar ist, hat sich im Unternehmen in den vergangenen Jahren zudem von der Organisationsstruktur her vieles verändert. Dies gilt insbesondere für die Fertigung, für die das Werk im polnischen, knapp zwei Autostunden von Warschau entfernten Kozienice für Europa eine zentrale Bedeutung erhalten hat. Um die dort erreichte Leistungsfähigkeit und Effizienz zu zeigen, hatten Esselte Leitz-Geschäftsführer Thomas Heine und Europa-Chef Cezary Monko Mitte März eine Gruppe von Top-Kunden zur Betriebsbesichtigung eingeladen.

Beeindruckende Dimensionen: Das Esselte-Werk im polnischen Kozienice ist aufbauend auf der japanischen Kaizen-Philosophie fortlaufend auf Optimierung ausgerichtet.
Beeindruckende Dimensionen: Das Esselte-Werk im polnischen Kozienice ist aufbauend auf der japanischen Kaizen-Philosophie fortlaufend auf Optimierung ausgerichtet.

Beeindruckende Dimensionen: Das Esselte-Werk im polnischen Kozienice ist aufbauend auf der japanischen Kaizen-Philosophie fortlaufend auf Optimierung ausgerichtet.Zentral auf Europa ausgerichtet Das 1991 mit 25 Mitarbeitern und einer Fläche von 800 Quadratmetern eröffnete Werk war zunächst für die Versorgung des polnischen Marktes gedacht. Recht schnell wurden die Standortvorteile in Kozienice, einer Kreisstadt mit 25 000 Einwohnern, wie geschulte und engagierte Mitarbeiter, gut entwickelte Infrastruktur, niedrige Lohnkosten und Grundstückspreise deutlich, erläuterte Werksleiter Piotr Mackiewicz beim Besuchstermin. Heute ist Kozienice mit knapp 600 Mitarbeitern, die auf einer Fläche von 38 000 Quadratmetern rund 3100 Artikel/SKUs (inklusive Spezifikationen wie Farben, Materialien usw.) fertigen, der größte Produktionsstandort des Esselte-Konzerns in Europa. Im vergangenen Jahr lag das Produktionsvolumen bei 38,5 Millionen Ordnern, 21 Millionen Ringbüchern, knapp über einer Milliarde Prospekthüllen, 153 Millionen Sichthüllen oder 20,6 Millionen Schnellhefter. Weitere Schwerpunkte der auf Papier/Karton und Soft- und Hartplastik ausgerichteten Produktion sind Stehsammler, Klemmbretter, Register/Trennblätter, Heftstreifen und Hängemappen.

Interessante Einblicke: Die Besucher wichtiger Handelskunden konnten zahlreiche neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen.
Interessante Einblicke: Die Besucher wichtiger Handelskunden konnten zahlreiche neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen.

Interessante Einblicke: Die Besucher wichtiger Handelskunden konnten zahlreiche neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen.

Die europäische Ausrichtung und Bedeutung zeigt sich auch an der breiten Länderverteilung: 23 Prozent der hergestellten Produkte gehen nach Deutschland, jeweils elf Prozent nach Frankreich und Großbritannien, und zehn Prozent verbleiben in Polen. Im Bereich Ordner, ganz klar ein Kernsegment bei Esselte, liegt das Produktionsvolumen über dem des Standortes Stuttgart, wo weiterhin die Leitz-Ordner gefertigt werden.

Thomas Heine (rechts) und Werksleiter Piotr Mackiewicz bei der Betriebsbesichtigung
Thomas Heine (rechts) und Werksleiter Piotr Mackiewicz bei der Betriebsbesichtigung

Klare Lean-Manufacturing-Strategie Thomas Heine (rechts) und Werksleiter Piotr Mackiewicz bei der BetriebsbesichtigungEin wesentlicher Punkt des Esselte-Fertigungskonzeptes ist die fortlaufende Verbesserung der Produktion auf Basis der japanischen Kaizen-Philosophie. Nicht sprunghafte Innovationen, sondern kontinuierliche Optimierung und damit ein ständiger Prozess der „Veränderung zum Besseren“ (Kaizen) auf allen Ebenen ist die Grundlage, wie Thomas Heine den Besuchern anhand von eindrucksvollen Beispielen erläuterte. Der Esselte Leitz-Chef, der ebenso wie das gesamte Management des Unternehmens einmal im Jahr für eine Woche selbst mit Hand anlegt bei der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten an der Basis, berichtet von „teils dramatischen Veränderungen, die beispielsweise bei den Umrüstzeiten der Maschinen“ erreicht werden konnten. Grundsätzlich geht es darum, „die Verschwendung in allen Bereichen zu stoppen“. Das grundlegende Prinzip, nur noch das zu produzieren, was bestellt ist, erfordert schnelle Prozesse wie bei den Umrüstzeiten der Maschinen. „Erste Priorität ist Flexibilität, alles ist in Bewegung“, so Heine zur Strategie der permanenten Effizienzverbesserung. So konnten in Kozienice seit 2004 allein 9700 Quadratmeter Produktionsfläche durch Umorganisation eingespart und somit für Kapazitätserweiterungen genutzt werden. Die Möglich- keiten zeigt beispielsweise auch die Ausschuss-Entwicklung, die von 2000 bis 2005 auf 0,75 Prozent nahezu halbiert werden konnte. „Und der Verbesserungsprozess geht weiter“, freut sich Thomas Heine schon auf die nächste Kaizen-Woche in Polen.

www.esselteleitz.de

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