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Stetig wachsender Bedarf

Die Nachfrage nach Batterien und Akkus steigt weiter – insbesondere für spezialisierte Anwendungen. Wir sprachen mit Markus Schubert, Salesmanager DACH bei Duracell B2B, über die aktuellen Trends und die Chancen für den engagierten Fachhandel.

Ein PBS-Fachgeschäft sollte sich durch ein umfassenderes Sortiment vom reinen Discount differenzieren, wo meist nur zwei Batterietypen (AA und AAA) verkauft werden.
Ein PBS-Fachgeschäft sollte sich durch ein umfassenderes Sortiment vom reinen Discount differenzieren, wo meist nur zwei Batterietypen (AA und AAA) verkauft werden.

Ein PBS-Fachgeschäft sollte sich durch ein umfassenderes Sortiment vom reinen Discount differenzieren, wo meist nur zwei Batterietypen (AA und AAA) verkauft werden.Herr Schubert, wie schätzen Sie die derzeitige Marktentwicklung für das Segment Batterien und Akkus ein?

Der Gesamtmarkt für Batterien und Akkus in Deutschland wächst nach Volumen derzeit im einstelligen Bereich, auf einem sehr hohen Gesamtniveau. Im Markt für Büroartikel verzeichnen wir bei Duracell im Moment ein überproportionales Wachstum, getrieben vor allem von den großen Büromittelversendern und Einkaufskooperationen. Langfristig gibt es einen wachsenden Bedarf an Batterien, Akkus und Ladegeräten – schließlich gibt es immer mehr mobile, batteriebetriebene Geräte.

Markus Schubert: „Batterien sind Impulsartikel, die vom Kunden entweder bei akutem Bedarf nachgefragt werden oder wenn sie ihm ins Auge fallen.”
Markus Schubert: „Batterien sind Impulsartikel, die vom Kunden entweder bei akutem Bedarf nachgefragt werden oder wenn sie ihm ins Auge fallen.”

Markus Schubert: „Batterien sind Impulsartikel, die vom Kunden entweder bei akutem Bedarf nachgefragt werden oder wenn sie ihm ins Auge fallen.”Wie sehen die aktuellen Trends aus?

Zum einen gibt es den anhaltenden Trend zu immer mehr spezialisierten Batterien für bestimmte Anforderungen – beispielsweise die „Duracell PowerPix” speziell für Digitalkameras oder besonders langlebige Lithiumzellen. Die meisten Innovationen kommen aber vom Akku- und Ladegerätesegment: Hier haben zuerst die NiMHAkkus die Nickel-Cadmium-Zellen abgelöst, nun kommen Akkus mit geringer Selbstentladung, die schon geladen verkauft werden. All diese Produkte sind deutlich beratungsintensiver und erklärungsbedürftiger als Standardbatterien – eine Chance für den engagierten Fachhandel.

Im Sortimentsbereich Batterien und Akkus haben Markenprodukte nach wie vor eine große Bedeutung. Welche Rolle spielt hierzulande No-Name-Ware?

Im Discount-Bereich haben No-Names und Private Label bereits große Marktanteile erobert, im traditionellen Fachhandel spielen sie aber bislang noch keine nennenswerte Rolle. Hier können die Marken ihre Stärken ausspielen: Sie unterstützen den Händler mit Beratung, Promotions und Marketingaktivitäten, haben eine konstante Logistik auf hohem Niveau sowie ein umfassendes Sortiment mit hochwertigen und höherpreisigen Spezialbatterien. Der Kunde, der zum Fachhandel kommt, ist ja auf der Suche nach einer optimal passenden Batterie und nicht nach dem billigsten Mitnahmeschnäppchen. Normalerweise ist eine Batterie ja ein Low-Interest-Produkt. Private Labels oder No-Names liefern lediglich die Ware – meist nur zwei oder drei Standardtypen – und tragen ansonsten in keiner Weise zur Wertschöpfung bei. Wenn aber der Händler gemeinsam mit Markenherstellern eine aktive Vermarktungsstrategie wählt, kann er seine Profitabilität mit Batterien deutlich steigern.

Wo ergeben sich aus Ihrer Sicht die größten Chancen für Ihre Handelspartner?

Batterien sind Impulsartikel, die vom Kunden entweder bei akutem Bedarf nachgefragt werden oder wenn sie ihm ins Auge fallen. Das heißt, es gibt – anders als bei vielen anderen Markenprodukten – weder eine feste Einkaufsstättenpräferenz noch umfassende Produktkenntnisse beim Kunden. Gleichzeitig weisen Batterien aber eine sehr hohe Flächenrentabilität auf, mit wenigen Quadratmetern lassen sich sehr hohe Umsätze und Margen erwirtschaften. Außerdem lassen sich Batterien problemlos lagern und verderben und veralten nicht, stellen also kein Investitionsrisiko dar. Um mit Batterien ein gutes Geschäft zu machen, ist eine prominente Platzierung im Geschäft daher sehr wichtig. Als ideal hat sich eine Doppelplatzierung erwiesen: Ein gut sichtbarer zentraler Ständer oder ein Display mit sämtlichen Batterietypen sowie dezentrale Platzierungen von Batterien bei den jeweiligen Produkten, also beispielsweise passende Batterien oder Akkus direkt bei elektronischen Geräten. Letzteres stärkt vor allem das Upselling, wenn Kunden zu neuen Produkten direkt Batterien mitkaufen.

Die hohe Markenbekanntheit verspricht bei Duracell sichere Umsätze
Die hohe Markenbekanntheit verspricht bei Duracell sichere Umsätze

Die hohe Markenbekanntheit verspricht bei Duracell sichere UmsätzeWie breit und wie tief muss das Angebot sein, damit ein Händler von seinen Kunden als kompetenter Ansprechpartner gesehen wird?

Zwar werden mit einigen wenigen Batterietypen 95 Prozent des Gesamtumsatzes gemacht, jedoch sollte sich ein PBS-Fachgeschäft durch ein umfassenderes Sortiment vom reinen Discount differenzieren, wo meist nur zwei Batterietypen (AA und AAA) verkauft werden. In einem Fachgeschäft sollte der Kunden nicht nur seine Spontankäufe, sondern auch gezielten Bedarf befriedigen können – dazu zählen auch Randsortimente wie Fotobatterien oder Akkus. Hier muss es aber keine unendlich tiefe Auswahl geben. Wichtig ist, das Sortiment auf die im Laden angebotene Produktpalette abzustimmen. Über die Bevorratung lassen sich dann bequem Schnelldreher und selten nachgefragte, aber notwendige Spezialbatterien austarieren.

Wo liegen die Stärken Ihrer Produkte?

Duracell-Batterien überzeugen vor allem durch ihre hohe, gleich bleibende Qualität und Zuverlässigkeit – so sind wir beispielsweise von Stiftung Warentest mit „sehr gut” getestet worden. Dazu kommt die extrem hohe Markenbekanntheit unserer Produkte. Als Marktführer weltweit und in Europa profitieren unsere Händler natürlich auch von unserem großen Service- und Support-Angebot sowie von unserer Logistik – Liefer- und Termintreue haben bei uns höchste Priorität.

Eine durchdachte Warenpräsentation und eine umfangreiche Abverkaufsunterstützung der Fachhändler sind häufig entscheidend für den Erfolg. Welche Maßnahmen plant Duracell in den kommenden Monaten?

Wir planen derzeit, neben unseren großen Hauptdisplays kleine Stand- oder Thekendisplays einzuführen. Diese eignen sich ideal für die angesprochene Zweitplatzierung oder für Geschäfte mit sehr begrenztem Platzangebot. Für Platzierungen direkt bei den Endgeräten werden wir außerdem „Clip Strips” anbieten. Diese Maßnahmen flankieren wir mit Promotionpacks und Incentives für den Endkonsumenten. Im Herbst werden wir außerdem neue Akkus mit geringer Selbstentladung namens „Active Charge” launchen sowie neue Ladegeräte und Taschenlampen.

Wie sieht dabei konkret Ihre neu ausgerichtete Fachhandelsbetreuung aus?

Bislang war die Fachhandelsbetreuung bei Duracell in verschiedenen Abteilungen angesiedelt und teilweise mit den Braun-Produkten kombiniert. Seit dem 1. Juli wird nun der gesamte Fachhandel von einer Abteilung, die sich nur mit Duracell beschäftigt, betreut. Durch diese Neuausrichtung verstärken wir den Fokus auf den Fachhandel, insbesondere da die Mitarbeiter ausschließlich auf Batterien spezialisiert sind. Diese können die Händler noch besser zum doch recht umfassenden Produktspektrum von Duracell beraten. Dazu kommt der bewährte Vor-Ort-Service über unsere Vertragsgroßhändler, die die Batterien zum Händler liefern, Merchandising und Promotion-Material zur Verfügung stellen und ihn auch zu den Batterien beraten.

Was raten Sie Händlern, die Ihr Engagement in diesem Produktbereich vergrößern möchten?

Wir empfehlen jedem Händler, sich mit uns in Verbindung zu setzen und gemeinsam mit uns ein optimales Sortiments- und Präsentationskonzept zu erarbeiten. Einen Kampf mit der Großfläche und dem Discount bei Quantität oder Preis lässt sich nicht gewinnen. Wer aber auf Qualität, ein gutes Sortiment und gute Beratung setzt, kann sich in der Regel über einen attraktiven Zusatzumsatz mit guten Margen freuen.

www.duracell.de

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