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„Innovation hat bei uns Tradition“

Mit der Ausrichtung auf hochwertige und designbetonte Markenprodukte hat sich die Firma Han eine eindeutige Positionierung geschaffen. „Wachstum ja – aber nicht um jeden Preis“, so lautet die Zielsetzung für die nächsten Jahre.

Modern und konsequent: Der Han-Firmensitz in Herford. Das neue Logo ist wirkungsvoll an der Außenfront des Logistikzentrums platziert.
Modern und konsequent: Der Han-Firmensitz in Herford. Das neue Logo ist wirkungsvoll an der Außenfront des Logistikzentrums platziert.

Der im ostwestfälischen Herford ansässige Bürogerätehersteller Han hat inzwischen ein beeindruckend breites und tiefes Sortiment in den Kategorien Office, Schule und Home zu bieten. In den mittlerweile 55 Jahren seit der Firmengründung wurde eine konsequente Weiterentwicklung hin zur heutigen Marktbedeutung betrieben. „Und dies mit klaren Prinzipien und der Konzentration auf die Kunststoffverarbeitung“, wie Ralf Niehaus, Geschäftsführer und Inhaber in der zweiten Familiengeneration, bestätigt. „Wir sehen uns als Nr.-1-Anbieter im Bereich der Schreibtisch-/Büroorganisation. Von der Bearbeitung, Sortierung und der Archivierung bieten wir dem Endverwender alle Möglichkeiten, sich optimal zu organisieren“, so der Firmenchef. „Die Han-Markenwelt ermöglicht eine individuelle und persönliche Produkt- und Farbvielfalt, die jeden Geschmack trifft, egal ob klassisch oder sehr designorientiert. Und dies in allen Preissegmenten“, so Niehaus zur Positionierung. Konsequent setzt das Unternehmen dabei auf Faktoren wie Markenprodukte „Made in Germany“, Fertigungskompetenz sowie auf Innovationen, Qualität und Design. Forschung und Entwicklung werden weiterhin als der Erfolgsfaktor gesehen. Und am Standort in Herford stehen in der Produktion hochmoderne Spritzgussanlagen sowie ein beachtliches Fertigwarenlager mit 9000 Palettenstellplätzen für eine schnelle Warenversorgung zur Verfügung.

Einblicke in die Fertigung: Produktions- Know-how und optimierte Prozesse sorgen dafür, dass „Made in Germany“ Zukunft hat
Einblicke in die Fertigung: Produktions- Know-how und optimierte Prozesse sorgen dafür, dass „Made in Germany“ Zukunft hat

Vertriebsaktivitäten werden ausgeweitet

In der Vermarktung seiner Produkte konzentriert sich das Unternehmen auch in der Zukunft auf markenorientierte Vertriebskanäle/Partner. Jens Magdanz, seit Oktober des vergangenen Jahres als Marketing- und Vertriebsleiter bei Han aktiv, baut unter anderem auch auf maßgeschneiderte Absatzkonzepte für den Handel und auf eine effektive Präsenz in den fokussierten Zielgruppen. „Wir sehen uns als Mittelständler mit flachen Hierarchien, der flexibel auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Handelspartner eingehen kann“, so der Vertriebschef, der insbesondere somit die Beratungskompetenz in der Vertriebsarbeit in den Vordergrund rückt. Mit klar definierten Sortimenten sowie mit abgestimmten saisonalen Verkaufsaktionen, PoS-Promotions, Verkaufsdisplays und Dekopaketen oder dem Schulpromotionstand werden dem Fachhandel zielgerichtete Abverkaufsunterstützungsmaßnahmen geboten. Ganz neu ist eine modular aufgebaute Regalwand, mit der Magdanz neue Möglichkeiten der Warenpräsentation anbieten will. Das Shopsystem mit jeweils Ein-Meter-Modulen inklusive Lichtgondel und Bestückungskonzept schafft auch neue Perspektiven, die Marke und die Markenprodukte zur Geltung zu bringen. Neu ist darüber hinaus das Firmenlogo. Die Anpassungen mit der Neugestaltung des jetzt deutlich designbetonteren Schriftzuges und der neuen Unterzeile „designed to organise“ (vorher: „Phantasie fürs Büro“) sollen die Offenheit für neue Zielgruppen und Vertriebswege, Stichwort „Internationalität“ dokumentieren. Bei der grundlegenden Ausrichtung bleibt man hingegen ostwestfälisch bodenständig: Der Anspruch an die hohe Qualität und Funktion der Produkte, verbunden mit Nachhaltigkeit in allen Bereichen, bleibt das übergeordnete Ziel.

Modular aufgebaut: das neue Regalsystem für die wirkungsvoll Präsentation am PoS
Modular aufgebaut: das neue Regalsystem für die wirkungsvoll Präsentation am PoS

Nachgefragt bei Ralf Niehaus

Herr Niehaus, wie stehen Sie zu der bekannten Aussage „form followes function“?

Dies ist unser Leitspruch seit Gründung der Firma Han. Jedes Produkt, das in den letzten 50 Jahren entwickelt und designed wurde, hat zum Ziel, funktional besser zu sein als alle bisher auf dem Markt befindlichen Produkte. Heute hat das Design einen sehr zentralen Stellenwert, denn in den Märkten entstehen oft leichte Produktvarianten in einer unüberschaubaren Vielfalt. Hier ist das Han-Design das i-Tüpfelchen für den entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Han bekennt sich zum Standort Deutschland. Was ist Ihr Antrieb?

Gradlinig ostwestfälisch: Ralf Niehaus (l.) und Jens Magdanz
Gradlinig ostwestfälisch: Ralf Niehaus (l.) und Jens Magdanz

Wir, die Initiative Standort Deutschland, sichern und erhalten Arbeitsplätze. Wir schaffen Ausbildungsplätze und investieren in die Weiterbildung unserer Mitarbeiter, in moderne umweltschonende Technologien und Produkte. Und das alles in Deutschland. Wir zeigen somit als Familienunternehmen unsere klare Verantwortung für die Zukunft. Diese Abgrenzung zu anderen Wettbewerbern wollen wir gemeinsam kommunizieren und dem Handel und Endverwender als Versprechen verbindlich zusagen. Braucht es noch mehr Antrieb?

Ein Problempunkt für eine rohstoffintensive Fertigung sind die schon über Jahre steigenden Rohstoffpreise. Wie beurteilen Sie die Chancen, die Kostensteigerungen adäquat weiterreichen zu können?

Die steigenden Rohstoffkosten sind in der Tat das größte Problem in unserem Produktsektor. Seit 2009 haben sich die Rohstoffpreise mehr als verdoppelt. Das derzeitige Niveau nimmt uns fast die Luft für unsere wirtschaftlich notwendigen Prozesse. Da wir auch langfristig mit einem hohen Rohstoffpreisniveau rechnen, müssen wir die Kostensteigerungen weitergeben. Daran führt kein Weg vorbei. Dass dies in eine Zeit der Konjunkturabschwächung fällt, macht es für alle Marktteilnehmer nicht einfacher.

www.han-online.com

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