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Klare Investition in die Marke

Ergonomie, Anwendernutzen und Emotionen spielen beim neuen Marken-Auftritt von Staedtler eine entscheidende Rolle. Mit Britta Olsen, Marketingleitung International, sprachen wir über das neue Kommunikationskonzept.

Frau Olsen, Staedtler hat mit und am Messestand auf der Paperworld mit einem komplett neuen Auftritt überrascht. Welche Intention und Zielrichtung stehen dahinter?

Staedtler stellte sich in den vergangenen Jahren technisch und nüchtern dar. Der direkte Kontakt zu unseren Endkunden fand kaum statt. Wir wollen mit unseren Partnern und Kunden zukünftig in einen neuen Dialog treten und auf den Mehrwert der Produkte und Produktinnovationen deutlicher verweisen. Unsere neue Dachmarkenkampagne wendet sich klar an unsere Kunden, und dies in einer sehr zielgruppenaffinen Weise. Kreativität und Innovation sind hierbei zwei wichtige Kernelemente. Ideen entstehen im Kopf und werden dann sprichwörtlich zu Papier gebracht. Dies geschieht meist mit einem Schreibgerät. So sehen wir uns als Ideengeber für Menschen auf der ganzen Welt, und unsere Produkte definieren wir als Hilfsmittel, um den kreativen Denkfluss zu fördern. Mit unserem neuen Auftritt zahlen wir in unsere Marke ein und wollen das Markenbewusstsein unserer Kunden erhöhen. Wir haben auf der Paperworld ein Feuerwerk an neuen Produkten präsentiert. Dies bedarf eines passenden Rahmens. Gerade die Umstellung unserer Farbstifte auf die Mantelmine, also die Kommunikation des neuen Anti-Break-Systems, oder die grafische Überarbeitung unserer „Noris Club”-Verpackungen, aber auch eine Vielzahl an neuen Produkten rund um das Thema Schule werden nunmehr zielgerichtet beworben. Getreu unserem neuen Claim „Staedtler – zeigt Ideen!“ gibt es viel Neues über und natürlich auch von uns zu berichten.

Emotionen spielen demnach in der Markenführung und Außendarstellung eine zentrale Rolle? Die Emotionalisierung der Marke spielt in der Tat eine große Rolle. Unsere Produkte machen Spaß. Dank der Qualität, Präzision und Zuverlässigkeit, die auch bereits in der Vergangenheit kommuniziert wurden. Die Marke Staedtler stand bisher nie für Emotion, sondern vielmehr für eine klare Funktion. Dass man jedoch beides miteinander sehr gut verbinden kann, ist uns mit dem neuen Auftritt gelungen.

Was tut sich in diesem Jahr in puncto Endkundenansprache und welche Themen stehen im Mittelpunkt?

Wie schon erwähnt, nehmen gerade Kinder in diesem Jahr einen wichtigen Platz in unserer Kommunikation ein. Diese gezielte Endkundenansprache haben wir mit unserer sozialen Verantwortung des Hauses gekoppelt. Staedtler hat erstmals den Weltkindermaltag ins Leben gerufen. Weltweit laden wir am 6. Mai Kinder zum Malen ein. Und dies eben nicht nur, weil das Malen die emotionale Intelligenz fördert, sondern auch für einen guten Zweck. Der Weltkindermaltag ist ein Aktionstag für Schulen, Kindergärten und zu Hause, wobei wir bereits jetzt viele Anfragen anderer Unternehmen erhalten haben, die von der Idee so begeistert sind, dass sie den Weltkindermaltag in ihre Aktivitäten integrieren werden. Auch vom Fachhandel haben wir ein überragendes Feedback erhalten, und so hoffe ich, dass wir viele Spenden für unser Projekt „Zukunft? Schreiben!“ der Kinderhilfsorganisation Save the Children sammeln können.

Welche Botschaft soll damit zum Handel transportiert werden? Kinder malen für Kinder in Not. Dabei bewegen sie mit Staedtler nicht nur einen Stift, sondern die ganze Welt. Der Handel ist herzlich eingeladen, sich an unserer CSR-Kampagne zu beteiligen. Im Fachhandel werden viele Veranstaltungen stattfinden, Staedtler stellt für den 6. Mai Promotoren zur Verfügung, und das Thema Malen wird positiv besetzt. Wir nehmen als Unternehmen unsere soziale Verantwortung sehr ernst und bringen diese mit dem Weltkindermaltag zum Ausdruck.

Staedtler hat in Frankfurt eine Vielzahl neuer Produkte und Vermarktungsaktionen vorgestellt. Wo liegt der Fokus bei der Unterstützung der Handelspartner?

Sicherlich liegt im Weltkindermaltag ein großes Potenzial, und wir binden unsere Handelspartner eng in die Aktionen ein. Mit unserem neuen Schiff als Bodendisplay bieten wir darüber hinaus neue Präsentationsformen unserer Produkte an. Auch hier wird die Dachmarkenkampagne visuell aufgegriffen, es werden gezielt Pakete geschnürt, und die Summe unserer Aktivitäten ergibt ein schlüssiges Ganzes. Selbstverständlich gibt es auch in diesem Jahr in Deutschland wieder tolle Partneraktionen über den Weltkindermaltag hinaus, denn der Erfolg des letzten Jahres hat das Team um Peter Friedrich auch für 2008 sehr kreativ werden lassen.

Auffallend ist zudem das Bekenntnis zu „Made in Germany”. Welchen Stellenwert hat der Standort Deutschland für Staedtler? Diese Frage ist sehr interessant, da unsere Standorttreue auf der Messe nicht in den Mittelpunkt gerückt wurde. Aber Sie haben Recht. Wir sind stolz auf unser Bekenntnis zum Standort Deutschland. Mehr als zwei Drittel unserer Produkte werden in Deutschland produziert, und „Made in Germany” sehen wir als Gütesiegel unserer Produkte. Der Stellenwert ist nach wie vor für uns sehr hoch, wir haben diesen für uns eindeutigen Mehrwert aktuell jedoch nicht beworben. Vielleicht gingen wir bisher auch davon aus, dass Staedtler als eines der traditionsreichs-ten deutschen Unternehmen selbstverständlich für Attribute wie „Made in Germany”, soziale und auch ökologische Verantwortung steht. Auch hierzu werden wir sicherlich noch von uns reden machen.

Neuer Kommunikationsauftritt: „Ideen entstehen im Kopf“
Neuer Kommunikationsauftritt: „Ideen entstehen im Kopf“

Neuer Kommunikationsauftritt: „Ideen entstehen im Kopf“www.staedtler.de  www.kindermaltag.de

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