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Happy Birthday, Schneider

Mit über 500 Gästen – Mitarbeitern samt Partnern und Freunden des Familienunternehmens – feierte Schneider Schreibgeräte in Donaueschingen das 75-jährige Jubiläum. Heute gehört der Hersteller zu den am schnellsten wachsenden Firmen der Branche.

Fotomosaik: Das Jubiläumslogo zusammengesetzt aus den Fotos der Gäste
Fotomosaik: Das Jubiläumslogo zusammengesetzt aus den Fotos der Gäste

Ein Rückblick: „Die gute Schneider-Mine“ erreichte bereits in den 1960er Jahren die Spitze ihrer Bekanntheit. Ihre rationelle industrielle Fertigung wurde von Schneider intensiv forciert, wozu neben der Normierung auch die Entwicklung von Spezialmaschinen ihren Beitrag leisteten. Die Preise konnten gesenkt werden und bei gleichzeitig wachsendem Wohlstand war der Kugelschreiber für jedermann erschwinglich. Doch der damalige Firmeninhaber Christian Schneider ahnte früh, dass mit der alleinigen Produktion von Minen die Zukunft der Firma nicht zu sichern gewesen wäre. Neben der traditionellen Metallverarbeitung hielt 1957 die Kunststofftechnik Einzug und die Herstellung von kompletten Schreibgeräten wurde aufgenommen. Als Massenhersteller mit hohem Automationsgrad erlangte Schneider im Bereich der Alltags- und Bürokugelschreiber einen Spitzenplatz. Das Sortiment wurde um Großraumminen erweitert.

Am 1. Januar 1975 trat Roland Schneider in die Firma ein und führte zusammen mit seinem Vater das Familienunternehmen in zweiter Generation. Seine Leidenschaft war die Schreibgerätetechnik und sein Ziel die Entwicklung der Firma zum Technologieführer. In das Produktdesign kam neuer Schwung und attraktive Kugelschreiber, Tintenschreiber und Schreibtischsets entstanden. 1980 wurde das Werk II in Tennenbronn eingeweiht. 1982 wurde die erste Montagelinie für Textmarker aufgestellt und der Produktname „Job“ geboren.

Unterschriftenwand: Hier konnten sich alle Besucher verewigen. Die Wand steht jetzt im Firmen-Hauptsitz in Schramberg.
Unterschriftenwand: Hier konnten sich alle Besucher verewigen. Die Wand steht jetzt im Firmen-Hauptsitz in Schramberg.

1985 begann Schneider mit dem Aufbau einer eigenen Fertigung von Polyesterspitzen und -Tintenleitern – einer Schlüsseltechnologie, die auch heute noch nur von wenigen Unternehmen beherrscht wird.

Einen Meilenstein im Kugelschreiber-Sortiment setzte 1987 der neue „K1“, der auch nach über 25 Jahren noch zu den bestverkauften Modellen gehört. 1991 entschloss sich Roland Schneider zur Übernahme des wichtigsten Füllerproduzenten der ehemaligen DDR, VEB heiko. 1992 bezog man das neu errichtete Füllhalterwerk in Wernigerode. Die ersten Reglerstifte unter den Namen „Xtra“ und „Easy“ entstanden.

Auch im Stammhaus in Tennenbronn blieb das Investitionstempo hoch. 1991 wurde der Neubau für die Kugel- und Tintenschreiberfertigung bezogen, kurz darauf entstanden am Standort Schwarzenbach eine neue Kunststoffspritzerei, Werkzeugbau und technische Büros. Mit der Modellreihe „K15“ besetzt Schneider ab 1993 das untere Preissegment der Druckkugelschreiber, die bis heute die GfK-Hitliste in Deutschland anführt.

Die Geschäftsleitung (v.l.): Frank Groß, Roland Schneider und Christian Schneider
Die Geschäftsleitung (v.l.): Frank Groß, Roland Schneider und Christian Schneider

Die Umwelt im Blick

Umweltthemen erzielen gesteigerte Aufmerksamkeit: Schneider bringt 1993 die Nachfüllpatrone für Textmarker und setzt in der Kommunikation auf das Thema „Ein Gehäuse – viele Minen“. Die „universelle Passform“ für verschiedene Minen wird konstruiert. Umweltfragen beschäftigen Roland Schneider seit jeher und er ist bemüht, die negativen Auswirkungen auf die Produktionsumgebung so minimal wie möglich zu halten. Konsequent greift er die neue freiwillige EMAS-Verordnung auf, installiert ein Umweltmanagementsystem und veröffentlicht 1998 die erste von einem unabhängigen Gutachter geprüfte Umwelterklärung. Fast 15 Jahre wird es dauern, bis das nächste Unternehmen der Branche diesem Schritt folgt. Das Jahr der Finanzkrise 2009 übersteht Schneider ohne Verluste, die drei Folgejahre zählen sogar zu den erfolgreichsten der jüngeren Firmengeschichte mit Rekordumsätzen und zahlreichen neuen Arbeitsplätzen. Diese positive Entwicklung ist unter anderem durch den 2007 vorgestellten Kugelschreiber „Slider“ getragen, die Antwort von Schneider auf die beliebten leichtschreibenden Gelstifte, aber ohne deren Nachteile in Kapazität und Lagerfähigkeit. 2010 nimmt Roland Schneider seinen Sohn Christian in die Geschäftsleitung auf. In den zwei Jahren 2011 und 2012 legt Schneider um stolze 18 Prozent zu und gehört damit zu den am schnellsten wachsenden Firmen der Branche.

In den in Schneiderfarben stimmungsvoll inszenierten Räumen gab es ein abwechslungsreiches Programm.
In den in Schneiderfarben stimmungsvoll inszenierten Räumen gab es ein abwechslungsreiches Programm.

Das Bekenntnis zu „Made in Germany“, verbunden mit Forschung und Entwicklung in Schreibtechnik und Schreibkomfort, eine aktive Nähe zu den Nutzern und die Orientierung an deren Bedürfnissen, stehen auch weiterhin für höchste Produktqualität und vorbildlichen Service, so das Credo zum 75-jährigen Jubiläum. Auch auf den hohen ökologischen und sozialen Errungenschaften werde man sich nicht ausruhen, sondern sie ständig prüfen und verbessern.

Überraschung zu später Stunde am Buffet: Die Geburtstagstorte bestand aus 500 „schneiderfarbenen“ Cup-Cakes
Überraschung zu später Stunde am Buffet: Die Geburtstagstorte bestand aus 500 „schneiderfarbenen“ Cup-Cakes

Große Jubiläumsfeier in Donaueschingen

Punktgenau am Tag der Firmengründung vor 75 Jahren feierte Schneider Schreibgeräte am 7. September mit seinen Mitarbeitern samt Partnern und Freunden des Unternehmens ein großes Jubiläumsfest in den Donauhallen in Donaueschingen. Über 500 Personen war der Einladung gefolgt. Bei wunderschönem Sonnenschein wurden die Gäste mit einem Sektempfang willkommen geheißen. Ein Historiengang, der die komplette Geschichte der Firma in Bildern erzählte, schmückte das Foyer. Ein weiteres Detail war eine „Gästewand“: Sie diente als Gästebuch, wo sich alle mit ihrem Namen verewigen konnten. Die Unterschriftenwand steht nun im Eingangsbereich im Hauptsitz der Firma in Schramberg, genauso wie ein Fotomosaik aus einzelnen, am Abend geschossenen Fotos der Gäste, zusammengesetzt zum Jubiläumslogo. Beide Elemente symbolisieren die Wichtigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters für die Firma. Viel Beifall fand ein Film, der den Werdegang der Firma von der Gründung bis in die dritte Generation zeigte. Die Schneider-Geschichte als ein buntes Theaterstück im Schwarzlicht, geschrieben und inszeniert von einer Mitarbeitergruppe, belebte das Programm. Zudem bedankte sich „Seniorchef“ Roland Schneider bei allen Mitarbeitern für ihr Engagement.

www.schneiderpen.de

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