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Mit großen Plänen

Der neue Standort des Papiergroßhändlers Igepa Großhandel GmbH in der Mitte Deutschlands in Dieburg beeindruckt allein schon durch seine Dimensionen. Zugleich ist er Baustein einer langfristig angelegten Wachstums-Strategie.

Neue Dimensionen: Im neuen Lagerstandort in Dieburg führt Igepa Großhandel seine Lager in Dietzenbach und Mannheim zusammen.
Neue Dimensionen: Im neuen Lagerstandort in Dieburg führt Igepa Großhandel seine Lager in Dietzenbach und Mannheim zusammen.

Igepa Großhandel, eine Tochter der fünf Gründungsmitglieder der Igepa group, hat im Rhein-Main-Gebiet, in Dieburg, 20 Millionen Euro in ein neues Lager investiert. Auf einem Grundstück von 38 000 Quadratmetern ist eine Halle mit 15 850 Quadratmetern Grundfläche entstanden. Eine Millioneninvestition in einem Marktumfeld, das von Stagnation und Rückgang geprägt ist? Igepa schafft mit dem Neubau die Voraussetzungen, um Produktpalette und Dienstleistungen weiter auszubauen. Ziel sei es, erklärte der Geschäftsführer Lothar Bauer, mit dem neuen Standort insbesondere den Marktanteil im Rhein-Main-Gebiet deutlich zu steigern. „Die Situation in der Papierindustrie ist schwierig“, erkärte Bauer. Dazu kommen immer kleinere Aufträge. Igepa steuert dagegen: Man wolle ein Anbieter sein, der alles, was kleine und mittlere Druckereien benötigen, aus einer Hand anbietet. Tatsächlich machten schon heute die Non-Paper-Produkte rund 35 Prozent vom Umsatz aus, nur noch 60 bis 65 Prozent werden mit Papierprodukten umgesetzt. 40 000 Produkte führen die Häuser der Igepa group heute schon: LFP-Maschinen, Tinten, Verpackungen und Folien gehören seit einigen Jahren zum Sortiment – ein weiterer Beleg dafür, in welch tiefgreifendem Wandel das Unternehmen steckt.

Teamarbeit in Dieburg (v.l.): Andreas Knipping, kaufmännischer Leiter und Prokurist; Lothar Bauer, Geschäftsführer von Igepa Großhandel und Tom Schumacher vom Igepa - Großhandel-Mitgesellschafter E. Michaelis
Teamarbeit in Dieburg (v.l.): Andreas Knipping, kaufmännischer Leiter und Prokurist; Lothar Bauer, Geschäftsführer von Igepa Großhandel und Tom Schumacher vom Igepa - Großhandel-Mitgesellschafter E. Michaelis

Trotz aller Veränderungen, trotz Stagnation beim Umsatz: Das Geschäft mit den Büropapieren bleibt für Igepa ein wichtiges Standbein. Nach Angaben von Bauer werden hier rund 30 Prozent des Umsatzes von rund 240 Millionen Euro erwirtschaftet. Druckereigeschäft und Büropapiergeschäft ergänzten sich gut, erklärte der Geschäftsführer gegenüber BusinessPartner weiter, „wenn man es intelligent macht“. Beispielsweise verbessere das Büropapiergeschäft die Auslastung und die Produktivität der LKW-Flotte. Doch irgendwann seien die Optimierungspotenziale ausgeschöpft und eine Grenze im Preiswettbewerb erreicht: „Wir machen nicht alles mit“, sagte der Geschäftsführer und verwies damit auf die harten Wettbewerbsbedingungen im deutschen Markt und insbesondere im lukrativen und umkämpften Rhein-Main-Gebiet, wo zahlreiche große Versicherungen und Banken ansässig sind. Man habe sich schon vor Jahren vom Massengeschäft verabschiedet, auch daher sehe man die Igepa Großhandel beim Büropapiergeschäft „gut aufgestellt“.

Nach der Eröffnung des neuen Lagers konzentriert sich Igepa Großhandel auf aktuelle Projekte – wie den Online-Shop. Er soll es den Handelspartnern erleichtern, auf das Sortiment zuzugreifen und wird auch für die Handelspartner im Büroumfeld eine schnelle Möglichkeit des Bestellens bieten.

www.igepa.de

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