BusinessPartner PBS

Synergieeffekte erzielt

Nach der Akquise von Idealplast stemmt Durable nun die Integration von Teilen des insolventen Herstellers Atlanta. Wir sprachen mit Geschäftsführer Horst-Werner Maier-Hunke über die nächsten Schritte.

Herr Maier-Hunke, Durable hat sich im Oktober des vergangenen Jahres aus der Atlanta-Insolvenz die Metallfertigung gesichert. Was versprechen Sie sich von diesem Engagement?

Jetzt unter dem Durable-Dach: die ehemalige Atlanta-Fertigung im niederländischen Coevorden
Jetzt unter dem Durable-Dach: die ehemalige Atlanta-Fertigung im niederländischen Coevorden

Die beiden wesentlichen Sortimente aus dieser Akquisition sind erstens eine Range von unterschiedlichen Fahrwagen für die Aufbewahrung von Hängemappen sowie von Multifunktionsmöbeln für die Ausgestaltung von PC-Arbeitsplätzen und die Aufbewahrung und Archivierung von Akten und Unterlagen. Zum anderen haben wir ein umfangreiches Sortiment von Papierkörben, Ascheimern und Schirmständern aus Metall übernommen. Diese Produkte sind eine hervorragende Ergänzung für die Durable-Abfalleimer und Behälter aus Kunststoff. Außerdem sind noch weitere interessante Metallprodukte wie Karteikasten, Buchstützen und Klemmbretter hinzugekommen. Insgesamt erzielen wir damit in unserem Produktportfolio hervorragende Synergieeffekte.

Was geschieht mit dem bisherigen Produktionsstandort in Coevorden im Nordosten der Niederlande?

Der Produktionsstandort Coevorden, der im Zuge der Insolvenz von Atlanta geschlossen worden war, hat unter Durable bereits Anfang November die Arbeit wieder aufgenommen. Es ist uns sehr schnell gelungen, einen großen Teil der durch den Insolvenzverwalter bereits gekündigten Mitarbeiter wieder einzustellen, so dass hier das gesamte Knowhow gehalten werden konnte. In der Zwischenzeit läuft die Produktion auf vollen Touren.

Was hat sich bisher in puncto Integration getan, und was sind die nächsten Schritte?

„Die Händler sind sehr erfreut, dass mit Durable eine renommierte Marke diese neuen Sortimente vertreibt“, meint Horst-Werner Maier-Hunke.
„Die Händler sind sehr erfreut, dass mit Durable eine renommierte Marke diese neuen Sortimente vertreibt“, meint Horst-Werner Maier-Hunke.

Die Basisaktivitäten, die eine solche Akquisition kennzeichnen, wie die Sicherung der Rohstofflieferungen, die Übernahme der Produkte in den Durable-Artikelstamm, die regelmäßige Information aller Handelspartner usw., sind schnell und reibungslos vonstatten gegangen. Die Preislisten für die neuen Sortimente sind gedruckt und die Prospekte und Kataloge werden in allen relevanten Sprachen zur Paperworld zur Verfügung stehen.

Inwieweit können Ihre Handelspartner von den für Durable neuen Sortimenten profitieren?

Ich denke, wir haben für unsere Handelspartner im In- und Ausland sehr interessante Sortimente hinzubekommen. Vor allem der Anwendungsbereich Facility Management wird sehr profitieren. Hier sind wir in unserem angestammten Sortiment mit Sichttafelsystemen, Orientierungsprodukten, Betriebsausweishaltern, Schlüsselkästen, Presentern und Prospektständern sehr breit aufgestellt. Dazu kommen jetzt, wie beschrieben, Fahrwagen, Büromöbel und Produkte für das Abfallmanagement. Wichtig ist, dass unsere Handelspartner alle diese Sortimente, die im Übrigen interessante Margen bedeuten, aus einer Hand erhalten.

Durable hatte bereits zum 1. Januar 2010 die in Skandinavien bekannte Marke Idealplast mit ganz neuen Produktfeldern übernommen. Was hat sich bislang getan, und sind neue Produkte in diesem Sortimentsfeld geplant?

Wir haben viele intensive Gespräche mit früheren Atlanta-Mitarbeitern geführt, um die Integration der neuen Sortimente bei Durable so nahtlos und reibungslos wie möglich zu gestallten. Atlanta hat zum Beispiel noch einige designorientierte Sortimente entwickelt und fertiggestellt, ohne diese dann professionell am Markt einführen zu können. Es wird also unsere Aufgabe sein, diese Sortimente dem Handel vorzustellen. Natürlich haben wir diverse Ideen, um in diesem Sortimentsumfeld Innovationen zu schaffen. Unser Hauptaugenmerk liegt allerdings zunächst darauf, die insgesamt 400 Produkte (aus den Idealplast- und Atlanta-Akquisitionen) in das Durable-Sortiment zu überführen.

Wie sind die neuen Produkte im Markt aufgenommen worden?

Die ersten Reaktionen der Händler auf die neue Situation waren sehr positiv. Zunächst war man natürlich sehr froh, dass so schnell Lieferkontinuität geschaffen werden konnte. Aber die Händler waren auch sehr erfreut, dass mit Durable eine renommierte Marke diese neuen Sortimente vertreibt.

Metallbehälter und Fahrwagen – zwei Beispiele aus den etwa 400 Produkten, die jetzt das Portfolio von Durable erweitern.
Metallbehälter und Fahrwagen – zwei Beispiele aus den etwa 400 Produkten, die jetzt das Portfolio von Durable erweitern.

Welchen Raum nehmen die neuen Sortimente (Atlanta, Idealplast) am Durable-Messestand auf der in wenigen Tagen beginnenden Paperworld ein?

Es ist „the same procedure as last year“, um berühmte Worte der Fernsehkomödie „Dinner for one“ zu bemühen. Wie bei der Idealplast-Akquisition 2009 wurde auch der Atlanta-Kauf zu einem Zeitpunkt vollzogen, als die Standplanung für die Paperworld praktisch abgeschlossen war. Und wie im Januar 2010 werden wir auch in diesem Jahr auf einem Zusatzstand in unmittelbarer Nachbarschaft die neuen Sortimente präsentieren. Im Übrigen gibt es natürlich keine Idealplast- oder Atlanta-Sortimente mehr, sondern nur noch Durable-Produkte. Wie ich schon sagte, sind etwa 400 Artikel hinzugekommen, und unsere Handelspartner weltweit können sich über attraktive Nischensortimente in unserem Produktportfolio freuen.

www.durable.de

Verwandte Themen
Durable-Firmensitz in Iserlohn: im Januar erstmals mit einer TV-Kampagne am Start
Durable startet TV-Kampagne im Januar weiter
Trendbarometer: zu wenig Schutz vor Datenkriminalität in Deutschland
Durable präsentiert „Trendbarometer“ weiter
Horst-Werner Maier-Hunke, Geschäftsführer Durable
Durable-Umsatz um fünf Prozent gewachsen weiter
Optimierte Prozesse als Wettbewerbsfaktor (v.l.):  Manuel und Werner Franken im Neusser Logistikzentrum
Ganz nah dran am Fachhandel weiter
Ausschnitt der Homepage der "Luctra-Werft"
Luctra-Showroom in Köln gestartet weiter
Die Eco-Acryl-Displays sind für kleine Regalelemente im Format 480 x 300 mm und für Standard-Meterregale im Format 970 x 300 mm erhältlich.
Qualität aus der Schweiz – auch in der Großfläche weiter