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Unternehmer mit Leidenschaft

Es gibt nur wenige, die fast ein halbes Jahrhundert Firmen- und damit Branchengeschichte geschrieben haben: Peter Holtz-Kathan, Senior-Chef von Holtz Office Support, konnte kürzlich seinen 70. Geburtstag feiern.

Zeichen gesetzt: der Ende 2010 bezogene repräsentative Neubau in Wiesbaden
Zeichen gesetzt: der Ende 2010 bezogene repräsentative Neubau in Wiesbaden

Vermutet hätten es sehr wahrscheinlich die Wenigsten, die Peter Holtz-Kathan noch vor wenigen Wochen dynamisch wie immer auf der Paperworld in Frankfurt getroffen haben. Seit 48 Jahren ist er im Familienunternehmen Holtz aus Wiesbaden mit den Marken Magnetoplan, Transotype und Copic aktiv – und dies mit beachtlichem Erfolg. Bereits in den 1960er Jahren lernte er bei Magnetoplan als der ältesten Marke für magnetische Planungs- und Organisationsmittel von seinem Vater Hermann Holtz, worauf es bei magnetischen Qualitätsprodukten ankommt, wie man diese stetig weiter entwickelt und neuen Marktbedürfnissen anpasst. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters übernahm er Anfang 1980 die alleinige Geschäftsleitung, die er heute zusammen mit seinem Sohn Christopher Holtz-Kathan nach wie vor mit Leidenschaft ausführt.

Beachtliche Erfolge erzielte Peter Holtz-Kathan schon kurz nach Beginn seiner Tätigkeit als Firmenchef mit verschiedenen Lizenzproduktionen für Magnetoplan in Österreich, dem südamerikanischen Markt in Brasilien sowie in Singapur, Indonesien und Japan. Als erster Markenhersteller brachte er magnetisches Zubehör auf Blisterkarten auf den Markt und realisierte mit dem neuen „ferroscript“-Rahmensystem erstmalig ein kompatibles Tafelsystem. 1985 führte er die Firmen Magnetoplan und Transotype zur Holtz GmbH zusammen.

Besondere Auszeichnung erhalten: Peter und Christopher Holtz-Kathan mit dem „Großen Preis des Mittelstandes 2011“
Besondere Auszeichnung erhalten: Peter und Christopher Holtz-Kathan mit dem „Großen Preis des Mittelstandes 2011“

Ein besonderes Gespür für Markttrends zeigte Peter Holtz-Kathan auch in anderen Bereichen: In der Grafikbranche wurde er 1987 mit der Produkteinführung der Copic-Marker in Europa zunächst belächelt. „Der Marker schlug jedoch schon bald als eine Revolution unter den Layoutmarkern ein und entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit von Position 19 zur Nummer 1“, so Holtz-Kathan im Rückblick. Mit dieser Erfolgsgeschichte konnte er letztendlich alle Skeptiker überzeugen. Aufsehen erregte er zudem Anfang der 1990er Jahre mit neuen Katalogkonzepten, die in der Branche für Gesprächsstoff sorgten. Durch seine Exportaktivitäten und den damit verbundenen Reisen nach Fernost entdeckte er immer wieder neue Produkte, die er nach Europa brachte. Das von ihm 1992 erfundene Magnetoplan-Wandschienensystem, das mit allen Systemtafeln der Marke kompatibel ist, setzt bis heute ein klares Zeichen für flexible und multifunktionell einsetzbare Kommunikationsmittel.

Was wäre jedoch ein Familienunternehmen, gäbe es da nicht auch einen Nachfolger. Und so bereiteten Peter und Gisela Holtz-Kathan den gemeinsamen Sohn Christopher schon früh auf die mögliche Nachfolge als Firmenchef vor. Christopher gab seinem Vater dann im Jahr 2000 die Zusage, nach Abschluss seines Studiums der Betriebwirtschaft in die Geschäftsleitung einzusteigen. 2009 haben sich Vater und Sohn gemeinsam dazu entschieden, einen eindrucksvollen Neubau mit Logistikzentrum und Hauptverwaltung zu wagen. Eine Entscheidung, die die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft des traditionsreichen Unternehmens gestellt hat. Die bedeutende Auszeichnung des „Großen Preis des Mittelstands 2011“ stellt für Peter Holtz-Kathan die Krönung seines bisherigen Lebenswerks dar.

Nachgefragt ...

... bei Peter Holtz-Kathan:

Herr Holtz-Kathan, was bedeutet Ihnen das kürzlich erlangte Alter „70“?

Engagiert und dynamisch: Peter Holtz-Kathan, der kürzlich seinen 70. Geburtstag feiern konnte
Engagiert und dynamisch: Peter Holtz-Kathan, der kürzlich seinen 70. Geburtstag feiern konnte

Ich bin glücklich, im Tagesgeschäft miterleben zu können, wie mein Sohn eine Vielzahl von positiven Änderungen in den täglichen Betriebsablauf integriert.

Was lieben Sie am meisten an Ihrer Tätigkeit als langjähriger Firmenchef?

Die Freiheit, Entscheidungen auch aus dem Bauch heraus umsetzen zu können.

Wenn Sie heute noch einmal beruflich anfangen könnten, würden Sie etwas anders machen?

Hätte ich die Möglichkeit, noch einmal beruflich anfangen zu können, würde ich mich definitiv intensiver mit dem deutschen Markt beschäftigen und dem Export etwas weniger Bedeutung zumessen.

Gibt es etwas, für dass Sie besonders dankbar sind in Ihrem bisherigen Leben?

1991 eine sehr schwere Krankheit überwunden zu haben und danach mein bisheriges Leben fast unverändert fortführen zu können, macht mich sehr dankbar.

Haben Sie einen speziellen Wunsch, den Sie sich jetzt erst mit 70 Jahren erfüllen möchten?

Ich wünsche mir, noch viele Jahre beruflich meinen Sohn begleiten zu können und zu helfen, unser Unternehmen weiter nach vorne zu bringen.

Welche Pläne schmieden Sie heute für Ihre ganz persönliche Zukunft?

Mehr Zeit mit meiner Familie verbringen zu können, ist einer meine Wünsche. Ansonsten möchte ich noch mit viel Tatkraft beruflich und privat neue Dinge anpacken.

www.magnetoplan.de

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