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Markenbildung im Grundschulalter

Einer der größten Kreativitäts-Wettbewerbe feiert Jubiläum. Seit zehn Jahren ermuntert die Tesa AG in Kooperation mit der Stiftung Lesen in einer bundesweiten Grundschulkampagne Kinder zum Lesen und Basteln.

Tesalino und Tesalina: Während der vergangenen Jahre sind die beliebten Figuren von Kindern zu Teenagern herangewachsen.
Tesalino und Tesalina: Während der vergangenen Jahre sind die beliebten Figuren von Kindern zu Teenagern herangewachsen.

Tesalino und Tesalina: Während der vergangenen Jahre sind die beliebten Figuren von Kindern zu Teenagern herangewachsen.Wer Neues erfinden oder bestehende Produkte verbessern will, benötigt vor allem eines: gute Ideen. Kreativität gilt in modernen Industriegesellschaften als wichtigster „Rohstoff“. Um diesen in jedem Kind schlummernden „Schatz“ zu heben, entwickelten Ende der 1990-er Jahre die Stiftung Lesen und die Tesa AG einen bundesweiten Wettbewerb: Tesalino und Tesalina. Die bemerkenswerte Resonanz: Bereits bei der Premiere 1999 beteiligten sich 635 Klassen mit 15 875 Jungen und Mädchen im Grundschulalter.

Im vergangenen Jahr machten 2300 Klassen (57 000 Schüler) mit. „Bezogen auf die Gesamtzahl von rund 20 000 Grund- und Förderschulen in Deutschland lag die Teilnahmequote 2008 bei 11,5 Prozent. Dies ist ein stolzer Wert“, sagt Heinrich Kreibich, Geschäftsführer der Stiftung Lesen.

Während anfangs eher „fantastische“ Themen wie Piraten und Neptuns Reich im Vordergrund standen, geht es heute für Tesalino und Tesalina mehr um die eigene Lebenswelt. Der Bezug zur Realität ist größer geworden. „Gemeinsam mit den beiden Hauptdarstellern sind die Themen gewachsen“, erklärt Stefan Grote, Geschäftsführer Tesa Consumer.

Heinrich Kreibich, Geschäftsführer Stiftung Lesen: „Die Tesa AG war von Anfang an daran interessiert, keinen ,Schnellschuss’ zu produzieren, sondern ein nachhaltig wirksames Konzept.”
Heinrich Kreibich, Geschäftsführer Stiftung Lesen: „Die Tesa AG war von Anfang an daran interessiert, keinen ,Schnellschuss’ zu produzieren, sondern ein nachhaltig wirksames Konzept.”

Heinrich Kreibich, Geschäftsführer Stiftung Lesen: „Die Tesa AG war von Anfang an daran interessiert, keinen ,Schnellschuss’ zu produzieren, sondern ein nachhaltig wirksames Konzept.”Der jährlich neu ausgeschriebene „Geschichten-Erfinder-Bastel-Wettbewerb“, bei dem hochwertige Projektmaterialien und attraktive Gewinne bereitgestellt werden, zählt zu den größten und nachhaltigsten Projekten zur Förderung von Lesekompetenz und Kreativität. Mehr als 350 000 Schülerinnen und Schüler haben sich bislang von den Geschichtenanfängen renommierter Kinderbuchautoren wie Monika Feth, Hilke Rosenboom oder Manfred Mai so begeistern lassen, dass sie Fortsetzungen geschrieben, gemalt, gebastelt oder sogar Theaterstücke inszeniert haben. Das Besondere: Schulen in Bezirken mit vielen Kindern aus Migrationsfamilien oder aus bildungsfernen Schichten sind ausgesprochen eifrige Wettbewerbsteilnehmer – und schneiden oft sehr erfolgreich ab.

In den vergangenen Jahren begegneten Tesalino und Tesalina, die beiden Helden der gleichnamigen Kampagne, Kinderbuchfiguren wie Pippi Langstrumpf und Peter Pan. Sie stapften mit einem Mammut durch den Schnee, tauchten in tropisch warmem Wasser mit Korallenfischen um die Wette und erkundeten den bedrohten Regenwald.

Wettbewerb 2009: Im Mittelpunkt steht das Thema „Energie sparen”.
Wettbewerb 2009: Im Mittelpunkt steht das Thema „Energie sparen”.

Wettbewerb 2009: Im Mittelpunkt steht das Thema „Energie sparen”.2009 steht die zehnte Projektrunde an. Und statt für Torten und Kerzen interessieren sich die beiden Geburtstagskinder Tesalino und Tesalina mehr für ein weiteres wichtiges Thema: die Energie. Gemeinsam mit ihren Fans in Grund- und Förderschulen setzen sie alles daran, den von außerirdischen Quarx geplanten Energieklau auf der Erde zu verhindern – und beschäftigen sich intensiv mit dem Thema „Energie sparen“. Auch mit der diesjährigen Grundschulkampagne engagiert sich Tesa als Unternehmen für den Bildungsstandort Deutschland. Der gesellschaftspolitische Einsatz gehört zu den Leitprinzipien des Unternehmens und ist Teil eines ganzheitlichen „Corporate Social Responsibility“-Programms. Die Unterstützung und der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist Schwerpunkt des sozialen Engagements der Tesa AG und ihrer Tochtergesellschaften.

www.tesa.de

Nachgefragt … ... bei Stefan Grote und Heinrich Kreibich

Wie hat sich der Wettbewerb im Laufe der Jahre verändert?

Stefan Grote, Geschäftsführer Tesa Consumer: „Ohne Kreativität gibt es keinen Fortschritt.“
Stefan Grote, Geschäftsführer Tesa Consumer: „Ohne Kreativität gibt es keinen Fortschritt.“

Stefan Grote, Geschäftsführer Tesa Consumer: „Ohne Kreativität gibt es keinen Fortschritt.“Grote: Am Anfang gab es eine Reise durch die klassische Kinder-Literatur. Danach standen eher „fantastische“ Themen, die Jungen und Mädchen faszinieren, wie Piraten und Neptuns Reich, im Vordergrund. Jetzt geht es für Tesalino und Tesalina mehr um die eigene Lebenswelt; der Bezug zur Realität ist heute größer. Beispiele hierfür sind das Regenwald-Projekt aus dem vergangenen Jahr und „Energie“ in 2009. Man könnte sagen: Gemeinsam mit den beiden Hauptdarstellern sind die Themen gewachsen. Geblieben ist die Verteilung der Aufgaben: Tesa als Förderer sorgt für die finanziellen Rahmenbedingungen, Stiftung Lesen hat die Federführung bei der inhaltlichen Ausgestaltung.

Kreibich: Als das Projekt startete, war es so innovativ, dass eher umgekehrt ein Schuh daraus wird: Die breite Leseförderungspraxis an Grundschulen hat sich stärker verändert als das Projekt selbst – und sich den didaktischen Konzepten hinter Tesalino und Tesalina angenähert. Dafür gibt es mehrere Belege. Insbesondere ist der Ansatz des „Geschichten-Erfinder-Bastel-Wettbewerbes“, Kinder in all ihren Talenten zu fördern, inzwischen in der Leseförderung viel weiter verbreitet als noch vor zehn Jahren. Dazu haben Tesalino und Tesalina zweifellos einen wichtigen Beitrag geleistet. Zum anderen hat unsere Projektstrategie, sich konsequent an den Themeninteressen der Alters-Zielgruppe zu orientieren, ebenfalls im wahrsten Sinne des Wortes „Schule gemacht“.

Woran machen Sie den Erfolg von Tesalino und Tesalina fest?

Grote: Seit 1999 haben sich mehr als 350 000 Kinder aus über 14 000 Klassen beteiligt – ein Ergebnis, auf das wir stolz sind. Viele Schulen nahmen sogar mehrfach am Wettbewerb teil. Doch mehr als diese Daten zählen für uns Qualität und Kontinuität. Durch die vielen positiven Rückmeldungen von Schülern, Lehrern und Eltern spüren wir deutlich, dass wir den „Nerv“ getroffen und uns ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Vertrauen erarbeitet haben. Hinter Corporate Social Responsibility (CSR) stehen für uns mehr als nur drei Wörter, die sich gut in jeder Präsentation machen.

Kreibich: Für sehr viele engagierte Grundschullehrkräfte ist die Teilnahme am Tesalino-Wettbewerb bereits eine feste Größe im Schuljahr. Mit stets neuer Begeisterung wirken sie an dem Projekt mit. Das ist angesichts der straffen Lehrplan-Vorgaben und vieler anderer Projektoptionen von verschiedenen Anbietern alles andere als selbstverständlich – und wir möchten uns herzlich für dieses Vertrauen bedanken.

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