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Die Kundenbedürfnisse im Blick

Mit zahlreichen Neuheiten und grundlegenden Konzepten zur Zukunft des Schreibens hat Staedtler auf der Paperworld Akzente gesetzt. Wir sprachen mit den Geschäftsführern Axel Marx und Thomas Roßberger über Ziele, Strategien und die nächsten Entwicklungsschritte.

Eines der Highlights am Messestand: der neue Bleistift „The Pencil“ als Verbindung zwischen digitaler und analoger Welt
Eines der Highlights am Messestand: der neue Bleistift „The Pencil“ als Verbindung zwischen digitaler und analoger Welt

Herr Marx, der Staedtler-Messeauftritt auf der Paperworld hat für Gesprächsstoff gesorgt. Was wollten Sie in Frankfurt dokumentieren und wie haben Ihre Kunden reagiert?

Axel Marx: „Auch für die Zukunft gilt bei Staedtler als oberste Prämisse, die Bedürfnisse unserer Zielgruppen zu erkennen und mit individuellen Lösungen zu befriedigen.“
Axel Marx: „Auch für die Zukunft gilt bei Staedtler als oberste Prämisse, die Bedürfnisse unserer Zielgruppen zu erkennen und mit individuellen Lösungen zu befriedigen.“

Marx: Die Gegenwart ist bereits zunehmend digital und die Zukunft wird es noch viel mehr sein, das war und ist unsere Botschaft. Wir haben auf der Messe gezeigt, wie der Brückenschlag zwischen der analogen und der digitalen Welt gelingt. Dass unsere Angebote ankommen, zeigen nicht zuletzt die durchweg positiven Rückmeldungen, die wir von all unseren Kunden erhalten. Ob für den klassischen Facheinzelhandel oder unsere B2B-Kunden, wir bieten Lösungen, die jedem den sinnvollen Schritt in die moderne, digitale Welt ermöglichen.

Am Messestand war viel von Zukunft und Digitalisierung zu hören und zu sehen. Welche Chancen hat das Schreibgerät in Zeiten von Tablets, Smartphones & Co. überhaupt noch?

Roßberger: Beide Welten haben ihre Daseinsberechtigung. In Zeiten, in denen unser Leben stark durch Schnelligkeit und Effizienz geprägt ist, sind digitale Medien konkurrenzlos. Doch wenn es darum geht, kreativ zu sein, Ideen zu erarbeiten und weiter zu entwickeln oder gar das Schrei­ben und Malen zunächst einmal zu erlernen, ist es wichtig zu verlangsamen, um seinen Ideen Raum zum Gedeihen zu geben. Dann wird man immer zu den alt bewährten Schreib- oder Zeichengeräten greifen, die durch ihre Haptik überzeugen.

Akzente gesetzt: der Staedtler-Auftritt auf der Paperworld in Frankfurt
Akzente gesetzt: der Staedtler-Auftritt auf der Paperworld in Frankfurt

Rein wissenschaftlich betrachtet: Brauchen Kids zum Schreibenlernen in Zukunft überhaupt noch einen Stift?

Marx: Bei der Entwicklung neuer Schulprodukte tauschen wir uns stets mit Pädagogen und Psychologen aus. In manchen Ländern geht der Trend tatsächlich in die Richtung, dass man zum Schreibenlernen keinen Stift mehr benötigt, sondern das Alphabet über die Tastatur lernt. Es heißt, man wolle Kindern das Schreibenlernen erleichtern, da ihre Feinmotorik in der ersten Klasse nicht ausgereift genug ist. Dies ist jedoch nach Meinung der Hirnforschung falsch, da es genau bei diesem Lernprozess nicht um Schnelligkeit und Effizienz geht, sondern darum, gerade in jungen Jahren die Feinmotorik zu trainieren. Wann, wenn nicht dann, sollen Kinder dies lernen. Die Aufgabe der Schreib­geräteindustrie muss es daher meiner Meinung nach sein, die digitale Welt nicht zu bekämpfen, sondern Lösungen anzubieten, die den sinnvollen Brückenschlag demonstrieren und darauf hinweisen, dass es auch für den klassischen Stift moderne Einsatzmöglichkeiten gibt.

Kommen wir zurück zur Realität. Wie will Staedtler ganz konkret den Brückenschlag zwischen analog und digital schaffen?

ausThomas Roßberger: „Alle Maßnahmen rund um unsere Neuheiten werden passgenau auf unsere Händler zugeschnitten.“
ausThomas Roßberger: „Alle Maßnahmen rund um unsere Neuheiten werden passgenau auf unsere Händler zugeschnitten.“

Roßberger: Das Schreibgerät an sich muss auch in Zukunft mit Vorteilen überzeugen, die für den Anwender spürbar und relevant sind, wie zum Beispiel eine erheblich höhere Schreiblänge oder besonders hohe Bruchfestigkeit, die zum einen den Kreativfluss fördern und zum anderen den Geldbeutel schonen. Aber auch Inspirationen und Kreativtipps, die Einsatzmöglichkeiten von Schreibgeräten und Kreativprodukten aufzeigen, werden zunehmend wichtiger. Wie nun die Brücke zur digitalen Welt geschlagen werden kann und genau diese Inspirationen geliefert werden, demonstriert unser Schreiblernbleistift der Zukunft am Besten. Denn er verfügt neben der traditionellen Bleistiftmine zum Schreiben auf Papier über eine Stylusfunktion, einem speziellen Stiftende für die Anwendung auf Tablet PCs und Smartphones. Dies bietet unseren Kunden zunächst zwar die Möglichkeit, auf dem digitalen Medium zu schreiben oder zu malen, den eigentlichen Mehrwert schafft jedoch das mit dem Cornelsen Verlag entwickelte Schreiblernprogramm. Hiermit werden die Vorzüge beider Welten genutzt, indem das Schreibtraining auf spielerische Art und Weise auf dem Tablet PC gefördert wird und das Gelernte im Anschluss auf dem Papier umgesetzt werden muss.

Sichtbares Zeichen nach außen bei Staedtler ist das neue Firmenlogo. Was soll die Veränderung ausdrücken, welche Botschaft wollen Sie vermitteln?

Marx: Der Marskopf ist bereits seit 1958 Bestandteil unseres Firmenlogos und steht seit jeher für ungebremsten Willen, Schaffenskraft und Pioniergeist. Ab 2013 setzten wir den Marskopf als Bildmarke stärker in den Fokus unserer zielgruppengerechten Kommunikation. So erwecken wir zum Beispiel unsere prägnante Bildmarke in einem Computerspiel zum Leben und geben ihr als Mars ein sympathisches Gesicht, das auf der einen Seite unsere Markenwerte transportiert, auf der anderen Seite jedoch auch einen Mehrwert für unsere kleinen Kunden bietet. Denn Mars hat als Meister der Farben die Aufgabe, der tristen Schwarz-Weiss-Welt die Farbe zurück zu geben. Dieses Spiel wird ausgewählten Farbstiftpackungen beigelegt, um in der jungen Zielgruppe auf das neue Gesicht von Staedtler aufmerksam zu machen. Aber auch bei Erwachsenen soll der Marskopf als Markenzeichen stärker in den Fokus rücken. So ziert er beispielsweise alle Produkte aus dem Premium-Sortiment auf eindrucksvolle, einprägsame Weise und schafft eine internationale Wiedererkennung über die Produktmarken hinaus.

Alleinstellungsmerkmal: die neuen Farbstifte aus dem Material Wopex
Alleinstellungsmerkmal: die neuen Farbstifte aus dem Material Wopex

Die vielen Veränderungen, die Sie angesprochen haben, erfordern auch eine intensive Kommunikation und Information der Handelspartner. Welche Aktivitäten stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt?

Roßberger: Alle Maßnahmen rund um unsere Neuheiten werden passgenau auf unsere Händler zugeschnitten. So gibt es zum Beispiel individuelle Maßnahmenpakete, Produkttrainings und PoS-Materialien, die den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden. Die große Fülle an Konzepten für den Fachhandel erläutert gern unser Außendienst im persönlichen Gespräch vor Ort.

www.staedtler.de

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