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Staedtler verkauft Markenrechte

Die sich im Besitz der Nürnberger Staedtler-Firmengruppe befindlichen Rechte an der Marke Eberhard Faber wurden mit Wirkung ab 1. Januar 2010 von der Faber-Castell AG in Stein erworben.

Staedtler setzt konsequent auf die Dachmarke Staedtler. Mit der Integration der Produkte der Eberhard Faber GmbH, insbesondere auch der besonders wichtigen Modelliermassen, unter die Dachmarke erweitert das Unternehmen seine Zielgruppe mit einem umfangreichen Sortiment um die Bereiche Vorschule, Kindergarten und kreatives Gestalten und folgt damit zielgerichtet der Unternehmensphilosophie „Staedtler zeigt Ideen!“.

Die Marke Staedtler soll damit in Zukunft eine lebenslange Marke sein, die die Verbraucher von klein auf mit kreativen, innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten begleitet und somit Ideen über Generationen hinweg sichtbar werden lässt. Die Produktmarken, besonders auch die bekannte Marke Fimo, sollen unter der Dachmarke Staedtler die Produkte der Sortimentslinie „Hobby und Kreativ“ kennzeichnen.

Burkhard Bräunlich leitet ab Januar 2010 die Eberhard-Faber-Aktivitäten als Geschäftsführer für die Faber-Castell-Gruppe.
Burkhard Bräunlich leitet ab Januar 2010 die Eberhard-Faber-Aktivitäten als Geschäftsführer für die Faber-Castell-Gruppe.

Burkhard Bräunlich leitet ab Januar 2010 die Eberhard-Faber-Aktivitäten als Geschäftsführer für die Faber-Castell-Gruppe.Für Faber-Castell kehrt mit dem Kauf der europäischen Markenrechte „Eberhard Faber“ die vor allem in den USA bekannte Marke, die auf das 19. Jahrhundert zurückgeht, in den Schoß des Stammhauses zurück. Für die Markengeschichte von Faber-Castell wird dies als ein Meilenstein gesehen, denn erstmals befinden sich damit alle drei Faber-Marken wieder in der Hand des ursprünglichen Unternehmens A. W. Faber, das 1761 gegründet wurde und das seit 1898 Faber-Castell heißt. Mit der Marke A. W. Faber erhielt Lothar von Faber, der Ururgroßvater des jetzigen Firmenchefs Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell, die erste Markeneintragung in der Branche weltweit. Seine beiden jüngeren Brüder Johann und Eberhard Faber machten sich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts selbständig und wurden zu erbitterten Konkurrenten des Mutterunternehmens. Das Unternehmen Johann Faber wurde in den 30er Jahren von Roland Graf von Faber-Castell erworben. Die Firmengruppe Staedtler hatte 1978 die Markenrechte an Eberhard Faber für Europa erworben.

Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell: Eberhard Faber soll als Marke eigenständig bleiben.
Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell: Eberhard Faber soll als Marke eigenständig bleiben.

Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell: Eberhard Faber soll als Marke eigenständig bleiben.Eberhard Faber soll das Produkt-Portfolio der Faber-Castell-Gruppe ergänzen, dabei aber als Marke eigenständig bleiben. Das Vermarktungskonzept sowie das Sortiment der Marke sollen erstmals auf der Paperworld in Frankfurt Ende Januar 2010 dem Handel vorgestellt werden. Dazu gehört auch die personelle Aufstellung, mit der Eberhard Faber zukünftig im Markt aktiv sein wird. Fest steht bereits, dass Burkhard Bräunlich die Eberhard-Faber-Aktivitäten der Faber-Castell-Gruppe ab Anfang Januar als Geschäftsführer leiten wird. Er soll laut Firmeninfo mit seiner langjährigen Erfahrung die Kompetenz von Faber-Castell in der Kreativsparte nachhaltig stärken. Bräunlich war bis Mai 2009 als Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei der Eberhard Faber GmbH in Neumarkt aktiv.

Staedtler nutzt bereits jetzt die Möglichkeiten, um die integrierten Produktmarken wie Fimo, Maili, Dicki usw. im neuen Marken-Design vorzustellen (vgl. weiterer Bericht in der Rubrik Papeterie).

Nachgefragt … ... bei Staedtler-Geschäftsführer Axel Marx:

Herr Marx, mit dem Verkauf der Markenrechte „Eberhard Faber“ wird eine weitere Treppenstufe in Richtung Neupositionierung der Marke Staedtler erklommen. Welche Strategie steht dahinter?

Axel Marx: Die Stärkung der Dachmarke Staedtler steht im Fokus.
Axel Marx: Die Stärkung der Dachmarke Staedtler steht im Fokus.

Axel Marx: Die Stärkung der Dachmarke Staedtler steht im Fokus.Mit der Integration der Produktmarken von Eberhard Faber bauen wir unter der Dachmarke Staedtler unsere Zielgruppen in Vorschule und Kindergarten aus, erweitern unser Produktsortiment um den Kreativbereich und folgen damit unserer Unternehmensphilosophie „Staedtler zeigt Ideen!“. Die Marke Staedtler wird in Zukunft eine lebenslange Marke sein, die einen von klein auf mit hochwertigen Produkten begleitet und somit Ideen über Generationen hinweg sichtbar werden lässt.

Die Erweiterung der Zielgruppe ist die eine Seite der Medaille. Wird mit dem Verkauf an Faber-Castell nicht gleichzeitig ein Wettbewerber mit ähnlicher Ausrichtung nachhaltig gestärkt?

Nicht die vermeintliche Stärkung eines Wettbewerbers steht im Vordergrund unserer Überlegungen, sondern die Konzentration auf die Dachmarke Staedtler. Sämtliche Produkte und Marketingaktivitäten werden in Zukunft auf die Dachmarke einzahlen und somit unsere eigene Position weiter stärken.

Für die Marke Eberhard Faber gab es mehrere Interessenten. Was waren die Argumente für den Verkauf an Faber-Castell?

Uns war wichtig, dass die Marke Eberhard Faber in verlässliche Hände gelangt. Bei Faber-Castell ist die Marke Eberhard Faber für die Zukunft wahrscheinlich am besten aufgehoben.

Als nächster Schritt erfolgt die Integration der Eberhard-Faber-Produktmarken unter das Staedtler-Dach. Was ist die Botschaft an Handel und Endkunden? Welche Aspekte haben Priorität?

Ab Januar 2010 werden beliebte Marken wie Fimo, Mali, Dicki, Super Dicki und Tricki Dicki in bewährter Qualität im neuen Marken-Design erhältlich sein. Klar und übersichtlich konzipiert, steht die Wiedererkennung im Vordergrund.

Was sind zukünftig die Kernkompetenzfelder bzw. Sortimentslinien, mit denen Staedtler Flagge zeigen will?

Staedtler ist in Europa der größte Hersteller von Bleistiften, Farbstiften, Radierern und Feinminen. Zu unseren Kernkompetenzen Schreiben, Malen, Zeichnen, Markieren und Radieren kommt mit der Integration der Produktmarken von Eberhard Faber nun das Modellieren hinzu. Insgesamt also ein beachtliches Portfolio.

Die neuen Aufgaben, die Ihre Vertriebsmannschaft vom Pritt-Sortiment bis zu den neuen Produkten im Bereich Hobby und Kreativ zu stemmen hat, scheinen ambitioniert. In welchem Zeitraum erwarten Sie spürbare Effekte?

Wir sind uns sicher, dass unsere hervorragend aufgestellte Vertriebsorganisation mit unserer bewährten Kernmannschaft die Herausforderungen meistern wird und wir die ersten positiven Effekte bereits beim Auftritt auf der Frankfurter Paperworld spüren werden.

www.staedtler.de www.faber-castell.de

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