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Pelikan-Gruppe stellt sich neu auf

In den vergangenen Wochen wurden wesentliche Punkte der Neuordnung der internationalen Pelikan-Organisation erkennbar. Damit verbunden sind einige grundlegende personelle Veränderungen in der deutschen Führungsetage.

Pelikan
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So hat nach dem langjährigen Pelikan Deutschland-Geschäftsführer Eckhard Seewöster zum 31. Juli auch Pelikan Hardcopy-Chef Karl Kallinger nach zehn Jahren an der Firmenspitze das Unternehmen verlassen. Ende Juli folgte zudem die Absage für den Messeauftritt der gesamten Gruppe ( inklusive German Hardcopy) auf der Paperworld 2008.

Man wolle die „bedeutendste Plattform der PBS-Branche“ mit diesem Schritt nicht in Frage stellen, hieß es dazu aus Hannover. Die Neuorganisation des Konzerns stünde für 2008 im Vordergrund. Pelikan wolle weiter wachsen und seine Kräfte neu bündeln. Wichtige Schritte in diesem Zusammenhang seien die Übernahmen der Pelikan-Gesellschaften in Mexico und Argentinien sowie die Integration der Geha-Division, der Rückkauf von Pelikan Hardcopy und der Erwerb von 90 Prozent des Aktienkapitals von German Hardcopy gewesen.

Jetzt gelte es, die weitere Entwicklung voranzutreiben und die Synergieeffekte für die Zukunft zu nutzen. Die daraus entstehenden positiven Entwicklungschancen würden aber zu Beginn auch einige Umstrukturierungen mit sich bringen, die zeitnah und mit Weitblick umgesetzt werden müssten. Die notwendige Überprüfung der internen und externen Strukturen habe Vorrang. Deshalb habe Pelikan jetzt die Entscheidung getroffen, an der Paperworld 2008 in Frankfurt nicht teilzunehmen. Man werde sich stattdessen intensiv um tragfähige Konzepte und Strukturen für eine erfolgreiche Pelikan-Zukunft auf den Weltmärkten kümmern, so die Mitteilung aus Hannover.

Personelle Veränderungen gibt es zudem bei der im sauerländischen Brilon ansässigen German Hardcopy AG, an der die Pelikan Holding bereits im April 90 Prozent der Aktienanteile übernommen hatte. Ende Juli hat – nicht unbedingt überraschend – Vorstand Tom Schröder seinen Posten geräumt. Seine Aufgaben werden von Michael Zulauf und Michael Marx weitergeführt. Die gesamten Personalveränderungen sind vor dem Hintergrund der neuen Organisationsstruktur zu sehen, über die es bislang noch keine offizielle Mitteilung gibt. Fest steht, dass zukünftig unterhalb der Holding die jeweiligen Landesgesellschaften von einem Geschäftsführer geführt werden sollen. Für Deutschland bedeutet dies, die Marken Pelikan und Geha (und eventuell auch Boeder und Emtec von Pelikan Hardcopy) mit teilweise komplett unterschiedlichen Sortiments- und Vertriebsausrichtungen unter einem Dach zu kanalisieren. Dabei geht es immerhin um ein Umsatzvolumen von rund 100 Millionen Euro.

www.pelikan.de, www.pelikan-hardcopy.de, www.german-hardcopy.de

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