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Farblaserpapiere auf dem Vormarsch

Wir sprachen mit Bernd Loschelder, Geschäftsbereichsleiter Office Papers der Igepa Group, und Markku Kukkonen, Vice President Office Papers, UPM, über den Markt der Farblaserpapiere und die Vorteile des UPM-Papiers „Future imagetech”.

Die Igepa Group führt bereits seit einigen Jahren die Papier-Marke „Future” von UPM. Momentan setzen Sie den Fokus auf das Farblaserpapier „Future imagetech”. Wie schätzen Sie den Markt für Farblaserpapiere ein?

Kukkonen: Farblaseranwendungen sind stark im Kommen. Generell werden in den Büros immer mehr Schwarzweißgeräte durch Farbdrucker oder Farbkopierer ersetzt. Eine Studie von InfoTrends geht davon aus, dass bis 2009 in Westeuropa schon 40 Prozent aller Office-Papiere von Farbgeräten verbraucht werden, im Vergleich zu 18 Prozent in 2004. Innerhalb der Farbanwendungen spielte, was den Papierver- brauch angeht, der Farbinkjet bislang die Vorreiterrolle. Farbinkjet wird zwar nicht abnehmen, aber in 2007 wird laut InfoTrends erstmals mehr Papier auf Farblaserdruckern als auf Farbinkjetdruckern verbraucht, mit rasant steigender Tendenz. Demnach werden in zwei Jahren in Westeuropa knapp 800 000 Tonnen Papier auf Farblaserdruckern verwendet und knapp 500 000 Tonnen auf Farbinkjetgeräten. Hinzu kommt, dass die Hardware immer leistungsstärker wird und exzellente Drucke ermöglicht.

Welche Anwendungsbereiche gibt es und wo sehen Sie die speziellen Produktvorteile dieses Farblaserpapiers?

Loschelder: Professionelle Druckergebnisse mit hoher Detailwiedergabe und starken Farbkontrasten lassen sich am besten mit speziellen Farblaserpapieren erzielen. In erster Linie ist die Oberfläche entscheidend: Beim Laserdruck werden mittels elektrostatischer Aufladung Tonerpartikel auf eine Walze übertragen, das Papier läuft an der Walze entlang und nimmt die Tonerpartikel auf. Um ein optimales Druckergebnis zu erzielen, muss die Oberfläche sehr glatt und geschlossen sein. Dies wird zum Beispiel dadurch erreicht, dass man das Papier nach dem eigentlichen Herstellungsprozess über einen Kalander, also ein Glättwerk, laufen lässt. „Future imagetech” zeichnet sich nicht nur durch eine glatte Oberfläche aus, sondern es ist auch ein ausgesprochen weißes Papier mit einer CIE-Weiße von 164. Dadurch lassen sich scharfe Farbkontraste und äußerst detailreiche Bildreproduktionen erzielen. Mit seinem besonders angenehmen Volumen eignet es sich hervorragend für anspruchsvolle Farbdokumente wie Broschüren, Einladungen oder Präsentationen. „Future imagetech” ist damit ein wichtiges Produkt innerhalb des kompletten „Future”-Sortiments.

Für welche Flächengewichte und welche Formate sehen Sie eine besonders starke Nachfrage?

Loschelder: 90, 100, 120 und 160 g/m² sind mit Abstand die am häufigsten nachgefragten Flächengewichte. Die Einsatzmöglichkeiten haben sich mit jeder neuen Gerätegeneration weiterentwickelt, so dass heute Flächengewichte von bis zu 270 g/m² bearbeitet werden können. Bei den Formaten ist die Nachfrage neben A4 und A3 vor allem bei SRA3 (320 x 450 mm) stark gestiegen, da professionelle Digitaldruckanwendungen in vielen Bereichen immer interessanter werden. UPM hat das „Future”-Sortiment auf diese Marktentwicklung hin ausgerichtet und entsprechend erweitert.

Der Umweltschutz entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigsten Produktmerkmale. UPM hat kürzlich die EU-Blume und weitere FSC- und PEFC-Zertifizierungen für seine Office-Papiere erhalten. Welche Vorteile sehen Sie für die jeweiligen Systeme?

Kukkonen: Der Schutz der Umwelt ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. In vielen Umweltbelangen nimmt UPM eine Vorreiterrolle ein, beispielsweise sind wir einer der ersten Hersteller, der neben der FSC- und PEFC-Zertifizierung auch die EU-Blume für seine Office-Papiere erhalten hat. Um das Europäische Umweltzeichen zu erhalten, müssen Hersteller strenge Kriterien über den gesamten Produktionsprozess hinweg erfüllen, vom Rohstoff-, Energie- und Wasserverbrauch über den Chemikalieneinsatz bis hin zu Emissionen und Abfallmanagement. Die verwendeten Holzfasern müssen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Während FSC und PEFC Forstzertifikate sind und sicherstellen, dass das verwendete Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt, erstreckt sich das Europäische Umweltzeichen auf den gesamten Lebenszyklus eines Papiers. Loschelder: Die steigende Nachfrage nach Ökolabels zeigt, dass Verbraucher bei ihren Einkaufsentscheidungen wieder mehr Wert auf ökologische Kriterien legen. Ein Umweltzeichen, das die hohen Umweltstandards eines Produktes belegt, kann ein wichtiges Verkaufsargument sein. Hinzu kommt, dass die EU-Blume sich als echtes europäisches Umweltzeichen entwickeln könnte, denn sie wird von allen Mitgliedstaaten der EU anerkannt und ist heute schon in mehr als 20 Produktgruppen anzutreffen, von Haushaltsgeräten bis hin zu Textilien.

Welche speziellen Aktionen und Serviceleistungen bieten Sie Ihren Kunden?

Loschelder: Gemeinsam mit UPM haben wir brandaktuell eine neue Mappe mit Anwendungsbeispielen entwickelt, in der sich sehr schön die Wirkung des Farblaserpapiers „Future imagetech” in unterschiedlichen Grammaturen vergleichen lässt. Diese Mappe kann bei der Igepa Group angefordert werden. Zum Thema Farblaser oder bei anderen Fragen stehen unsere Mitarbeiter außerdem gerne auch für eine Fachberatung zur Verfügung. Denn schließlich setzen wir mit unseren 21 Vertriebs- und Logistikstandorten in Deutschland ganz besonders auf regionale Nähe, die sich letztendlich auch in absoluter Zuverlässigkeit bei der termingerechten Lieferung äußert.

Kontakt: www.upm-kymmene.com, www.igepagroup.de

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