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Eine Frage der Haltung

Zum gesunden Arbeiten gehört auch ergonomisches PC-Zubehör. Wir sprachen mit Felix Petzel von Microsoft Deutschland über den „Mausarm“ und den Fachhändler als Berater in Fragen der Büroarbeit.

Herr Petzel, jeder Computernutzer arbeitet mit „irgendeiner“ Tastatur oder einer Maus, aber aus welchem Anlass kommt der Kunden in den Fachhandel?

Felix Petzel, Head of PR & Communications Interactive Entertainment Business bei Microsoft: Ergonomen wirken von Beginn an bei der Produktentwicklung mit.
Felix Petzel, Head of PR & Communications Interactive Entertainment Business bei Microsoft: Ergonomen wirken von Beginn an bei der Produktentwicklung mit.

Eigentlich spielt es keine Rolle, ob es ein Student ist, eine Hausfrau oder ein Geschäftsmann – Bildschirmarbeit gehört für Millionen Deutsche zum Alltag. Gleichzeitig gehören gesundheitliche Probleme bei der Nutzung der Tastaturen und dem Führen der Computermaus zum Alltag vieler Menschen, denn die Haltung, in die uns die Produkte zwingen, sind unnatürlich. Oftmals sind es also Probleme, die den Kunden nach einer Alternative suchen lassen. Und es sind die Intensivnutzer, denen gutes ergonomisches PC-Zubehör am Herzen liegt.

Welche gesundheitlichen Probleme plagen denn die Büroarbeiter am häufigsten und wie lassen sich vermeiden?

Von schmerzhaften Phänomenen wie beispielsweise dem „Mausarm“ – oder medizinisch korrekt „Repetitive Strain Injuries“ (RSI) – kann jeder PC-Anwender betroffen sein. Zunächst gilt aber: Der Arbeitsplatz muss richtig eingerichtet sein, das fängst schon bei der richtigen Sitzhöhe und der passenden Höhe von Schreibtisch und Bildschirm an. Darüber hinaus macht es aber auch einen großen Unterschied, mit welchem Computerzubehör wir arbeiten: Maus und Tastatur müssen so gestaltet sein, dass sie dem Nutzer eine ergonomisch günstige Arbeitsposition erlauben und die Hände in eine möglichst natürliche Haltung bringen.

Worauf sollte der Fachhändler beim Beratungsgespräch achten?

Er sollte den Anwender die Unterschiede der Produkte erklären und aufzeigen können, worauf es ankommt. Im Idealfall kann der Kunde die Produkte ausprobieren: Die Maus muss gut in der Hand liegen, die Bedienung muss intuitiv funktionieren, die Oberfläche muss sich angenehm anfühlen. An die Tastaturen werden ähnliche Anforderungen gestellt, eine zusätzliche Handballenauflage sorgt für eine bequemere Position und entlastet die Handgelenke, beispielsweise bietet unser „Natural Ergonomic Keyboard 4000“ eine solche gepolsterte Auflage. Auch der Hinweis auf ein Qualitätssiegel wie das AGR („Aktion Gesunder Rücken“) sollte nicht fehlen. Wir lassen unsere Hardwareprodukte von der AGR zertifizieren.

Auf den ersten Blick scheinen sich die Produkte der wichtigsten Peripherie-Anbieter sehr zu ähneln ...

Microsoft zeichnet eine langjährige Erfahrung im Bereich ergonomische Hardware aus. Die Problematik von Mausarm und Co. haben wir früh erkannt und schon 1993 die weltweit erste ergonomische Maus auf den Markt gebracht. Microsoft bindet bei der Produktentwicklung Ergonomen in die Arbeit ein. Wir bieten als einziges Unternehmen ein komplettes Portfolio an ergonomischem Computerzubehör an. Und, wie bereits erwähnt, arbeiten wir eng mit der AGR zusammen. Der Verein hat die positiven Effekte der ergonomischen Produkte von Microsoft Hardware erkannt: Bereits mehrere Modelle aus dem Portfolio wurden von der AGR geprüft und in der Folge als rückenschonende Hardware empfohlen.

Welche Maßnahmen des Fachhändlers fördern den Verkauf gegenüber Privat- und Geschäftskunden? Welche Unterstützung bietet Microsoft Hardware?

Idealbeispiel für einen Büroarbeitsplatz: Anspruchsvolle Kunden sind bereit, für hochwertige, ergonomische Produkte auch mehr Geld auszugeben.
Idealbeispiel für einen Büroarbeitsplatz: Anspruchsvolle Kunden sind bereit, für hochwertige, ergonomische Produkte auch mehr Geld auszugeben.

Der Händler profitiert beim Verkauf von Computerzubehör von einer interessanten Marge. Während beim Verkauf von Computern nur eine Marge von durchschnittlich zehn Prozent drin ist, birgt der Zubehörbereich mit einer bis zu drei Mal so hohen Marge ein wesentlich größeres Potenzial. Allerdings erwirbt nur jeder vierte Kunde beim Kauf eines PCs auch das passende Zubehörprodukt. Hier sollte der Händler ansetzen: Wird ein Kunde schon beim ersten Kaufinteresse umfassend beraten und wird ihm auch gleich das passende Zubehör angeboten, lässt sich diese Quote deutlich erhöhen. Wir unterstützen die Fachhändler an dieser Stelle unter anderem mit Zweitplatzierungs- oder Couponaktionen, um das Absatzpotenzial der Zubehörprodukte optimal auszunutzen. Das nötige Fachwissen, das so wichtig für die erfolgreiche Beratung ist, vermitteln wir in regelmäßigen Schulungen und stellen Produktinformationen sowie PoS-Material auf unserem Microsoft Partnerportal „Expertzone“ zur Verfügung.

Was sind die aktuellen Produkt- und Designtrends bei Tastaturen und Mäusen? Was suchen die Kunden und wo liegen wichtige Preisschwellen?

Es gibt drei entscheidende Trends, die wir erfolgreich in unsere Produktentwicklung integrieren: Mobilität, Design und Ergonomie. Viele Kunden entscheiden sich für Notebooks oder Netbooks. Hierfür die richtigen Produkte anzubieten und den Kunden richtig zu beraten, ist enorm wichtig. Dabei erwartet der Kunde natürlich nicht nur gute Qualität, auch das Design der Produkte wird immer wichtiger. Zu Ihrer Frage, wo die wichtigen Preisschwellen liegen: Wir bieten eine breite Produktpalette in verschiedenen Preissegmenten. Von der Einsteigermaus für zehn Euro bis zur „Touch Mouse“, der ersten „Multitouch“-Maus von Microsoft für knapp 80 Euro, ist für jeden etwas dabei. Den Schwerpunkt sehen wir hier aber ganz klar bei hochqualitativen Produkten und hier legen wir auch unseren Fokus in die Produktentwicklung, um optimale Peripherie für hohe Ansprüche anzubieten.

www.microsoft.de

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