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Datenschutz ins Bewusstsein bringen

Das Thema „Datenschutz im Unternehmen“ spielt bei den Endkunden eine immer größere Rolle. Dem Fachhandel bringt dies interessante Chancen, wie die Händler Hees Bürowelt in Siegen und Ormanns in Düsseldorf bestätigen.

Hees Bürowelt, Vollsortimenter rund ums Büro für den gewerblichen Bereich, legt mit dem IT-Systemhaus einen Schwerpunkt im Segment Datensicherheit in Unternehmen. Der Bürodienstleister fokussiert sich auf mittelständische Unternehmen mit bis zu hundert Büro-Arbeitsplätzen im Umkreis von 50 Kilometern.

Im Leistungsbereich Bürotechnik als einem von vier Kompetenzfeldern liegt der Schwerpunkt beim „Paper-Output“, das 85 Prozent des Umsatzes in diesem Geschäftsbereich ausmacht. Wichtig sei auch das digitale Diktieren, ein neues Segment, „das Spaß bringt“, so Hees-Geschäftsführer Michael Leipold. Hinzu kommen die Aktenvernichter. Es werde noch viel zu „schludrig“ mit firmeninternen Daten umgegangen, meint der Firmenchef. „Neben jeden Kopierer gehört heute ein Aktenvernichter, kein Papierkorb.“ Die Sensibilität für dieses Thema müsse aber bei den Kunden häufig erst geschaffen werden.

Datenschutz macht nicht beim Aktenvernichter halt: Bei Hees Bürowelt spielt in der Systemhaussparte zudem das Thema Informationssicherheit eine zentrale Rolle.
Datenschutz macht nicht beim Aktenvernichter halt: Bei Hees Bürowelt spielt in der Systemhaussparte zudem das Thema Informationssicherheit eine zentrale Rolle.

Datenschutz macht nicht beim Aktenvernichter halt: Bei Hees Bürowelt spielt in der Systemhaussparte zudem das Thema Informationssicherheit eine zentrale Rolle.Informationssicherheit ist dabei eines der Kernthemen in dem stark dienstleistungsgetriebenen Geschäft des Hees-IT-Systemhauses. Laut Nils Koch, IT-Consultant und anerkannter Sicherheitsexperte im Hause, sei IT-Sicherheit nicht nur technischer Schutz, auch die Mentalität von Angestellten und Kunden sowie der juristische Rahmen müssen berücksichtigt sein, in puncto Datenschutz genauso wie bei gesetzlichen Vorschriften. Ein zusätzliches wichtiges Element des Datensicherungskonzeptes sei das Maß der Abhängigkeit unternehmenskritischer Prozesse von der IT-Infrastruktur des Unternehmens. „Wie viel Ausfall können Sie sich leisten?“ – diese Frage müsse beantwortet werden. Es gebe zwar den Grundschutzkatalog des BSI – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik – in dem man alles findet, was man braucht, um sicher zu sein. Die wenigsten Unternehmen trauen sich eine Umsetzung 1:1 zu, aus Zeit- oder Kompetenzmangel. Die komplette Umsetzung sei auch meist nicht nötig, beschreibt Koch. Ausreichend ist genau das Maß an Sicherheit, das den individuellen Anforderungen des Unternehmens entspricht. Ein Ist/Soll-Vergleich führt zu Handlungsempfehlungen an den Kunden. Die Forderung nach mehr IT-Sicherheit kommt meist von außerhalb. Beispiele dafür sind eine angestrebte QS- Zertifizierung, neue Gesetze, Versicherungsanforderungen, Lieferantenkonditionen, Kundenwünsche, Auflagen von Kreditgebern.

Neben technischen Aspekten spielen auch organisatorische Komponenten in der Unternehmenssicherheit eine wichtige Rolle. Die Mitarbeiter müssen verstehen, warum sie zum Beispiel sichere Passwörter verwenden müssen, warum die Rechner in der Mittagspause gesichert werden sollten usw. Speziell zu diesem Thema führt Hees auch Mitarbeiter-Schulungen als Sensibilisierungsmaß­nahme durch. Besonders das Thema Datensicherung werde häufig unterschätzt, meint Koch. Ein Backup sei auch für die Mitarbeiter-PCs notwendig, wenn hier relevante Daten gelagert werden. Ferner sollten Firmen-Notebooks durch eine Verschlüsselung geschützt werden. Um im Brandfall sicher zu sein, sollten Backup-Medien extern gelagert werden, diese müssen regelmäßig auf Lesbarkeit überprüft werden, und der schnelle Zugriff muss sichergestellt sein – auch im Urlaub oder Krankheitsfall des Systemadministrators. Dies sind Beispiele für „Puzzle“-Teile, die es im Rahmen eines Sicherheitskonzepts zusammenzusetzen gilt.

Wachsende Bedeutung bei Ormanns Im Bereich Datensicherheit sieht Norbert Rölike, Geschäftsführer beim Düsseldorfer Büro-Fachhändler Ormanns, ein echtes Wachstumspotenzial. Allerdings sei das Thema bei den Kunden vielfach noch nicht so angekommen, wie man sich das wünsche. „Der Aktenvernichter selbst ist leider ein recht nüchternes Gerät ohne viel Emotion – Erfolge zeigen sich immer dann, wenn der Außendienst für die Thematik sensibilisiert“, so der Firmenchef. Umso wichtiger sei eine aktive und engagierte Zusammenarbeit mit den Lieferanten.

Datenschutz als Zukunftsthema: Ormanns-Geschäftsführer Norbert Rölike (rechts, zusammen mit HSM-Vertriebschef Bürotechnik Zentraleuropa Jürgen Walker) baut vor allem auf die Zusammenarbeit mit engagierten Lieferanten.
Datenschutz als Zukunftsthema: Ormanns-Geschäftsführer Norbert Rölike (rechts, zusammen mit HSM-Vertriebschef Bürotechnik Zentraleuropa Jürgen Walker) baut vor allem auf die Zusammenarbeit mit engagierten Lieferanten.

Datenschutz als Zukunftsthema: Ormanns-Geschäftsführer Norbert Rölike (rechts, zusammen mit HSM-Vertriebschef Bürotechnik Zentraleuropa Jürgen Walker) baut vor allem auf die Zusammenarbeit mit engagierten Lieferanten.Am Partner HSM schätzt er die persönliche 1a-Betreuung, die Fachkompetenz und das umfassende Geräteangebot, das für alle Einsatzzwecke und Sicherheitsstufen etwas zu bieten habe. Preis, Leistung und die Unterstützung bei der Endkunden-Betreuung stimmen, ebenso die vom Hersteller angebotenen Garantie- und Service-Pakete, so seine Einschätzung.

Wichtig ist für Ormanns zudem das um-fangreiche Schulungsangebot in der HSM-Akademie. Wie Jürgen Walker, Vertriebschef Bürotechnik Zentraleuropa bei HSM, ergänzt, werden im Rahmen der Akademie seit dem vergangenen Jahr auch Datenschutzschulungen für Endanwender angeboten. Inhalte sind neben der Besichtigung der Produktionsstätten in Salem und Frickingen vor allem Informationen zum Datenschutzgesetz sowie spezielle Lösungen zur datenschutzgerechten Vernichtung von Datenträgern. „Da die Informationen herstellerneutral gehalten sind, wird das Angebot recht intensiv von Organisationsleitern, Datenschutzbeauftragten und Einkaufsverantwortlichen angenommen“, bestätigt Walker. Der Händler selbst profitiert davon, da er die Schulungen kostenlos seinen Kunden anbieten kann.

www.ormanns.de, www.hees-buerowelt.de

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