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CeBIT vor Veränderungen

Mit neuen Aktivitäten wie der „digital imaging“-Plattform in Halle 23 will die Deutsche Messe AG in Hannover in diesem Jahr dem Besucherrückgang gegensteuern. Für 2008 ist eine grundlegende Neupositionierung der CeBIT angedacht.

Treffpunkt Hannover: Die CeBIT steht vor einer umfangreichen Umstrukturierung. Für den Handel gibt es in diesem Jahr mit „Planet Reseller“ und „digital imaging“ interessante Anlaufstationen.
Treffpunkt Hannover: Die CeBIT steht vor einer umfangreichen Umstrukturierung. Für den Handel gibt es in diesem Jahr mit „Planet Reseller“ und „digital imaging“ interessante Anlaufstationen.

Treffpunkt Hannover: Die CeBIT steht vor einer umfangreichen Umstrukturierung. Für den Handel gibt es in diesem Jahr mit „Planet Reseller“ und „digital imaging“ interessante Anlaufstationen.In den Kalendern vieler Händler ist die CeBIT längst kein Pflichttermin mehr. Die weltgrößte Computermesse ist vor allem wegen den erneuten Absagen von Branchengrößen wie Nokia, LG Electronics, Konica Minolta oder Motorola zur Neuausrichtung gezwungen. Vor allem weil die großen Konzerne inzwischen nicht mehr nach Hannover kommen, droht der kommenden Veranstaltung vom 15. bis 21. März bei Umsatz und Ausstellungsfläche ein weiterer Rückgang von rund 15 Prozent. Bereits in den vergangenen Jahren war die Zahl der Netto-Ausstellungsfläche, die für die Messe wichtigste Kennziffer, kontinuierlich zurückgegangen. Betrug sie 2001 im CeBIT-Rekordjahr noch 431 000 Quadratmeter, lag sie 2006 bei nur noch 303 000 Quadratmetern. Auch die Zahl der Aussteller nahm von rund 8100 auf 6200 im vergangenen Jahr ab.

Grundlegende Neuausrichtung notwendigInformationen zufolge arbeiten die CeBIT-Macher an einer grundsätzlichen Neuausrichtung von 2008 an. Ziel sei es, unter anderem das „Erscheinungsbild der Messe nachhaltig zu verbessern“. So hatte beispielsweise der Branchenverband Bitkom Ende des vergangenen Jahres moniert, die CeBIT sei keine Spiele- und Unterhaltungsmesse, sondern müsse den geschäftlichen Charakter deutlicher herausstellen. Dabei soll bei den angedachten Veränderungen das Profil der Messe als „Profimesse“ gestärkt werden. Damit will sich die CeBIT wieder stärker von der Verbraucher-Elektronik-Show IFA in Berlin abgrenzen, die zudem jetzt jedes Jahr ihre Pforten öffnet. Dies war auch als Angriff auf die CeBIT gewertet worden. Für die Aussteller soll insbesondere die Effektivität der Messebeteiligung deutlich erhöht werden. Im Gespräch sind eine Verkürzung auf sechs Tage sowie eine neue Tagesfolge von Montag bis Samstag. In diesem Jahr findet die Messe noch von Donnerstag bis Mittwoch statt. Hintergrund der „CeBIT-Krise“ ist der rasante Wandel des Hightech-Marktes, zu dem vor allem ein steigender Kostendruck zählt. Als Problem wird in der Branche auch gewertet, dass die deutschen Töchter ausländischer Großkonzerne zum Teil nicht mehr selbst bestimmen können, ob sie an solch einer Großmesse teilnehmen können. Um Kosten zu sparen, sagten die Konzernzentralen den Messeauftritt entweder ganz ab oder verringerten die Ausstellungsfläche deutlich. Darüber hinaus, und dies ist mithin der entscheidende Faktor, hat sich das Informationsbeschaffungsverhalten gerade des Handels in Zeiten von Internet und Globalisierung deutlich verändert: Kleine, regionale Veranstaltungen mit einem überschaubaren zeitlichen Aufwand und zudem einem persönlichen Charakter haben Zulauf, die großen, so genannten Leitmessen verlieren an Bedeutung.

Von „Planet Reseller“ bis „digital imaging“Auch wenn die großen Zeiten der CeBIT als absolute Pflichtveranstaltung vorbei sind, für den entsprechend ausgerichteten Händler können sich bei optimierter Planung interessante Möglichkeiten und Kontakte ergeben. Erste Anlaufstelle für Fachhändler aller ITK- und CE-Sparten ist sicher der „Planet Reseller“ in Halle 25, der in diesem Jahr sein fünfjähriges Jubiläum feiern kann. Auf einer Fläche von rund 10 000 Quadratmetern werden etwa 100 Aussteller Informationen, Produkte und Lösungen präsentieren. Wie bisher stehen die Kontakte zu den Handelspartnern im Vordergrund – entweder am Stand des jeweiligen Ausstellers, im Bistro-Bereich oder in den verschiedenen Besprechungs-Lounges. Ausstellen werden unter anderem Firmen wie Cherry, API, BHS Binkert, Packard Bell, Koch Media oder Tom Tom. Darüber hinaus stehen dem Handel allein im Bereich „Digital Equipment & Systems“ ›› Digital Imaging ‹‹ neun Hallen (1 bis 2 und 19 bis 25) zur Verfügung. Informationen „rund um das Bild“ will die Sonderschau „digital imaging“ in Halle 23 liefern – und dies vom Erfassen, Bearbeiten, Speichern, Übertragen und Ausgeben bis zu Service und Verbrauchsmaterialien. Die Sonderschau will dabei mehr als eine reine Produktschau sein. Ein in Zusammenarbeit mit dem adf (arbeitskreis digitale fotografie) organisiertes Vortragsforum präsentiert zudem aktuelle Aspekte der digitalen Fotografie. Ein weiterer interessanter Bereich speziell für den Handel ist die Sonderschau „Lifestyle&CeBIT“ mit digitaler Unterhaltungselektronik in 16 unterschiedlich eingerichteten Wohnund Arbeitsszenarien.

Kontakt: www.cebit.de

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