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Smarte Lösungen für komplexe Workflows

Hard- und Softwarelösungen müssen passgenau ineinander greifen. Im November präsentierte Lexmark nicht nur zahlreiche neue Outputsysteme, sondern gab auch einen Einblick in die strategische Ausrichtung.

Der Farb-MFP „CX510“ bietet durch die Lexmark-Farbabstimmungstechnologie für das Drucken der Pantone-Farbtabellen die Möglichkeit, hochwertige Farbdokumente zu drucken.
Der Farb-MFP „CX510“ bietet durch die Lexmark-Farbabstimmungstechnologie für das Drucken der Pantone-Farbtabellen die Möglichkeit, hochwertige Farbdokumente zu drucken.

„Es ist ein Jahr der Herausforderung und des Wandels“, sagt Deutschland-Geschäftsführer Hartmut Rottstedt von Lexmark. Denn: Kurze Innovationszyklen und geringe Margen belasten das Hardware-Geschäft. Hinzu kommen rückläufige Druckvolumina und ein rapides Wachstum digitaler Informationen, die zu einem schier unüberschaubaren Wust unstrukturierter Daten führen. Veränderungen, auf die sich der 1991 von IBM ausgegliederte Druckerhersteller nicht nur hardwareseitig eingestellt hat. Seit 1999 bietet das in Dietzenbach ansässige Unternehmen seinen Partnern und Kunden Lösungen und Strategien, um mit maßgeschneiderten Managed Print Services die Effizienz der unternehmensweiten Druckprozesse zu optimieren. Und inzwischen ist der Hersteller bei den Marktforschern Gartner und IDC als „Leader“ im Segment Managed Print Services im „Magic Quadrant“ verortet. Die Konsolidierung von Druckinfrastrukturen, die bei den Großkunden um das Jahr 2000 begonnen hat, ist weitestgehend abgeschlossen, berichtet Rottstadt. „75 Prozent der 500 Top-Unternehmen haben ihre Hausaufgaben erledigt.“ Bis 2015 rechnet der Lexmark-Deutschland-Chef daher mit einem weiteren Rückgang der Nachfrage – sowohl bei der Hardware als auch beim Volumen. Dass sich die Tagline „Weniger drucken – mehr sparen“ gerade für einen Druckerhersteller eher ungewöhnlich anhört, weiß der Manager. Zwar habe der Markt mit rund 18 Milliarden US-Dollar nach wie ein beträchtliches Volumen. Doch während das reine Hardware-Geschäft rückläufig ist, verzeichnen Themen wie MPS und Enterprise Content Management (ECM) satte Wachstumsraten. Bis 2015 rechnet man bei Lexmark hier mit einer Verdopplung des Marktpotenzials auf rund 11 Milliarden US-Dollar.

Den Wandel im Blick: Lexmark Deutschland- Geschäftsführer Hartmut Rottstedt (r.) und Stefan Welcker, Regional Director DACH bei Perceptive Software, sind die Treiber der strategischen Neuausrichtung
Den Wandel im Blick: Lexmark Deutschland- Geschäftsführer Hartmut Rottstedt (r.) und Stefan Welcker, Regional Director DACH bei Perceptive Software, sind die Treiber der strategischen Neuausrichtung

Mit der Akquisition des ECM-Spezialisten Perceptive Software vor rund zweieinhalb Jahren hat Lexmark seine Transformation zum Anbieter ganzheitlicher Dokumenten- und Informationsmanagement-Lösungen eingeleitet. Bis März kamen mit dem Business-Process-Management-Anbieter Pallas Athena, dem Spezialisten für intelligente Datenerfassung Brainware, Isys, einem der führenden Anbieter von Enterprise-Search-Software, und Nolij, einem Spezialisten für webbasierte Document-Imaging- und Workflow-Lösungen,

noch vier weitere Anbieter hinzu. „Die Lexmark von früher gibt es nicht mehr“, weiß Deutschland-Chef Rottstedt. Unter den Schlagworten „Capture, Process, Search und Content“ biete Lexmark unter dem Dach von Perceptive Software flexible Lösungen von der Datenerfassung über Dokumenten- und Informationsmanagement bis hin zur Prozess-Automatisierung.

Das monochrome MFP „MX611“ druckt bis zu 47 Seiten pro Minute und bietet über einen 17,8 Zentimeter Farbtouchscreen Zugang zu vorinstallierten Lösungen.
Das monochrome MFP „MX611“ druckt bis zu 47 Seiten pro Minute und bietet über einen 17,8 Zentimeter Farbtouchscreen Zugang zu vorinstallierten Lösungen.

„Den Change-Prozess zu bewältigen, ist eine große Herausforderung“, kennt Rottstedt, der mit dem Verlauf der Integration sehr zufrieden ist, die Herausforderung der Neupositionierung. Die Akquisitionen der Lösungsanbieter seien keine Zwangsintegration, da diese unter dem Dach von Perceptive weitestgehend ihre Eigenständigkeit behalten. Und auch „die Einbindung des Fachhandels bei der Vermarktung der Softwarelösungen hat für uns einen hohen Stellenwert.“ Es sei jedoch wichtig, dass die Vertriebspartner über das notwendige Know-how und die personellen Ressourcen verfügen, um ihre Kunden professionell beraten und betreuen zu können. Unterstützt werden die Partner unter anderem mit Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen. Die Neuausrichtung werde sehr positiv aufgenommen, berichtet der Lexmark Deutschland-Chef, nicht zuletzt, weil sich „dadurch zusätzliche Chancen eröffnen, Umsatz zu generieren“.

Potenziale, die auch Stefan Welcker, Regional Director DACH bei Perceptive Software, sieht: „Unternehmen haben die Schwierigkeit, zeitgerecht auf alle relevanten Informationen zuzugreifen beziehungsweise diese zusammenzuführen, da diese in unterschiedlichsten Systemen und Formen vorliegen“. Um die oft wertvollen Informationen zugänglich zu machen, müsse man nicht nur alle Quellen anzapfen, sondern auch die Inhalte erschließen und strukturieren können, nennt Welcker die Anforderungen. „Diese Lücke zwischen Inhalten und Prozessen zu schließen, ist mit Standard-Tools extrem schwierig.“ Bei Perceptive Software setzt man deshalb nicht nur auf das umfangreiche eigene Portfolio, sondern auch auf individuelle und „intelligente“ Lösungen, um den komplexen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden.

Der Fokus liege künftig ausschließlich auf dem B2B-Geschäft, sagt Michael Lang, Direktor Channel & Retail DACH bei Lexmark Deutschland. Dabei „bleibt die Hardware ein elementares Standbein.“
Der Fokus liege künftig ausschließlich auf dem B2B-Geschäft, sagt Michael Lang, Direktor Channel & Retail DACH bei Lexmark Deutschland. Dabei „bleibt die Hardware ein elementares Standbein.“

B2B-Geschäft im Fokus

Damit Partner und Kunden von den Software-Lösungen profitieren, ist nach wie vor leistungsfähige Hardware ein wesentlicher Bestandteil. Für Aufsehen hatte Lexmark hier jüngst mit dem Ausstieg aus dem Geschäft mit Tintenstrahldruckern gesorgt. Wichtiger als Drucktechnologien seien die Fragen was, wann und wo gedruckt wird und wie sich Workflows und die Bedürfnisse der Kunden entwickeln, erklärt Michael Lang, Direktor Channel & Retail DACH bei Lexmark Deutschland. Ein großer Fokus des Outputspezialisten, der sich neben Services künftig verstärkt auf das Geschäft mit Lösungen für B2B-Kunden konzentrieren will, liege auf dem Thema Software. „Dennoch bleibt die Hardware ein wichtiges Standbein“, weiß Lang. Da die Hardware einen sehr hohen Anteil am Gesamtumsatz ausmacht sei sie ein Fundament des Geschäfts und ein State-of-the-Art-Portfolio Pflicht. Und so stellte der Lösungsanbieter auch eine ganze Reihe neuer Lasersysteme vor. Mit mehr als 60 Geräte-Typen in sechs Serien gehört die Einführung der „Smart“-Multifunktionsgeräte (MFPs) und -drucker zu den bedeutendsten Produktvorstellungen der Firmengeschichte. Beim neuen Line-Up hat sich nicht nur in puncto Namensgebung, die logischer geworden ist, einiges getan. So konnte man mit einen Instant-Warm-Up-Fuser die Ausgabedauer der ersten Seite deutlich senken. Neben technischen Spezifikationen wie serienmäßig integrierten Dual-Core-Prozessoren, höheren Druckgeschwindigkeiten oder vorinstallierten Lösungen sowie Unterstützung der AirPrint-Funktion hat der Hersteller eigenen Angaben zufolge die Energieeffizienz aller neuen Systeme um bis zu 30 Prozent verbessert und sich so für die künftigen Anforderungen unter anderem von Energie Star und Blauem Engel gerüstet. Auch bei den Verbrauchsmaterialien bietet Lexmark mit Reichweiten von über 45 000 Seiten und der neuen „Unison“-Toner-Technolgie Mehrwerte. „Toner sind bares Geld für die Partner“, weiß Lang. Mit der eigenentwickelten „Unison“-Technologie setzt der Hersteller auf eine Zwei-Komponenten-Lösung, durch die unter anderem die Lebenszeit des Photoleiters erhöht wird. Mit größeren Displays und verbesserten Scannleistungen zeigt sich die strategische Neuausrichtung auch in der Produktstrategie. Die Geräte basieren auf einer erweiterten Technologieplattform, die es Anwendern ermöglicht, von produktivitätssteigernden Software-Lösungen zu profitieren.

www.lexmark.de

www.perceptivesoftware.de

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