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Francotyp-Postalia baut Fachhandelsvertrieb aus

Francotyp-Postalia will seine Vertriebsstrategie erweitern und setzt dabei auf den regional verankerten Fachhandel, der die Produkte und Lösungen künftig anbieten soll. Wir sprachen mit Thomas Grethe, Vertriebsvorstand bei Francotyp-Postalia.

Herr Grethe, macht es im Zuge des digitalen Hypes Sinn für den Fachhandel auf Klassiker wie Frankier- und Kuvertiermaschinen zu setzen? Wo liegt der Mehrwert?

Thomas Grethe, Vertriebsvorstand bei Francotyp-Postalia
Thomas Grethe, Vertriebsvorstand bei Francotyp-Postalia

Die zunehmende Digitalisierung ist ein wichtiger Trend, d. h. aber immer noch nicht, dass das Büro und die Briefkommunikation komplett papierlos geworden sind. Nach wie vor werden in Deutschland rund 17 Milliarden Briefe versandt. Diese müssen ausgedruckt und dann kuvertiert sowie frankiert werden. Insofern sehen wir unsere Frankier- und Kuvertiermaschinen als perfekte Ergänzung zum Drucker- und Kopiergeschäft. Davon unbenommen ist auch das Softwaregeschäft sehr wichtig, da die Kunden viele Dokumente auch vollelektronisch verschicken werden. Der Kunde legt zunehmenden Wert seine Dokumente effizient und flexibel verarbeiten zu können. Wenn der Fachhandel die Verarbeitung der Dokumentenerstellung mit sinnvollen Produkten erweitert, so bietet er dem Kunden nicht nur Effizienz, sondern auch Komfort.

Sehen Sie De-Mail als zukunftsträchtige Kommunikationsform mit Umsatz-Potenzial für den Handel?

Ja, auf jeden Fall. Die Briefkommunikation des Kunden ist inzwischen sehr differenziert. Viele Dokumente werden noch per Post ganz klassisch als physischer Brief versandt. Für den Versand von größeren Briefvolumina, z. B. Rechnung oder Mailings nutzen Unternehmen zunehmend die Möglichkeiten des Auslagerns an Dienstleister wie uns. Dann werden aber auch viele Dokumente vollelektronisch versandt. Zurzeit meistens auf unsicherem, d. h. nicht vertraulichem Weg. Und genau für diese Briefvolumen bieten wir die De-Mail an. Wir sehen hier großes Potenzial.

Wie soll sich der Direktvertrieb von FP weiterentwickeln? Wird das Wettbewerbsumfeld nicht zu eng?

Wir haben für den Direktvertrieb eine neue Strategie entwickelt. Hierbei geht es im Wesentlichen darum, den Kunden gezielter anzusprechen und ihm genau das anzubieten, was er in seiner Branche und für seine Unternehmens- oder Behördengröße an Unterstützung und Service zur Verarbeitung seiner Briefkommunikation benötigt. Soweit wir wissen, kann in Deutschland kein anderes Unternehmen physische, hybride und vollelektronische Briefkommunikation anbieten. Damit grenzen wir uns deutlich innerhalb des Wettbewerbs ab.

Chancen auf starkes Aftersales-Geschäft

Mit der Erweiterung seiner Vertriebsstrategie richtet sich das börsennotierte Traditionsunternehmen Francotyp-Postalia mit Hauptsitz in Birkenwerder bei Berlin an den klassischen Bürofachhandel sowie IT-Systemhäuser, die das bestehende Partnernetz ergänzen sollen. Synergien durch die neue Strategie sieht man bei Frankotyp-Postalia nicht nur im fließenden Übergang der Produkte, die sich direkt an das bestehende Geschäft der Fachhändler anschließen, sowie bei den Zielkunden. Die Frankier- und Kuvertiermaschinen versprechen auch ein starkes Aftersales-Geschäft mit Serviceleistungen und dem Verkauf von Verbrauchsmaterialien. Zudem bietet FP damit den Fachhandelsunternehmen die Möglichkeit, seine Softwarelösungen und Dienstleistungen zu vertreiben.

www.fp-francotyp.com

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