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Profitieren durch Schwarmintelligenz

Das Thema „Druck und Kopie“ nimmt bei Soennecken zunehmend an Fahrt auf. Wir sprachen darüber mit Winfried Schneider, Geschäftsfeldleiter Druck und Kopie bei der Overather Genossenschaft.

Herr Schneider, das Thema Druck und Kopie nimmt bei Soennecken zunehmend an Fahrt auf. Dies hat sich nicht zuletzt auch beim Treffen der „MPS-Professionals“ auf dem Nürburgring gezeigt. Vor rund einem Jahr haben Sie die Gruppe mit 18 Mitgliedsunternehmen gegründet. Wie hat sich die Gruppe seitdem entwickelt?

Winfried Schneider, Geschäftsfeldleiter Druck und Kopie der Soennecken eG
Winfried Schneider, Geschäftsfeldleiter Druck und Kopie der Soennecken eG

Die Gruppe hat sich unmittelbar nach Gründung einem Strategieprozess unterzogen. Als Ergebnis dieses Prozesses haben die Teilnehmer klar strukturierte Ziele festgelegt, die in den einzelnen Unternehmen anzustreben sind. Die gemeinsam entwickelte inhaltliche Definition von MPS in Form von einzelnen Bausteinen hat für Transparenz gesorgt und war Voraussetzung für den gemeinsamen Umsetzungsfahrplan, der nun in den Unternehmen abgearbeitet wird. Die unterschiedlichen Stärken der einzelnen Unternehmen sind in der Gruppe deutlich sichtbar geworden und werden von den Mitgliedern bei Projekten und zum Ausbau der eigenen Fähigkeiten genutzt. Durch das Zurückgreifen auf Fähigkeiten der Kollegen im Rahmen der MPS-Bausteine können die Mitglieder schon jetzt ihren Kunden ein breites MPS-Spektrum erfolgreich anbieten. Es ist der Gruppe gelungen, sich über diesen Austausch eine echte „Schwarmintelligenz“ zu sichern. Die Basis dafür ist das unbedingte Vertrauen untereinander und die Verlässlichkeit der einzelnen. Es freut mich ganz besonders, dass die Gruppe diese Ebene der Zusammenarbeit erreicht hat und diese Vorteile nutzt, um gemeinsam Projekte erfolgreich abzuschließen. Natürlich ist diese Form der Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch auch ausgesprochen hilfreich bei der Entwicklung der unternehmerischen Themen wie beispielsweise zielführende Provisionsregelungen, optimierte interne Prozesse, gemeinsame Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, Auswahl von Softwarelösungen. Bleibt noch zu erwähnen, dass die Gruppe an Stärke zugenommen hat und mittlerweile aus 22 Unternehmen besteht. Für die Zukunft ist weiteres Wachstum geplant, vorausgesetzt die „Chemie“ stimmt.

Mit der „Soennecken-Erfa-Drucken + Kopieren“ haben Sie im September nun eine zweite Gruppe rund um das Thema Paper-Output gegründet. Wen adressieren Sie mit dem Angebot?

Das ist ein Angebot an alle Soennecken-Mitglieder, die sich in ihren Unternehmen mit dem Thema Paper-Output beschäftigen. Die Workshops dienen dem intensiven Erfahrungsaustausch der Mitglieder, es werden die aktuellen Marktthemen der Mitglieder besprochen und diskutiert und Best-Practice-Modelle der Teilnehmer vorgestellt. Soennecken organisiert die Workshops und sorgt auf Wunsch der Teilnehmer für fachlichen Input. Im ersten Workshop mit zwölf Teilnehmern ging es um Themen wie „Wieviel MPS verträgt der Mittelstand“ oder „Beispiele für erfolgreiche Hausmessen“. Die Teilnehmer haben sich ürigens gleich für einen nächsten Workshop im März 2013 verabredet.

Wie sehen Sie die beiden „Druck-und-Kopie“-Gruppen im Markt positioniert?

Die „Soennecken-MPS-Professionals“ verfügen in Summe über das höchste MPS-Know-how der Branche. Alle Anforderungen der Kunden können gemeinsam erfüllt werden. Das heißt für uns aber nicht, dass wir uns in Ruhe zurücklehnen können, denn die Marktentwicklung ist rasanter denn je. Um die zukünftigen Erwartungen und Ansprüche der Kunden erfüllen zu können, arbeiten wir heute bereits mit Hochdruck an neuen Dienstleistungen und Lösungen. Gleichzeitig erweitern wir unser Angebotsspektrum in Richtung Managed Services. Wichtig ist uns dabei, die Mitarbeiter unserer Mitglieder mitzunehmen und zu qualifizieren.

Mit der „Soennecken-Erfa-Drucken + Kopieren“ bieten wir unseren Mitgliedern eine Plattform, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, gemeinsam Schwierigkeiten zu bewältigen, Zugriff auf aktuelle Informationen und Trends zu bekommen, Marktthemen gemeinsam zu bewerten, sich über Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen zu informieren und unternehmerische Entscheidungen abzusichern. Wie wir mit Freude beobachten, bildet sich auch hier ein Netzwerk von Kollegen, die sich auch zwischen den Workshops austauschen und gegenseitig unterstützen. Das entspricht voll und ganz unserer Vorstellung einer modernen Genossenschaft.

MPS, Dokumentenmanagement, Lösungsgeschäft – wohin geht die Reise im Markt und welche aktuellen Trends beobachten Sie?

Strategie-Workshop der Soennecken-MPSProfessionals: „Das höchste MPS-Know-how der Branche“
Strategie-Workshop der Soennecken-MPSProfessionals: „Das höchste MPS-Know-how der Branche“

Es klingt abgedroschen, aber man kann es nicht oft genug betonen: Das reine Hardwaregeschäft bietet für den Fachhandel mittelfristig keine ausreichenden Erträge mehr. Die Kunden erwarten von einem spezialisierten Anbieter mehr als nur „Kistenschieben“. Hier setzen wir an und wollen den Kunden Dienstleistungen kombiniert mit intelligenten Softwarelösungen anbieten, die dem Kunden mehr Zeit für seine Kernaufgaben verschaffen. Zusätzlich zu der entsprechenden Ausrichtung der Fachhandelsunternehmen halten wir es für nötig, sehr deutlich in Richtung Kunde zu kommunizieren, welche Mehrwerte er von modernen Dienstleistern der Branche erwarten kann. Mit zielgerichtetem Marketing wollen wir die Imageveränderungen unserer Mitglieder vom Hardwarelieferanten zum Dienstleister und Lösungsanbieter unterstützen.

Nicht nur der Handel auch die Industrie ist in der Pflicht, Händlern die richtigen Werkzeuge rund um das Thema MPS an die Hand zu geben. Kommen die Lieferanten dieser Aufgabe genügend nach? Wo sehen Sie Lücken?

Eine generelle Aussage würde der Marktsituation nicht gerecht. Es gibt sehr wohl Lieferanten, die erkannt haben, dass eine für den Kunden optimale Umsetzung von MPS in erster Linie durch einen produktneutralen Fachhandel möglich ist. Diese Lieferanten bieten den Händlern schon eine Vielzahl von MPS-Werkzeugen an. Mit Sorge beobachten wir Lieferanten, die in ihrer Direktvertriebsorganisation das Thema MPS aufgreifen, aber immer dann, wenn sie sich im Wettbewerb mit dem qualifizierten Fachhandel befinden, in alte Verhaltensmuster zurückfallen. Dann spielen offensichtlich die Mehrwerte von MPS keine Rolle mehr und die Hardwarepreise werden bis ins Bodenlose verrissen. Wenn dies auch noch im Wettbewerb mit einem Fachhändler aus den eigenen Reihen vorkommt, so finde ich das regelrecht unanständig. Hier scheint mir, dass noch erheblicher Abstimmungsbedarf bei der Industrie zwischen Fachhandels- und Direktvertrieb besteht.

Mit dem MPS-Park, in dem auch Soennecken wieder mit einem eigenen Stand präsent sein wird, bietet die CeBIT auch 2013 wieder eine Plattform rund um das Thema Printmanagement. Fortgesetzt wird zudem die Kooperation mit dem BBW, der wieder einen Kongress zum Thema veranstalten wird. Wie wichtig ist eine solche Plattform für Sie als Aussteller, aber auch für die Branche?

Wir sehen die CeBIT, insbesondere aber die Veranstaltung des BBW, als Möglichkeit, als Plattform des persönlichen Kennenlernens und des Austauschs mit Menschen aus der Branche. Gerade für die Weiterentwicklung des Themas Managed Service findet man auf der CeBIT das richtige Umfeld mit neuen Impulsen und wertvollen Informationen. Unsere Präsenz im MPS-Park der CeBIT werden die Mitgliedern der MPS-Gruppe im nächsten Jahr nutzen, um mit ausgewählten Kunden eine Anlaufstelle auf der Messe zu haben. Wir wollen gemeinsam mit unseren Mitgliedern den Dialog mit deren Kunden nutzen. Das Umfeld auf der Messe scheint uns dazu sehr geeignet zu sein.

www.soennecken.de

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