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Sensibilisierung für das Thema Datenschutz

Die im Oktober 2012 veröffentlichte neue Datenschutzrichtlinie DIN 66399 berücksichtigt erstmals auch die Datenschutzanforderungen bei digitalen Datenträgern. Eine neue Chance für den Fachhandel? Wir fragten nach bei den führenden Aktenvernichter-Herstellern.

Die Fragen:

1. Besteht im Bereich digitale Datenträger eine neue, echte Chance bei ihren Handelspartnern, damit bei ihren Kunden punkten zu können?

 

2. Bei welchen digitalen Datenträgern/Speichermedien sehen sie die größten Perspektiven und wie hat sich Ihr Unternehmen auf die neuen Anforderungen eingestellt?

Hans-Ulrich Sontheimer, Verkaufsleiter Deutschland bei Ideal/EBA Krug und Priester

1. Die DIN 66399 insgesamt ist eine wunderbare Steilvorlage für den Handel, um bei seinen Kunden zu punkten. Es besteht noch viel Aufklärungsbedarf bei den Endkunden und auch hier gilt: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Die alte DIN 32757 bezog sich ausschließlich auf Papier. Papier wird auch zukünftig rein mengenmäßig gesehen eine Hauptrolle spielen. Die Aufnahme digitaler Datenträger war aber ein wichtiges Kriterium für die neue DIN 66399, denn es gab für diesen Bereich keine Vorgaben und in der Folge viel Unsicherheit und Unwissenheit. Hier setzt die DIN 66399 neue Maßstäbe und sorgt für Klarheit in diesem wichtigen Segment des Datenschutzes. Ich empfehle für ausführliche Informationen unsere Info-Broschüre zur DIN 66399, die im Internet unter www.din-66399.com verfügbar und downloadfähig ist.

2. Der Bereich der digitalen Datenträger ist ständig in Bewegung. Während Disketten und CD’s an Bedeutung verlieren, sehen wir große Perspektiven beim Schutz von Festplatten und zum Beispiel bei ID- bzw. Kreditkarten. Besonders bei Festplatten besteht noch viel Aufklärungsbedarf, denn vielen Kunden ist gar nicht bewusst, wo überall Festplatten eingebaut sind und Daten dauerhaft gespeichert werden. Unser Festplattenlocher „IDEAL 0101“ zerstört Festplatten elektrisch und physisch so, dass sie nicht mehr lauffähig und lesbar sind und der Inhalt nur sehr theoretisch und mit Millionenaufwand rekonstruierbar wäre. Wir sehen im Bereich digitaler Datenträger-Vernichtung durchaus Wachstumschancen und werden in absehbarer Zeit interessante Neuheiten präsentieren.

www.krug-priester.com

Jürgen Walker, Vertriebsleiter Bürotechnik Zentraleuropa bei HSM Bürotechnik

1. Die Aufnahme von neuen Medien in die Norm ist ein toller Aufhänger, um auch über deren Vernichtung mit Kunden ins Gespräch zu kommen. Die Norm stellt jedoch innerhalb einer Sicherheitsstufe unterschiedliche Anforderung an die Vernichtung der verschiedenen Datenträgerkategorien, sprich Medien. So ist die Auswahl eines geeigneten Gerätes zwar etwas komplexer geworden, durch kompetente Beratung lassen sich aber zusätzliche Bedarfe bei Kunden generieren.

2. HSM hat das weltweit breiteste und tiefste Sortiment an Aktenvernichtern und bietet Lösungen für alle Einsatzbereiche vom privaten Einsatz bis hin zu Lösungen für die zentrale Aktenvernichtung sowie für die unterschiedlichsten Schutzbedarfe. Sei es die Sicherheitsstufe 2 oder 7. Wir beschäftigen uns bereits seit längerer Zeit mit der Vernichtung von digitalen Datenträgern wie CDs/DVDs, Festplatten oder USB-Sticks und bieten auch hier DIN-konforme Lösungen an. Die Securio-Modelle der Professional-Reihe P36, P40 und P44 sind Dank der separaten Schneidwerke die perfekte Kombination für die Vernichtung von klassische Medien wie Papier sowie neuen Medien.

www.hsm.eu

Frank Indenkämpen, Geschäftsführer Novus Dahle

1. Alle unsere Modelle lassen sich in mindestens eine bis in zu fünf der neuen Sicherheitsstufen einkategorisieren. Die DIN 66399 bietet dem Handel keinen Mehrwert in Form einer Leistungs- oder Qualitätserhöhung, sie beschreibt lediglich etwas, was unsere Aktenvernichter ohnehin schon leisten – nur konkreter und umfassender. Darin liegt auch der entscheidende Nutzen für Handel und Endanwender, die nun schneller und eindeutiger den Schutzbedarf von Daten klassifizieren und so ihre Anforderungen an das zu beschaffende Modell formulieren können.

2. Bei der Vernichtung von ausgemusterten Hard-Disks und Festplatten sind sowohl die Vorgaben der Elektronikschrott-Verordnung und des Abfallgesetzes als auch die mittlerweile sehr ausgereiften technischen Möglichkeiten zur Wiederherstellung selbst massiv zerstörter Festplatten zu beachten. Die 100-prozentig irreversible Vernichtung solcher digitaler Datenträger sowie die immer wichtiger werdende Verwertung der Rohstoffe ist und bleibt Aufgabe spezialisierter Unternehmen die bislang nicht unsere Zielgruppe sind. Dagegen steht der wachsende Bedarf an der Vernichtung massenhaft verbreiteter haushaltsüblicher digitaler Datenträger wie CDs, DVDs, Scheck- und Kreditkarten, die sofort, kostengünstig und unmittelbar an Ort und Stelle durchgeführt werden soll. Das mehr als 70 Modelle umfassende Sortiment von Dahle bietet dabei für jeden Anspruch das passende Produkt. Es hängt von der technischen Entwicklung künftiger Speichermedien ab, welche Arten der Vernichtung nach dem Zeitalter von DVD, Chipkarte & Co. dann erforderlich sein werden. Dahle ist durch sein technisches Know-how, langjähriger Erfahrung und seinen weltweiten Vertrieb gut gerüstet, diese Technik neu zu entwickeln und zu vermarkten.

www.dahle.de

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