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Multifunktionalität in der „Cloud“

Unter dem Motto „Trends, Themen, Technologien“ begrüßte Sharp Information Systems Anfang September knapp 120 Vertreter aus dem Fachhandel zu seiner Partnertagung 2010 in Bad Griesbach.

Klaus Bergter, Division General Manager der Solution Sales Division von Sharp, bei seiner Keynote im Kurhaus von Bad Griesbach
Klaus Bergter, Division General Manager der Solution Sales Division von Sharp, bei seiner Keynote im Kurhaus von Bad Griesbach

In seiner Keynote stimmte Klaus Bergter, Division General Manager der Solution Sales Division von Sharp, die Partner auf aktuelle Trends und neue, margenträchtige Betätigungsfelder im MFP-Business ein. „Unsere Produkt- und Software-Innovationen versetzen den Fachhandel in die Lage, auf die Top-Themen der Branche wie ‚Managed Print Services‘ und ‚Cloud Computing‘ ideal zu reagieren. Durch die Erweiterungen unseres Line-ups im Bereich Drucker und MFP können sie mit Sharp künftig alles aus einer Hand anbieten.“

Auf der Partnertagung konnten die Fachhändler erstmals einen Blick auf die neue MFP-Farbgeneration von Sharp werfen, die Anfang des kommenden Jahres in den Markt eingeführt werden soll. Neben dem neuen individuell anpassbaren Bedienpanel gehört der direkte Zugriff auf das Internet über das Touch-Screen zu den Highlights der Maschinen. „Die Bedienung ändert sich damit komplett“, erläuterte Torsten Bechler, Produktmanager Information Systems bei Sharp, „durch den Touch-Screen funktioniert sie ein bisschen so wie bei einem iPhone.“ Beispielsweise werde bei der Auswahl der Heftmodi anschaulich gezeigt, an welcher Stelle später die Klammern gesetzt werden. Und auch den Umweltgedanken habe man an vielen Stellen bei der Konstruktion einfließen lassen, führte Bechler weiter aus. Unter anderem verfüge die nächste Sharp-MFP-Generation über eine neue Rahmentechnik, die eine deutliche Gewichtsersparnis – und damit weniger CO2-Emissionen beim Transport – zur Folge hätte. Und durch die Kombination aus einer neuen Heizungstechnologie im Druckwerk mit einer verbesserten Steuerungselektronik würde der Energieverbrauch von durchschnittlich 5 Kilowattstunden pro Woche auf nur noch 1,5 Kilowattstunden sinken.

Die Geräte werden außerdem mit der neuen cloudfähigen Generation von Sharp OSA ausgestattet sein. „Die offene Systemarchitektur von Sharp ermöglicht künftig auch Multifunktionalität in der Cloud. Wir setzen damit ein Zeichen für Unternehmen, die in Zukunft verstärkt Softwareanwendungen und Rechenkapazitäten als externe Services über das Internet buchen wollen“, erklärte Klaus Bergter.

Rund 120 Fachhandelspartner informierten sich auf der Ausstellung und in zahlreichen Workshops über Sharp-Neuheiten und wichtige Branchenthemen.
Rund 120 Fachhandelspartner informierten sich auf der Ausstellung und in zahlreichen Workshops über Sharp-Neuheiten und wichtige Branchenthemen.

Viel Beachtung fanden auch die Produktneuheiten von Sharp für das Drucker- und MFP-Segment. Mit dem Farb-Printer MX-C380P und dem Schwarz-Weiß-System MX-B380P komplettiert das Technologieunternehmen sein Produkt-Portfolio.

Logischerweise drehte sich längst nicht alles nur um Hardware: So stellte Sharp eine kostenlose Software-Erweiterung für bereits am Markt befindliche MFPs vor, mit denen es möglich ist, einen Großteil der Pantone-Farben auch ohne Fiery-Server farbecht zu drucken. Mit von der Partie in Bad Griesbach waren daher auch etablierte Software-Anbieter wie DocuWare und Drivve sowie das Dresdner Systemhaus Trans4mation IT, das seine exklusiv für Sharp-Maschinen konzipierte Software für die Verwaltung und Analyse des Druckoutputs erstmals im Detail präsentierte. Ohnehin wurden die Fachhändler wiederholt für die Bedeutung des Lösungsgeschäfts sensibilisiert. So haben große Unternehmen wie auch zahlreiche Mittelständler das Thema Dokumentenmanagement vermehrt auf ihren Realisierungslisten. Klaus Bergter: „Das ist ein Riesenbereich, in dem wir gemeinsam Umsatz und Profit machen können.“

Abgerundet wurde der Händlerevent durch zahlreiche Workshops und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das die Händler zu einem zünftigen bayerischen Abend in die Brauerei Aldersbach führte, wo neben verschiedenen Musikgruppen auch der Comedian Matze Knoop für Stimmung sorgte.

Gaben die Übernahme der GOP durch Sharp bekannt: Klaus Bergter (2.v.r.) und die GOP-Vorstände Johannes Recker, Gerhard Ulrich, Frank Schmidt und Wilhelm Hamacher (v.l.).
Gaben die Übernahme der GOP durch Sharp bekannt: Klaus Bergter (2.v.r.) und die GOP-Vorstände Johannes Recker, Gerhard Ulrich, Frank Schmidt und Wilhelm Hamacher (v.l.).

Sharp übernimmt Mehrheit an GOP

Mit der Kölner Global Office Products (GOP) AG wird der Kopiererspezialist Sharp die erste seiner derzeit sechs Minderheitsbeteiligungen an Fachhandelsunternehmen in Deutschland vollständig übernehmen. Das gab Klaus Bergter, Division General Manager der Solution Sales Division von Sharp, am Rande der Partnertagung 2010 im niederbayerischen Bad Griesbach bekannt. Die Übernahme muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. GOP, mit Standorten in Köln, Bonn, Mönchengladbach und Hilden im Rheinland stark vertreten, soll auch nach der Übernahme eigenständig seine regionale Stärke weiter ausspielen können. Auch am Produktportfolio soll sich vorläufig nichts ändern. Neben dem Geschäft mit Kopier- und Drucksystemen ist die GOP AG auch auf die Büro- und Objekteinrichtung, Präsentationstechnik und Videokonferenzsysteme spezialisiert. Rund 75 Mitarbeiter sind bei dem 2002 gegründeten Unternehmen beschäftigt, das jährlich rund 21,4 Millionen Euro Umsatz erzielt. Die Integration in den Konzern solle, so Klaus Bergter, keinesfalls „mit der Axt“ geschehen. Vielmehr wolle man in Ruhe die Strukturen und die IT-Welt anpassen. Erleichtert werde die Transitionszeit, weil GOP-Vorstand Werner Hamacher dem Unternehmen auch sechs Monate nach der Übernahme noch zur Verfügung stehe. Klaus Bergter: „Jetzt geht es darum, die Stärken von GOP um die Stärken von Sharp zu ergänzen.“ In den kommenden Jahren will der Elektronikkonzern in Deutschland zehn bis zwölf Mehrheitsbeteiligungen im Fachhandel realisieren. Bergter betonte auf der Fachhandelsveranstaltung aber noch einmal, dass man keinen klassischen Direktvertrieb etablieren wolle, bei dem das Hard-Selling im Vordergrund steht. Derzeit ist Sharp an den Fachhandelsunternehmen Morgenstern in Reutlingen, Otten & Freckmann in Bochum, Janson & Even in Paderborn, Igeko in Nürnberg und Collatz + Schwartz in Hamburg beteiligt.

www.gop-ag.de

www.sharp.de

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