BusinessPartner PBS

Den Business-Anwender im Visier

Im vergangenen Jahr war Kodak angetreten, den „Inkjet-Drucker-Markt nachhaltig zu verändern“. Wir sprachen mit Dr. Martin Wadenpohl, Business Development Manager Inkjetsystems, über erste Erfahrungen und weitere Schritte.

Sieht mit den neuen Geräten verstärkt auch Business-Anwender als Zielgruppe: Dr. Martin Wadenpohl, Business Development Manager Inkjetsystems bei der Kodak GmbH in Stuttgart
Sieht mit den neuen Geräten verstärkt auch Business-Anwender als Zielgruppe: Dr. Martin Wadenpohl, Business Development Manager Inkjetsystems bei der Kodak GmbH in Stuttgart

Sieht mit den neuen Geräten verstärkt auch Business-Anwender als Zielgruppe: Dr. Martin Wadenpohl, Business Development Manager Inkjetsystems bei der Kodak GmbH in StuttgartHerr Dr. Wadenpohl, Kodak ist Anfang des vergangenen Jahres angetreten, sich im Home-Printing-Markt ein Stück vom Kuchen abzuschneiden. Wie hat der Handel, wie haben die Endkunden auf das neue Geschäftsmodell mit relativ hohen Geräte- und niedrigen Zubehörpreisen reagiert?

Die Resonanz der Verbraucher war von Beginn an sehr positiv. Der Handel, wir selbst und unsere Promoter vor Ort haben mit vielen Verbrauchern Gespräche geführt, mit dem Ergebnis, dass die Kunden durchweg begeistert sind von den günstigen Tintenpreisen. Der Preis des Druckers hat dabei eine untergeordnete Rolle gespielt. Für diese günstigen Tintenpreise sind die Verbraucher auch bereit, für den Drucker selbst einen angemessenen Preis zu bezahlen. Dies unterstreicht die in intensiven weltweiten Marktforschungen festgestellte Tatsache, dass die Anwender von Inkjet-Home-Printern in hohem Maße frustriert sind über die weit überzogenen Tintenpreise. So gesehen könnte man sagen, dass es längst an der Zeit war, ein neues Geschäftsmodell einzuführen.

Der Tintenstrahler-Markt ist seit vielen Jahren fest in den Händen von vier Anbietern und zudem als äußerst wettbewerbsintensiv bekannt. Sind Sie in der DACH-Region mit der bislang erreichten Distribution im Plan?

Wir sind voll im Plan, wobei wir unsere Erwartungen bewusst nicht überzogen haben. Es ist uns natürlich klar, dass die erste Begeisterung der Kunden nicht sofort zum Kauf führt, ein solches Gerät ist ja kein Mitnahmeartikel. Es ist aber so, dass Kunden, die den Kauf eines All-in-One Printers planen, an Kodak nicht vorbeikommen. Dies nicht nur wegen des Preises, sondern auch wegen der Qualität. Mit unserem Drucker hält der Kunde sofort ein trockenes Bild in höchster Laborqualität in den Händen, er muss nicht warten, bis es wirklich getrocknet ist. Im Übrigen haben wir auf der CES mit dem „ESP 3” ein neues Produkt vorgestellt, ein Drucker, der mit seinem schicken schwarzen Design neue Käuferschichten finden wird.

Schickes Design in Verbindung mit moderner Technologie: der neue „ESP 3”-Allin-one-Drucker (links). Start in ein neues Segment: die beiden Geräte „EasyShare 5500” und „5300” (rechts).
Schickes Design in Verbindung mit moderner Technologie: der neue „ESP 3”-Allin-one-Drucker (links). Start in ein neues Segment: die beiden Geräte „EasyShare 5500” und „5300” (rechts).

Schickes Design in Verbindung mit moderner Technologie: der neue „ESP 3”-Allin-one-Drucker (links). Start in ein neues Segment: die beiden Geräte „EasyShare 5500” und „5300” (rechts).In 2007 stand die Präsenz im Fachhandel nicht im Fokus. Welche Rolle spielt diese Schiene innerhalb Ihrer Vertriebsstrategie?

Der Fachhandel spielt für uns eine sehr wichtige Rolle. Wir sind der Überzeugung, dass der Fachhandel genau die Endkunden erreicht, für die das Kodak-Angebot besonders attraktiv ist, nämlich solche, die relativ viel drucken. Ordentliche Stückumsätze bei der Hardware und gute Tintenfolgeumsätze sollten sich mit unserem Konzept allemal realisieren lassen. Es ist aber auch richtig, dass wir in der ersten Phase auf einen möglichst einheitlichen flächendeckenden Auftritt geachtet haben. Dabei haben wir stets betont, dass wir auf den richtigen Kanalmix setzen. Hinzu kommt, dass wir in der ersten Phase den „5300”-Drucker stärker gepuscht haben, also das Gerät, das für die Business-Anwendungen weniger in Frage kommt, da es kein Fax hat.

Inwieweit können Drucker und Zubehör inzwischen über die Distribution geordert werden?

Unsere Drucker können über Distributoren wie zum Beispiel Ingram Micro, Fotoverbund oder Duttenhofer geordert werden. Wir sind da schon ganz gut aufgestellt.

Markteinstieg: Kodak nutzte den Messestand auf der CeBIT im vergangenen Jahr, um das neue Printing-Konzept und die dazugehörenden Geräte vorzustellen.
Markteinstieg: Kodak nutzte den Messestand auf der CeBIT im vergangenen Jahr, um das neue Printing-Konzept und die dazugehörenden Geräte vorzustellen.

Markteinstieg: Kodak nutzte den Messestand auf der CeBIT im vergangenen Jahr, um das neue Printing-Konzept und die dazugehörenden Geräte vorzustellen.Bislang stand bei Kodak die Ansprache der Home-Printing-Anwender im Vordergrund. Können Sie sich auch ein stärkeres Engagement im Business-Bereich vorstellen?

In der letzten Ausgabe von BusinessPartner PBS war ja gerade ein interessanter Artikel über Ingram Micro und deren PBS-Kunden-Aktivitäten zu lesen. Ja, wir wollen uns verstärkt im Business-Bereich engagieren, und hier, in Verbindung mit Ingram Micro, sehe ich viele Ansatzpunkte, um dem PBS-Handel gute Angebote zu machen. Der Eindruck, dass bei der Einführung der Home-Anwender im Vordergrund stand, liegt daran, dass der „5300”-Drucker ohne Fax als erstes Gerät zur Verfügung und so auch im Fokus der Medien stand. Der „5500”-Drucker, der auch etwas später zur Einführung kam, hat sehr viele Business-Qualitäten, nämlich laserscharfe Schwarzdokumente und günstige Tintenkosten, die nahe auf dem Niveau der Kosten für den Toner des Laserdruckers liegen. Wir sehen vor allem im Bereich der Selbständigen oder kleinen Firmeneinheiten den Einsatz unseres Druckers als interessante Alternative zum Laserdrucker. Wie wichtig uns der Business-Kunde ist, dokumentiert auch, dass wir mit drei neuen Allround-Papieren für das Office neue Maßstäbe setzen – besonders im Inkjet-Druck. Im Gegensatz zu den meisten so genannten Universal-Kopierpapieren, die auf xerografische bzw. Lasergeräte abgestimmt sind, versprechen die neuen Kodak-Papiere erstklassige Druck-Ergebnisse auch auf Farb-Inkjet-Geräten. Vertrieben werden die neuen Papiere durch die Papier Union, wie auf der gerade zu Ende gegangenen Paperworld zu sehen war.

www.kodak.de

Verwandte Themen
Anfang des Jahres hat Lexmark neue Farb-Multifunktionsgeräte vorgestellt. Die Systeme kombinieren Features der A3- und A4-Technik, ermöglichen die Optimierung von Managed Document Services (MDS) und bieten Lösungen für verbesserte Unternehmensprozesse.
Die Wachstumschancen der Digitalisierung nutzen weiter
Führungsriege der MLF Mercator-Leasing (v.l.): Thomas Studtrucker (Prokurist und Mitglied erweiterte Geschäftsleitung), Rolf Hahn (Geschäftsführer) und Matthias Schneider (Prokurist und Mitglied erweiterte Geschäftsleitung)
Die Leasing-Branche mitgestaltet weiter
Sensible Daten garantiert geschützt weiter
Das Smartphone als Diktiergerät? Für den gelegentlichen Einsatz durchaus eine Option – Speech Processing Solutions bietet eine professionelle App für drei Betriebssysteme.
Flexibler beim Diktieren weiter
Einfach interaktiv präsentieren weiter
Energiesparend, langlebig und leise weiter