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Neue DIN-Normen kontra „schwarze Schafe“

Neue DIN-Normen sollen bei wiederaufbereiteten Toner-Kartuschen Qualitäts- und Leistungsstandards klar definieren und so für mehr Transparenz sorgen. Wir sprachen mit Edgar Otto, Geschäftsführer Kores Deutschland, über den Nutzen und die Auswirkungen.

Herr Otto, welche Vorteile bietet die Neuerung dem Handel und den Anwendern?

Edgar Otto: „ Die verschärfte DIN-Normen-Regelung wird den Vorteil haben, dass mehr Qualitäts- und weniger Refill-Produkte sowie geklonte Toner-Kartuschen in den Markt kommen.“
Edgar Otto: „ Die verschärfte DIN-Normen-Regelung wird den Vorteil haben, dass mehr Qualitäts- und weniger Refill-Produkte sowie geklonte Toner-Kartuschen in den Markt kommen.“

Die verschärften DIN-Normen wird den Vorteil haben, dass mehr Qualitäts- und weniger Refill-Produkte sowie geklonte Toner-Kartuschen in den Markt kommen. Die nach neuestem Standard produzierten Produkte manifestieren eine klare Aussage, nach welchem Standard produziert wurde. Hierbei wird jedoch vorausgesetzt, dass auch der Anwender weiß, welchen Inhalt und welche Bedeutung die neuen DIN-Normen im Einzelnen haben. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema wird aber in den wenigsten Fällen von den Käufern vorgenommen. Eine intensive Aufklärung muss auf anderen Weg erfolgen – beispielsweise über die Presse, über die kontinuierliche Informationsarbeit des deutschen Fachhandels, über die Vertriebsgesellschaften und relevanten Internetplattformen. Wir als Hersteller werden kaum allein in der Lage sein, diese wichtige Aufklärungsarbeit zu bewältigen. Kores wird in Zukunft mit entsprechenden Produktinformationen als Beileger in den Tonerverpackungen aktiv werden. Entscheidend ist, dass der Handel eindeutig die entsprechenden Qualitätsaussagen zu den Produkten im Markt und bei den Endkunden positioniert, damit sich die hochwertigen, normierten Qualitätsprodukte von der Ware aus zweifelhafter Fertigung klar und deutlich abgrenzen lässt. Wer dennoch auch in Zukunft auf minderwertige Ware aus dunklen Kanälen setzt, muss damit rechnen, dass er Qualitätsprobleme bekommt und sich möglicherweise noch Probleme mit der Justiz einhandelt.

Sehen Sie als Anbieter durch die schärferen Normen starke Hindernisse und Einschränkungen beim Abverkauf der recycelten Toner-Produkte?

Kores produziert schon viele Jahre nach strengsten Standards und hat die Kriterien der verschärften DIN-Regelung schon vor Einführung der neuen Normen kontinuierlich verfolgt und umgesetzt.

Wird es aus Ihrer Sicht in naher Zukunft durch die neu gefassten Normen mehr Klarheit und Transparenz und weniger „schwarze Schafe“ in diesem Produktsegment geben?

Wir können es nur hoffen. Vor allen Dingen auch, dass in erster Linie der Handel und die Verbraucher einsehen, das mindere Qualität zum teilweise deutlich erhöhten Preis kein gutes Geschäft darstellt. Diese minderwertige Refill- und Rebuilt-Ware entspricht nicht hiesigen Qualitätsstandards. Häufig sind es geklonte und gefälschte Produkte, die unter normalen Umständen gar nicht im EU-Raum in den Markt kommen dürften. Ein ganz entscheidender Nachteil aber wird sein, dass auch diese Produkte mit neuer Normierung ausgestattet künftig im Markt zu finden sein werden. Die erhoffte Abgrenzung lässt sich aus meiner Sicht dann nur noch schwer vollziehen. Wünschenswert wäre es daher aus meiner Sicht, dass in Zukunft jeder, der eine DIN-Norm hat, ergänzend seine Produkte mit einer Lizenznummer sichtbar ausstattet.

Welche Käufergruppen werden in erster Linie von den klar definierten Standards profitieren?

Es werden in erster Linie die professionellen Anwender wie Banken und Versicherungen, Behörden, Verbände und andere Großanwender sein, die ein derart streng normiertes Hochleistungsprodukt erwarten, dass in nichts einem hochwertigen OEM-Produkt nachsteht, aber günstiger im Einkauf ist.

Aufklärungsarbeit in puncto neu DIN-Normen: Produktinformationen als Beileger in den Kores-Tonerverpackungen
Aufklärungsarbeit in puncto neu DIN-Normen: Produktinformationen als Beileger in den Kores-Tonerverpackungen

www.kores.de

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