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Umbau in schwierigen Zeiten

Der Papierkonzern UPM hat zum Jahresende seine neue Geschäftsstruktur implementiert, um eine deutliche Verbesserung der Profitabilität herbeizuführen. Zugleich soll damit das Geschäftsportfolio vereinfacht und weiterentwickelt werden.

UPM in Augsburg: neuer Sitz des Head Office für die Geschäftseinheit UPM Paper ENA
UPM in Augsburg: neuer Sitz des Head Office für die Geschäftseinheit UPM Paper ENA

Seit dem 1. November hat sich UPM organisatorisch neu aufgestellt. Der Bereich Büropapier ist damit dem neuen Geschäftsbereich UPM Paper ENA (Europa und Nordamerika) zugeordnet und wird geleitet von dem Deutschen Bernd Eikens. Erstmals hat UPM zum Jahresende nun Geschäftszahlen für die neuen Berichtslinien veröffentlicht. Daraus geht hervor, in welchem Maße Verkauf und Profit des Bereiches Papier von Rückgängen betroffen waren: So sank der Umsatz allein im Vergleich der dritten Quartale 2013 und 2012 um 9,2 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro. Beim operativen Profit schaffte UPM Paper ENA indes im dritten Quartal die Trendwende und wies erstmals nach verlustreichen Quartalen wieder schwarze Zahlen aus: ein Plus von 36 Millionen Euro. „Nach Ansicht von UPM wirkt sich das immer noch schwache Wirtschaftswachstum in Europa insbesondere auf die europäischen Publikationsmärkte negativ aus“, so die Einschätzung von Bernd Eikens.

Bernd Eikens: „Das immer noch schwache Wirtschaftswachstum in Europa wirkt sich insbesondere auf die europäischen Publikationspapiermärkte negativ aus – jedoch auch auf den Bereich Büropapier.“
Bernd Eikens: „Das immer noch schwache Wirtschaftswachstum in Europa wirkt sich insbesondere auf die europäischen Publikationspapiermärkte negativ aus – jedoch auch auf den Bereich Büropapier.“

Jussi Pesonen, CEO von UPM, hatte anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal von einer Erholung im Bereich Papier gesprochen, er sagte: „Durch eine Verringerung der Kosten konnte unser Papiergeschäft die herausfordernden Marktbedingungen ausgleichen.“ Die neue Organsation soll weitere Einsparpotenziale erschließen, dies bedeutet auch Personalkürzungen. Die Verschlankung in der Verwaltung und weitere Einsparungen sollen das Ergbnis unter dem Strich um bis zu 200 Millionen Euro verbessern. In Deutschland allerdings, hatte Bernd Eikens gegenüber BusinessPartner PBS erklärt, sollen durch die Verlegung der Zentrale für das Papiergeschäft (der Geschäftseinheit Paper ENA) nach Augsburg, sogar neue Stellen geschaffen werden.

Die neue Geschäftsstruktur von UPM besteht neben den Bereichen UPM Paper ENA und UPM Paper Asia aus den Geschäftsbereichen UPM Biorefining (das Geschäft mit Zellstoff, Holz und Biokraftstoffen), UPM Energy (Kraftwerke, Handel mit Energie), UPM Raflatac (selbstklebende Etiketten) und UPM Plywood (Sperrholz). Zum Geschäftsbereich Paper ENA zählen 19 Papierfabriken in Europa und Nordamerika. Die Produktionskapazität beträgt nach Unternehmensangaben 10,3 Millionen Tonnen pro Jahr.

Führendes Unternehmen im Waldprogramm des CDP

Zum Jahresende ist UPM als führendes Unternehmen im Waldprogramm des CDP, im Carbon Disclosure Projekt, einer Non-Profit-Organisation, die Best-practises von Unternehmen fördern möchte, aufgeführt. UPM habe sich intensiv mit den Risiken der Entwaldung in seiner Wertschöpfungskette beschäftigt und damit eine Führungsrolle eingenommen, so Paul Simpson, Chief Executive Officer des CDP. UPM betonte, sein gesamtes Holz sowie alle Holzfasern stammten aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die unternehmenseigenen Wälder und Plantagenbetriebe seien zertifiziert. Der gesamte Holzbestand werde durch ein von unabhängigen Dritten zertifiziertes Chain-of-Custody-System kontrolliert.

www.upm.com/de

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