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Weichenstellung für die Zukunft

Vor 25 Jahren starte Kyocera mit einer eigenen Vertriebsniederlassung in Deutschland. Zum Jubiläum lud der japanische Druckerhersteller Anfang Mai Partner, Distributoren und Mitarbeiter zur großen Party nach Düsseldorf.

Ein herzlicher Empfang und ein festlicher Galaabend sorgten für gute Stimmung bei den rund 650 Besuchern.
Ein herzlicher Empfang und ein festlicher Galaabend sorgten für gute Stimmung bei den rund 650 Besuchern.

Die Zeichen stehen gut: Der deutsche Markt für Multifunktionsgeräte ist nach Informationen von Infosource in 2010 gewachsen. Auch der in Meerbusch ansässige Druckerhersteller konnte hiervon profitieren und sowohl bei Farb- als auch bei Schwarz-Weiß-Systemen zulegen. „Wir sind gut positioniert“, ist Deutschland-Geschäftsführer Reinhold Schlierkamp zufrieden. Dennoch ist man sich auch in Meerbusch bewusst, dass das Geschäft mit Hardware alleine in den kommenden Jahren immer schwieriger wird. Die Erfolge von heute seien, das Ergebnisse guter Arbeit von gestern, weiß Schlierkamp. „Um auch künftig erfolgreich zu sein, müssen wir heute die richtigen Weichenstellungen vornehmen.“ Zentrales Thema bei Kyocera ist die konsequente Ausrichtung auf das Thema Managed Document Services (MDS). In diesem Zusammenhang hat der Druckerhersteller auch seinen Vertrieb, der außerdem um 20 Mitarbeiter erweitert wurde, neu aufgestellt.

Im Fokus steht hierbei künftig eine stärkere Endkundenansprache und -akquise und somit nicht mehr nur die Fachhandelsbetreuung, sondern auch eine Projektsondierung. Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist zudem der Aufbau einer Global-Services-Einheit, die die Top-500-Accounts betreuen, die europäische Strategie für vertikale Märkte vorantreiben und globale Vermarktung von Software-Tools und Professional Services übernehmen soll. „In Zukunft wird die Integration von Hardware, Service und Software immer wichtiger“, sagt Schlierkamp. Um diesem Trend gerecht zu werden und im zunehmend mobilen Geschäftsalltag ein flexibles Dokumentenhandling zu gewährleisten, bietet der Hersteller Lösungen für cloud-basiertes sowie mobiles Drucken an. Beim Cloud-Printing kooperieren die Meerbuscher mit Cortado, der Mobile-Division von ThinPrint. „Cortado Workplace“ bietet Anwendern die Möglichkeit, Dokumente an im WLAN verfügbaren Druckern auszudrucken. Eine mobile Lösung bietet Kyocera mit der App „Capture2go“, mit der Dokumente direkt vom Multifunktionssystem auf das iPhone gescannt, sowie auf dem iPhone gespeicherte Dokumente ausgedruckt werden können.

Ausgezeichnet für das „innovativste Betreiberkonzept“ wurde das Nürnberger Systemhaus MR Datentechnik.
Ausgezeichnet für das „innovativste Betreiberkonzept“ wurde das Nürnberger Systemhaus MR Datentechnik.

Bei all der Fokussierung auf Themen wie MDS oder Cloud-Printing bleibt aber nach wie vor die Hardware die Basis des Erfolgs. Hier startet Koycera mit einem kompletten Austausch seines A3-MFP-Portfolios eine Produktoffensive. Die elf neuen Systeme zeichnen sich durch eine gemeinsame Bedienplattform aus.

Außerdem sind Optionen und Ersatzteile unter nahezu allen „Taskalfa“-Systemen kompatibel. Das reduziert die Kosten für Schulungen, Lagerhaltung und Bestellprozesse und erhöht die Servicegeschwindigkeit. Und auch im A4-Segment bringt der Hersteller acht Neuvorstellungen auf den Markt. Einen weiteren Vorteil bietet Koycera seinen Partnern mit der sogenannten „HyPAS“-Plattform (Hybrid Plattform for Advanced Solutions). Das kürzlich gestartete „HyPAS-Developer-Partnerprogramm“, in dem sowohl Vertragspartner als auch unabhängige Software-Entwickler spezifische Anwendungen für die Kyocera-Multifunktionsgeräte programmieren können, gibt Entwicklern die Möglichkeit, auf individuelle Kundenbedürfnisse zu reagieren. So können maßgeschneiderte Anwendungen entwickelt werden, die die Bedienung der Geräte und Arbeitsabläufe optimieren und so die Mitarbeitereffizienz erhöhen. Für den Fachhändler bedeutet dies mehr Flexibilität im Projektgeschäft. Dabei arbeitet Kyocera mit zwei Businessmodellen: Ausgewählte Entwickler können eine Partnerschaft mit dem Hersteller eingehen und „HyPAS-Alliance-Partner“ werden. Dabei stellt Kyocera exklusive Ressourcen, eine Entwicklerumgebung und Support bereit und vermarktet die Anwendungen auch. Unabhängige „HyPAS“-Entwickler erhalten dieselbe Unterstützung und denselben Support wie die „HyPAS-Alliance-Partner“, vermarkten und vertreiben ihre Anwendungen jedoch eigenständig.

„Um auch künftig erfolgreich zu sein, müssen wir heute die richtigen Weichenstellungen vornehmen“, sagt Kyocera-Deutschland- Geschäftsführer Reinhold Schlierkamp.
„Um auch künftig erfolgreich zu sein, müssen wir heute die richtigen Weichenstellungen vornehmen“, sagt Kyocera-Deutschland- Geschäftsführer Reinhold Schlierkamp.

Für die Zukunft hat man sich mit diesen Schritten ehrgeizige Ziele gesteckt. Bis 2016 will Schlierkamp den Umsatz in Deutschland verdreifachen und gleichzeitig mit einem verstärkten Engagement in Forschung und Entwicklung, neue Märkte und Geschäftsfelder in die Zukunftsfähigkeit investieren. In diesem Zusammenhang schloss der Deutschland-Geschäftsführer auch Kooperationen mit Wettbewerbern und Akquisitionen vor allem von Lösungsanbietern nicht aus.

Dass man bei all den strategischen und technologischen Themen für die Zukunft bei Kyocera auch die Vergangenheit nicht vergessen und das Feiern nicht verlernt hat, zeigte das Unternehmen eindrucksvoll. Nach dem Auftakt im Düsseldorfer Hyatt Hotel, wo der Hersteller die rund 650 Partner über die strategische Ausrichtung für die Zukunft informierte, boten die Düsseldorfer Rheinterrassen den Rahmen für einen glanzvollen Abend. Dabei stand nicht nur Unterhaltung oder Networking im Fokus. Mit einem Award für das „innovativste Lösungskonzept“ zeichnete der Hersteller Fujitsu Technology Solutions aus. Eine Auszeichnung für das „innovativste Betreiberkonzept“ erhielt das Nürnberger Systemhaus MR Datentechnik.

www.kyoceramita.de

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