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Gute Planung ist das A und O

MPS bietet Händlern enormes Potenzial, stellt sie bei der Integration des Flottenmanagements oder der Anpassung der Serviceprozesse aber auch vor Herausforderungen. Gut positioniert hat sich hier das Unternehmen von Busch.

Auf einer Fläche von rund 2000 qm präsentiert die von Busch GmbH in der Bielefelder City Lösungen rund um den Paper-Output.
Auf einer Fläche von rund 2000 qm präsentiert die von Busch GmbH in der Bielefelder City Lösungen rund um den Paper-Output.

„Managed Print Service (MPS) hat enorme Zukunft“, sagt Stefan von Busch. „Die Frage nach einer Marktsättigung stellt sich nicht. Im Gegenteil, bei nahezu jedem Kunden gibt es Bedarf“, betont der Geschäftsführer des in Bielefeld ansässigen Fachhandelsunternehmens von Busch GmbH. Als Systemhaus und Dienstleister rund um den Bereich Paper-Output versorgt das 1978 gegründete Unternehmen mit rund 65 Mitarbeitern seine Kunden mit maßgeschneiderten Druck- und Kopierlösungen. Dazu gehören neben Systemen von Konica Minolta, Canon, Lexmark und Kyocera und dem technischen Service mit „Just-in-time“-Support auch Workflow-Analysen, Optimierungskonzepte und individuelle Finanzierungsmodule. Als Outputspezialist bieten die Bielefelder Lösungen zu Themen wie Security, Connectivity, Accounting, regelbasiertes Drucken und „Follow me“-Printing. Als Mitglied der Computer-Compass-Gruppe war von Busch von Anfang an bei der Entwicklung des gruppeneigenen Flottenmanagementsystems „FleetCockpit“ dabei. „Das fing 2007 mit den ersten Analysen für Devicemanagement-Software an“, erinnert sich der Geschäftsführer. Als logische Konsequenz habe dies mittlerweile zur Integration von „FleetCockpit“ in die selbstentwickelte ERP-Branchenlösung „Justin“ geführt.

„Wer als Fachhändler seine eigenen Prozesse nicht im Griff hat, lässt MPS besser bleiben“, sagt Stefan von Busch Geschäftsführer der von Busch GmbH.
„Wer als Fachhändler seine eigenen Prozesse nicht im Griff hat, lässt MPS besser bleiben“, sagt Stefan von Busch Geschäftsführer der von Busch GmbH.

Wenn es um den Begriff MPS geht, gebe es mittlerweile eine solche Menge an möglichen Definitionen, Lösungen und Tools, dass jeder Anbieter zunächst prüfen sollte, welche möglichen Szenarien überhaupt zu seiner Kernkompetenz und seinem Geschäftsmodell passen, gibt der Geschäftsführer des Bielefelder Unternehmens zu bedenken. „Fachhändler, die als Output-Spezialisten bereits im Markt erfolgreich agieren, sollten sich auf Grund ihrer Servicestärke unter der Überschrift MPS auch auf das Flottenmanagement konzentrieren.“ Dies liege nahe, weil solche Fachhändler sich wohl niemals zu erfolgreichen Output-Spezialisten entwickelt hätten, wenn sie nicht ihre Services rund um die Printer gut im Griff hätten. „Das ist bereits MPS. Und ein gutes Servicemanagement ist nun einmal absolute Voraussetzung für ein funktionierendes Flottenmanagement.“

Dass es von der Implementierung eines solchen Flottenmanagements bis hin zur Integration der daraus gewonnenen Informationen in die nachgelagerten Prozesse dennoch mitunter ein weiter Weg sein kann, weiß von Busch. Denn alleine die von einem Multifunktionsgerät generierte Zahl an Botschaften, die über das Flottenmanagement kommuniziert werden, ist immens. „Kaum jemand ahnt, dass das pro Jahr durchaus 40 000 Informationen von nur einem einzigen Device sein können.“ Dabei müsse jeder Einzelfall Prozesse auslösen und steuern können. „Wenn Sie also 2000 Devices im Flottenmanagement führen, haben Sie demnach pro Jahr rund 80 Millionen Informationen zu bewerten. Das sind über 200 000 Informationen pro Tag.“ Das verlange eine perfekte Integration in die Warenwirtschaft des Fachhändlers, um beispielsweise den Tonerbedarf zuverlässig abschätzen zu können. Ebenso müsse direkt erkannt werden, dass eine Statusmeldung wie „Low Paper“ nicht sofort einen Technikereinsatz auslösen darf. Oder vielleicht doch, weil gerade bei diesem Kunden Entsprechendes im Service-Level-Agreement (SLA) vereinbart wurde.

„Toner- und Zählermanagement und insbesondere das Management der Service-Calls stellen derart hohe Ansprüche an das jeweilige ERP des Fachhändlers, dass in der Regel das aktuelle ERP-System auf den Prüfstand gestellt werden muss. Es muss sicher gestellt sein, dass die Informationen aus dem Flottenmanagement überhaupt sofort bearbeitet werden können“, empfiehlt von Busch.

Paper-Output-Lösungen live erleben: Showroom und Ausstellung der von Busch GmbH.
Paper-Output-Lösungen live erleben: Showroom und Ausstellung der von Busch GmbH.

Dass ein Einstieg ins MPS-Geschäft für den Fachhandel trotz dieser Hürden Sinn macht, steht für von Busch außer Frage. Hier muss im Handel im Bezug auf die Wertschöpfung sicher noch ein Umdenken stattfinden.

„Liefert der Fachhändler mit seinen Printdevices einen Softwaredienst, der als Mehrwert zusätzliche Scan-Funktionen bietet, wird kein Fachhändler diese Software verschenken, sondern hat den Aufpreis im Vorfeld ordentlich kalkuliert. Das Entgelt für die im Zusammenhang mit dieser Software stehenden Dienstleistungen ist dann entweder in einem MPS-Vertrag geregelt oder wird nach Einzelfall fakturiert“, sagt von Busch. Beim Flottenmanagement dagegen werde der Handel nun erstmalig damit konfrontiert, dass ein angebotener Dienst, der zusätzlich verkauft wird, nicht nur dem Kunden Vorteile liefert, sondern scheinbar auch dem Handel. „Aber eben nur scheinbar“, weiß der Geschäftsführer. Denn: die Argumentation, der Handel habe nun gleichwohl geringere Prozesskosten, sei schlichtweg falsch. „Vielmehr verlagern sich die Prozesse – weg vom Kunden, hin zum Lieferanten. Und dafür muss ein Ausgleich stattfinden, muss also ein Entgelt berechnet werden.“

Deshalb ist Planung das A und O. Wer als Fachhändler seine eigenen Prozesse nicht im Griff habe, lasse das Thema MPS lieber links liegen. Für die Fachhändler hingegen, die ihre Prozesse gut managen, „ist MPS eine große Chance sich beim Kunden noch stärker in die Prozesse einzuklinken und zu verzahnen, weniger vergleichbare Leistungen anzubieten – und damit Geld zu verdienen.“

www.vonbusch.eu

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