BusinessPartner PBS

Mitten im Reifungsprozess

Der Bereich „Druck und Kopie“ ist für viele Händler Brot-und-Butter-Geschäft. Business Partner PBS sprach mit Patrick Köhler, Director Digital Imaging Group bei Ingram Micro über den Markt und den Reifungsprozess von MPS.

Patrick Köhler, Director Digital Imaging Group bei Ingram Micro
Patrick Köhler, Director Digital Imaging Group bei Ingram Micro

Wie entwickelt sich das Geschäft innerhalb der Digital Imaging Group und wie schätzen Sie die Marktentwicklung beim Thema Drucken und Supplies ein?

Ingram Micro verzeichnete innerhalb der Digital Imaging Group in 2010 ein sehr starkes Wachstum von durchschnittlich 20 Prozent, und das sowohl im B2B- wie auch im Consumer-Segment. Auch nach den ersten fünf Monaten dieses Jahres können wir ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich beobachten. Im Consumer-Umfeld hat der Markt seit Beginn des Jahres mit Schwierigkeiten zu kämpfen, was auch in den kommenden Monaten so bleiben wird. Das B2B-Business hingegen entwickelt sich nach wie vor positiv und wird auch weiterhin stabil bleiben, mit steigender Tendenz. Hier sehen wir großes Potential für den Fachhandel, sowohl im Bereich Printer als auch im sich anschließenden Geschäft mit Supplies.

Wesentliche Wachstumstreiber sind Multifunktionsgeräte. Welche Entwicklungen beobachten Sie hier?

Multifunktionsgeräte sind und werden sicherlich in nächster Zeit die Wachstumstreiber im Drucker-Business sein. Speziell im Tintenstrahlbereich verzeichnen wir überdurchschnittliche Wachstumsraten. Multifunktionsgeräte sind mittlerweile in jedem Preissegment und für jede Nutzergruppe von der Privatnutzung bis zum Einsatz im Großkonzern verfügbar. Wir sehen eine Etablierung speziell von A3-Geräten. Auch Fotoprint direkt von der Speicherkarte oder einer Digitalkamera mit Pictbridge-Technologie sind Funktionen, die nach und nach in die Geräte integriert werden oder bereits integriert sind. Die Mehrwerte kann der Handel dem Kunden klar aufzeigen: Kostenersparnis in der Anschaffung, beim Verbrauchsmaterial, beim Energieverbrauch sowie Platzersparnis, da durch den Multifunktionsansatz nur noch ein Gerät notwendig ist.

Managed Print Services (MPS) ist in aller Munde; auch vor dem Hintergrund, welche Rolle die Distribution übernehmen kann. Wie unterstützen Sie Ihre Partner beim Thema MPS?

Die Thematik ist nicht neu – wir beschäftigen uns schon seit Jahren damit. Nun wurde dem Ganzen ein Name gegeben und die Entwicklung ist so weit vorangeschritten, dass MPS nicht mehr nur für große, sondern zunehmend auch für kleine und mittlere Unternehmen interessant wird. Dennoch steckt der MPS-Markt noch mitten im Reifungsprozess. Demnach fallen auch die Serviceangebote sehr unterschiedlich aus. Wir definieren MPS als ein ganzheitliches Konzept zur Optimierung von Beschaffungs-, Druck- und Prozesskosten, das IT-Infrastruktur und geschäftliche Prozesse rund ums Drucken berücksichtigt und in der Regel von einem externen Dienstleister sichergestellt wird. Aktuell können weder die Industrie noch der Handel solch ein ganzeinheitliches Konzept bereit stellen. Wir bieten unseren Partnern heute schon Unterstützung bei Finanzierungsthemen oder auch bei Beschaffungs- und logistischen Herausforderungen. Wir arbeiten daran, unser Angebot im Bereich MPS weiter auszubauen und empfehlen unseren Partnern, sich weiter mit dem Thema zu befassen, um Möglichkeiten frühzeitig zu erkennen und darauf eingehen zu können. Es gilt, potenzielle Kunden und deren Bedarf zu identifizieren und entsprechende Serviceangebote zu adressieren. Der MPS-Markt wird sich in den nächsten Jahren sicher weiter entwickeln und einen höheren Stellenwert in der Vermarktung einnehmen. Der Großteil des Umsatzes mit Druckern und Supplies wird aber auch künftig ohne MPS erzielt werden. Ohne Frage, das Thema beschäftigt die Branche sehr, dennoch sollte nicht der Eindruck entstehen, dass der Markt künftig von MPS bestimmt wird.

www.ingrammicro.de

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