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Supplies-Markt vor Veränderungen

Das Marktforschungsunternehmen InfoTrends hat untersucht, welche Auswirkungen Managed Print Services (MPS) auf den Markt für Supplies, Office-Papier und Kopierer- bzw. Drucker-Hardware haben.

Unter dem Schlagwort MPS fasst man Maßnahmen und Produkte zusammen, die Druckprozesse in Unternehmen verbessern. Neben Analysen zum tatsächlichen Bedarf gehören dazu üblicherweise auch Planung, Beschaffung und Installation von geeigneten Kopierern und Druckern, der Support, die Abrechnung sowie – unterschiedlich weit gefasst – die Versorgung mit Verbrauchsmaterialien wie Tinte/Toner und Papier.

John Shane, Director bei InfoTrends
John Shane, Director bei InfoTrends

Die US-amerikanischen Marktforscher bei InfoTrends rechnen damit, dass durch das verbesserte Output-Management durch MPS bis 2014 der Bedarf an Tinte/Toner um rund sechs Prozent und an Papier um rund fünf Prozent abnehmen wird. Allein in Westeuropa soll dadurch der Supplies-Markt im Office-Umfeld um rund 1,56 Milliarden Euro schrumpfen.

Als Hauptgrund dafür nennt John Shane, Director bei InfoTrends, den deutlichen Rückgang beim Druckvolumen, der mit der Einführung von MPS einhergeht. „Durchschnittlich können Unternehmen die Zahl der Ausdrucke durch MPS um 15 bis 17 Prozent reduzieren“, so Shane, „es werden also weniger Papier und weniger Supplies benötigt.“ Durch die Umstellung auf günstigere Drucksysteme, Beschränkungen in Bezug auf farbige Ausdrucke und den Einsatz von Alternativ-Toner könnten Unternehmen mit sinnvoll eingesetzten MPS insgesamt Einsparungen von 21 bis 25 Prozent erzielen.

Der Großteil (97 Prozent) der Einsparung bei den Supplies resultiert aus der Senkung der Zahl der Ausdrucke, dem konsequenten Druck von mehreren Seiten pro Blatt sowie dem Einsatz von Kopierern und Druckern mit geringeren Seitenkosten. Lediglich bei einem Prozent lägen die Einsparungsmöglichkeiten durch den Wechsel auf Tonerkartuschen von Alternativ-Anbietern. Dazu komme noch der sinkende Bedarf an Kopierpapier: Laut Shane sei ein Rückgang zwischen 18 und 24 Prozent zu erwarten – abhängig von der Unternehmensgröße und dem Vorhersagejahr.

Die zunehmende Verbreitung von MPS wird den Untersuchungen von InfoTrends zufolge also für alle Marktteilnehmer spürbare Auswirkungen haben. Grundsätzlich änderten sich durch MPS-Konzepte auch die Anforderungen an die Tonerkartuschen selbst: 73 Prozent der MPS-Anbieter wünschen sich unter anderem „smarte“ Supplies, die eine zuverlässige Vorhersage über den Füllstand der Kartuschen ermöglichen, um just-in-time den Ersatz bereitstellen zu können. Supplies von Drittanbietern werden der Studie nach in Zukunft einen schwereren Stand am Markt haben, da für MPS-Anbieter Qualität und Zuverlässigkeit der Supplies, speziell bei Farb-Produkten, von zentraler Bedeutung sind. Zuverlässige Anbieter mit hochwertigen Alternativ-Produkten würden aber auch in Zukunft ihre Abnehmer finden, meint John Shane.

www.infotrends.com

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