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„Vom Volumen zum Mehrwert“

Der Medientechnikmarkt entwickelt sich dynamisch, dies zeigt die Resonanz auf die Integrated Systems Europe (ISE). Wer am Wachstum partizipieren will, muss die Bedürfnisse seiner Kunden kennen und AV und IT verknüpfen können.

Große Resonanz: Die ISE verzeichnete auch in diesem Jahr ein zweistelliges Plus sowohl bei Ausstellern als auch Besuchern.
Große Resonanz: Die ISE verzeichnete auch in diesem Jahr ein zweistelliges Plus sowohl bei Ausstellern als auch Besuchern.

„Die Konvergenz zwischen AV und IT ist keine Zukunftsvision, sondern gegenwärtige Realität, die sich an jeden Stand der ISE zeigt“, sagt Mike Blackman, Managing Director beim Veranstalter Integrated Systems Events. Mit 825 Ausstellern und fast 41 000 Besuchern hat sich die Fachmesse für Medientechnik und -Integration zum festen Treffpunkt der Branche etabliert. Elf Hallen des Amsterdamer Messe- und Kongresszentrums RAI mit rund 30 000 Quadratmeter füllte die ISE in diesem Jahr. Damit verzeichnete die Messe ein Ausstellerplus von 15 Prozent. Bei den Besuchern legte die ISE um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.

Ein Markt mit dynamischer Entwicklung

Die Dynamik des Marktes lässt sich nicht nur anhand der ISE-Zahlen ablesen. Der weltweite Projektoren-Markt erreichte nach Angaben von Pacific Media Associates (PMA) im vergangenen Jahr ein Volumen von beinahe zehn Millionen verkaufen Geräten. Zur Entwicklung haben nach Angaben der Marktforscher vor allem das anhaltende Wachstum in aufstrebenden Märkten aber auch in den Kernsegmenten wie Ultrakurzdistanz-Projektoren, interaktive Projektoren und High-End-Projektoren beigetragen.

Gerhard Schulz, Vice President Central Europe beim Distributor Ingram Micro, hielt diesem Jahr die Keynote auf der ISE.
Gerhard Schulz, Vice President Central Europe beim Distributor Ingram Micro, hielt diesem Jahr die Keynote auf der ISE.

Bei ihren Analysen unterteilt die PMA den Markt nach der Lichtleistung in drei Segmente. Bei den Mainstream-Projektoren (500 bis 4999 ANSI-Lumen) hat nach Angaben der Marktorscher in Europa vor allem eine aggressive Preisgestaltung bei Ausschreibungen im Education-Markt die im vierten Quartal ohnehin starke Nachfrage angekurbelt. Zur positiven Entwicklung im Mainstream-Segment hätten zudem Ultrakurzdistanz- und interaktive Projektoren beigetragen, die bei den Verkaufszahlen im vergangenen Jahr weltweit um mehr als 50 Prozent zulegen konnten.

Überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete auch der Markt für High-End-Projektoren. Nicht nur digitale Kinoprojektoren, die in 2011 ein Absatzrekord verzeichneten, auch die übrigen Projektoren mit mehr als 5000 Lumen haben nach Angaben der US-amerikanischen Marktorscher das vergangene Jahr mit starkem Wachstum abgeschlossen. Und auch bei den so genannten „New Era“-Modellen, also Projektoren mit einer Leistung unter 500 ANSI-Lumen, verzeichnen die Analysten Wachstum. Nach weltweit 1,1 Millionen verkauften Geräten in 2010 seien im vergangenen Jahr 1,8 Millionen Projektoren verkauft worden. Das größte Wachstum innerhalb des Segments sahen die Analysten bei den mobilen Endgeräte wie Mobiltelefonen, Kameras oder Camcorder integrierten Pico-Projektoren sowie bei ultramobilen Projektoren mit einer Lichtleistung zwischen 300 und 500 ANSI-Lumen.

Neben der positiven Entwicklung im Projektorenmarkt beobachte man im gerade für den Bürofachhandel interessanten Umfeld der Konferenzraum-Ausstattung einen zunehmenden Wettbewerb zwischen Projektoren und interaktiven Boards sowie Large-Fomat-Displays. „Mit zunehmender Größe und Qualität sowie sinkenden Preisen werden diese Lösungen immer attraktiver für Endanwender“, erklärt PMA-Präsident William Coggshall. Die Displays seien mittlerweile groß genug für kleine Meetingräume und im Vergleich mit Projektoren auch preislich interessant, weiß Coggshall.

Komplette Bandbreite vorgestellt

Ob Projektor, interaktives Board oder Large-Format-Display – im Rahmen der ISE zeigten die Aussteller an den drei Messetagen die komplette Bandbreite an Produkten, präsentierten vor allem aber auch Lösungen und Anwendungsszenarien. Begleitet wurde die Messe dabei von einem umfangreichen Konferenz und Weiterbildungsprogramm, das in diesem Jahr mehr als 2000 Besuchern rege nutzten. Wie wichtig auch in diesem Segment fundiertes Fachwissen ist, zeigte nicht zuletzt Gerhard Schulz, Vice President Central Europe beim IT-Distributor Ingram Micro, der in diesem Jahr die Keynote der ISE hielt. Man habe lange nach jemandem gesucht, der die durch die Konvergenz zwischen AV und IT entstanden Herausforderungen und Chancen glaubhaft vermitteln kann, erklärt ISE-Veranstalter Blackman, der sich sicher ist mit Schulz, den richtigen gefunden zu haben. „Schließlich spiegelt Ingram Micros Erfahrung exakt die Entwicklung wider, die viele Anbieter heute machen – die Veränderung vom reinen Verkäufer hin zum Anbieter komplexer Lösungen, der in der Lage ist, die immer weiter steigende Anzahl verschiedener Technologien miteinander zu verknüpfen.“

„Interaktivität ist das Stichwort für die Präsentation der Zukunft“, sagt Michaela Teufel, Manager IT Display Product Marketing bei Samsung.
„Interaktivität ist das Stichwort für die Präsentation der Zukunft“, sagt Michaela Teufel, Manager IT Display Product Marketing bei Samsung.

Mit jedem neuen Hersteller und jeder neuen Technologie, die der Distributor ins Portfolio nehme, beziehe man auch neue Handelskanäle mit ein, weiß der Ingram-Europa-Chef. „Wir sehen eine Vielzahl von Trends, die fantastische Chancen für unsere Partner eröffnen.“ Bewusst habe er für seine Keynote deshalb den Untertitel „Vom Volumen zum Mehrwert ... und dann in die vertikalen Märkte“ gewählt. Damit wolle er auch aufzeigen, wie wichtig es ist, zu wissen, welche Märkte die größten Wachstumschancen versprechen und welche Kompetenzen man benötigt, um diese mit passenden Dienstleistungen bedienen zu können.

„Interaktivität ist das Stichwort für die Präsentation der Zukunft“, argumentiert Michaela Teufel, Manager IT Display Product Marketing bei Samsung. Während früher oft starr vor dem Publikum präsentiert worden sei, rücken zunehmend interaktive, multitouchfähige Lösungen, die neue Möglichkeiten bei der Präsentation zulassen, in den Fokus. Auch bei Samsung beobachte man die steigende Nachfrage nach entsprechenden Lösungen für Präsentationsräume und Klassenzimmer. Neben interaktiven Präsentationsformen erhöhe sich durch die Möglichkeit, mobile Endgeräten einzubeziehen, auch die Mobilität aller Beteiligten, findet Teufel. „Außerdem bilden E-Boards eine der Grundlagen für zukünftige Cloud-Konzepte im Bildungs- und Präsentationsumfeld.“

Große Potenziale für den Fachhandel

Große Potentiale für den Fachhandel sehe man zudem bei Large-Format-Displays. „Kaum ein anderes Segment ist so beratungs- und betreuungsintensiv. Die Lösungsmöglichkeiten sind vielfältig und erfordern kompetente Partner, damit Kunden von der ersten Planungsphase bis hin zur regelmäßigen Wartung eine bestmögliche Betreuung erhalten“, erklärt die Samsung-Expertin. Neben einem entsprechenden technischen Verständnis sei es für Fachhändler jedoch wichtig, „die Bedürfnisse seiner Kunden zu verstehen und sich ein eigenes Lösungsnetzwerk aufzubauen, mit dem er an Flexibilität gewinnt und maßgeschneiderte Konzepte anbieten kann.“

www.iseurope.org

www.pacificmediaassociates.com

www.samsung.de

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