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„Wir lernen sehr schnell“

Seit April ist Matthias Kohlstrung Geschäftsführer bei Brother International. Die Zukunft des Unternehmens sieht der neue Chef in Bad Vilbel in einer Mischung aus neuen und altbewährten Themen, die vor allem eines zum Ziel haben: Die Arbeit der Anwender effizienter zu machen.

„Letztlich geht es darum, die Bedürfnisse der Anwender zu verstehen und gemeinsam mit den Partnern Themen zu finden, mit denen diese ihren Kunden helfen, effizienter zu werden und erfolgreich zu sein“, betont Brother-Geschäftsführer Matthias Kohlstrung.
„Letztlich geht es darum, die Bedürfnisse der Anwender zu verstehen und gemeinsam mit den Partnern Themen zu finden, mit denen diese ihren Kunden helfen, effizienter zu werden und erfolgreich zu sein“, betont Brother-Geschäftsführer Matthias Kohlstrung.

Wandel und Kontinuität gepaart mit Wachstum – was für manche zunächst wie ein Widerspruch klingt, ist für Brother-Geschäftsführer Matthias Kohlstrung gelebte Firmenphilosophie. Seit April steht mit Kohlstrung, der auf den langjährigen Geschäftsführer Lothar Harbich folgte, ein neuer Mann an der Spitze des in Bad Vilbel ansässigen Druckerherstellers. An der strategischen Ausrichtung des Unternehmens soll sich aber zunächst nicht allzu viel ändern. Vielmehr wolle man „den vor Jahren eingeschlagenen, erfolgreichen Weg kontinuierlich fortsetzen“, betont der neue Brother-Chef. Für Kohlstrung ein Prozess, der sich nicht nur an den Geschäftszahlen festmachen lasse.

Mit einem Umsatz von rund 330 Millionen Euro lag das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr in etwa auf Vorjahresniveau. Damit habe man voll im Plan gelegen, „wir hatten keinen Rekord geplant“, betont der Brother-Chef. Schließlich habe man sich von gewissen Produktgruppen wie Tinten-Multifunktionsgeräten im preisaggressivem Einstiegssegment, aus denen man sich schon in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt zurückgezogen hatte, gänzlich verabschiedet. Auch für das laufende Jahr sind keine Rekordzahlen, sondern lediglich ein leichtes Plus geplant. Viel wichtiger als Rekorde aufzustellen, sei es die entscheidenden Wettbewerbe zu gewinnen, erklärt Kohlstrung. Hier will man in Bad Vilbel auch in Zukunft in wichtigen Segmenten vorne mitspielen. Kernfaktoren hierzu sind nicht nur eine gesunde Profitabilität, sondern auch eine klare Strategie. Neben der Zielgruppe SMB, also gewerbliche Anwender im Small-, Home- und Corporate Office, rücken dabei zunehmend Unternehmen aus dem Mittelstand mit bis zu 250 Büroarbeitsplätzen in den Fokus. Diesen bietet man nicht nur eine breite Palette an Druckern und Multifunktionsgeräten auf Tinten-, Laser- und LED-Basis, sondern seit rund eineinhalb Jahren auch eine wachsende Range an Scannern.

Zwar hätte man sich mit der Übernahme der Kodak-Scanner-Sparte, für die man im vergangen Jahr ein Angebot vorgelegt hatte, gewünscht, einen deutlich größeren Schritt in diesem Markt zu machen, gesteht Kohlstrung ein. Dennoch halte man an den Plänen, sich Schritt für Schritt einen Namen im Scanner-Markt zu machen, fest. Bereits im Rahmen der CeBIT habe erste professionelle Desktop-Scanner präsentiert. „Ganz gleich ob Drucker, Multifunktionsgerät oder Scanner, wir werden unser Sortiment weiter mittelstandsorientiert ausbauen“, kündigt der Brother-Geschäftsführer an. Im Fokus dabei stehe weder ein zentraler oder dezentraler Ansatz noch eine bestimmte Technologie, sondern vor allem der Anwender und seine Bedürfnisse.

Matthias Kohlstrung im Gespräch: „Ganz gleich ob Drucker, Multifunktionsgerät oder Scanner, wir werden unser Sortiment weiter mittelstandsorientiert ausbauen.“
Matthias Kohlstrung im Gespräch: „Ganz gleich ob Drucker, Multifunktionsgerät oder Scanner, wir werden unser Sortiment weiter mittelstandsorientiert ausbauen.“

„Zielsetzung muss sein, Anwendern Mehrwerte zu bieten und deren Effizienz zu steigern“, findet Kohlstrung. Bereits in der Vergangenheit habe man Antworten darauf gegeben, wie die Effizienz am Arbeitsplatz gesteigert werden kann und auch in Zukunft werde man passgenaue Lösungen für die Anforderungen der verschiedenen Kundenzielgruppen präsentieren. Hierzu gehören nicht nur die entsprechende Hardware, sondern auch passgenaue Beratungsdienstleistungen, Services und Software-Lösungen.

„Die Partner mitnehmen“

Entscheidender Erfolgsfaktor für ein Unternehmen mit einem rein indirekten Vertrieb ist es, dabei seine Partner mitzunehmen, weiß der Brother-Chef. Seit Jahren bereits erziele man rund Dreiviertel seiner Umsätze über den B2B-Handel und pflege eine enge Partnerschaft zu diesem. „Hier wollen wir künftig noch aktiver werden und ein noch besserer Partner sein“, betont Kohlstrung. Damit der Handel auch künftig den steigenden Erwartungen der Endkunden gerecht werden kann, habe man schon vor einiger Zeit damit begonnen, die Schulungs- und Partner-Programme weiterzuentwickeln. „Im Fokus dabei steht die individuelle Förderung der Partner“, die mit Zertifizierungen, einer stärkeren Segmentierung und gezieltem Lead-Management weiter intensiviert werden soll.

„Daneben wollen wir auch neue Themen einbringen und Ideen ausprobieren“, kündigt Kohlstrung an. Dazu gehören neben den klassischen Output-Themen wie Flottenmanagement, Audits, Analysen oder Softwarelösungen auch die übrigen Themen rund um den Dokumentenprozess, von Erfassung und Workflow bis hin zum Dokumentenmanagement. Sicherlich werde man hier nicht in den Wettbewerb zu den klassischen DMS-Anbietern eintreten, aber man müsse auch dorthin kommen, weiß der Brother-Chef. „Letztlich geht es darum, die Bedürfnisse der Anwender zu verstehen und gemeinsam mit den Partnern Themen zu finden, mit denen diese ihren Kunden helfen effizienter zu werden und erfolgreich zu sein.“ Aufgabe des Herstellers hierbei sei es, diese Themen zu selektieren und aufzubereiten. Mittelfristig werde man sich sowohl von Seite der Papierausgabe als auch der Erfassung dem Dokumenten-Management annähern und nutze beispielsweise auch die DMS Expo in Stuttgart, um einige kleinere Lösungen vorzustellen. „Dann sehen wir weiter“, sagt Kohlstrung. In puncto DMS sei man sicher noch in den Lehrjahren. Nichts desto trotz werde man verschiedene Ideen und Produkte rund um den Dokumentenprozess austesten und – da ist sich der Brother-Chef sicher – „schnell dazulernen“.

www.brother.de

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