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Mit ambitionierten Zielen auf Kurs

Seitenpreiskonzepte können, müssen aber nicht immer Vorteile haben, meint Brother-Geschäftsführer Lothar Harbich. Der Bad Vilbeler Hersteller hat sich mit seinen Arbeitsplatzdruckern gut positioniert und sieht sich auf Kurs.

„Wir konzentrieren uns auf das, was wir am besten können”, sagt Brother-Geschäftsführer Lothar Harbich.
„Wir konzentrieren uns auf das, was wir am besten können”, sagt Brother-Geschäftsführer Lothar Harbich.

„Wir konzentrieren uns auf das, was wir am besten können”, sagt Brother-Geschäftsführer Lothar Harbich.Herr Harbich, wie bewerten Sie – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Konjunkturkrise – die Entwicklungen im Drucker- und Kopierer-Markt und wohin geht die Reise?

Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise kämpft die Branche aktuell gerade mit völlig verrückten Währungsparitäten, die auch uns zum Jahresanfang zu Preiserhöhungen bei Verbrauchsmaterialien gezwungen haben. Aber wir in Deutschland sind vor allem erst mal froh, dass die jahrelange Ungewissheit über die Urheberrechtsabgabe ein Ende gefunden hat. Wir hätten uns statt einer pauschalen Abgabe eine gerechtere Lösung, die sich am tatsächlichen Nutzungsverhalten orientiert, gewünscht. Andererseits war aber die jahrelange Planungsunsicherheit untragbar geworden. Die Urheberrechtsabgabe wird nun also zum 1. Februar auf alle relevanten Produkte aufgeschlagen und somit an den Kunden weitergereicht. Dies wird zu einem allgemein steigenden Preisniveau bei Druckern und Multifunktionsgeräten führen. Gegenwärtig kann niemand seriös abschätzen, welche Überraschungen die Wirtschaftskrise noch bereithält. Wir sind gut aufgestellt, sodass wir bei Bedarf schnell reagieren können und werden. Alles in allem blicken wir aufmerksam, aber gelassen nach vorne.

Brother hat mit der „Global Vision 21“ ambitionierte Wachstumsziele. Können Sie diese unter den aktuellen Marktbedingungen erreichen?

Brother Deutschland ist auf Kurs. Wir hatten drei Rekordmonate hintereinander – und der aktuelle Monat wird der vierte werden. In den kommenden Jahren werden wir neue Produktkategorien und Technologien auf den Markt bringen, bei denen es noch reichlich Wachstumspotential für uns gibt.

Viele Hersteller setzen seit Jahren auf Pay-per-page- und Seitenpreiskonzepte. Auf Ihrer Roadshow im vergangenen Jahr haben Sie Ihr Konzept für Arbeitsplatz- und Arbeitsgruppenlösungen vorgestellt. Welche Strategie verfolgen Sie damit, und muss langfristig nicht ein breiteres Sortiment abgedeckt werden?

Pay-per-Page-Konzepte können, müssen aber nicht, Vorteile haben. Wir wollen aufzeigen, dass Druckkosten mehr sind als die Summe aus Hardware plus Verbrauchsmaterial plus Service – und dass diese Kosten gegenüber den Kosten für ineffiziente Arbeitsprozesse manchmal sogar vernachlässigbar sein können. Wir verfolgen ganz klar eine Produktpolitik, bei der sich das Produkt an der Arbeitsweise des Anwenders orientiert und nicht umgekehrt. Wir sind der Meinung, dass der Fachhändler Pay-per- Page-Konzepte besser machen kann als wir. Dort, wo es Sinn macht, lassen sich alle unsere Produkte in vorhandene oder geplante Pay-per-Page-Konzepte integrieren.

Wie können sich Händler in dem allgemein schwierigen Marktumfeld behaupten? Und wie unterstützen Sie als Hersteller, der für den Slogan „at your side“ steht, Ihre Partner?

Wir gehen fest davon aus, dass der Handel durchaus selbst am besten weiß, wie man sich am Markt behauptet. Wir konzentrieren uns auf das, was wir am besten können, und bieten dem Handel marktgerechte Produkte zu marktgerechten Preisen mit vernünftigen Margen. Darüber hinaus legen wir Wert auf eine kompetente Beratung, verlässliche Dienstleistung und einen ganz engen Kontakt zu unseren Kunden. Das alles nennen wir „at your side“.

www.brother.de  

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