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Auf der CeBIT angekommen

Nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen gehen MPS-Park sowie die Technik-Tagung des forum bürowirtschaft in die dritte Runde. Die CeBIT bietet vom 3. bis 9. März Händlern somit wieder eine spannende Informations- und Kommunikationsplattform.

Auf der CeBIT dreht sich wieder einiges ums Print-Management. „Man kann sagen, das Thema ist auf der CeBIT angekommen“, findet Reinhold Umminger, Vice President der Deutschen Messe. „Wir haben diesem wichtigen Bereich in konzentrierter Form einen Raum gegeben und dies wird von Ausstellern und Besuchern sehr geschätzt.“ Auch in diesem Jahr sind wesentliche Player wie Canon, Utax und Triumph Adler, Xerox sowie die Fachhandelskooperationen Büroring und Soennecken an Bord. Das Thema Finanzierung wird über die BFL Leasing abgedeckt. „Darüber hinaus freuen wir uns, Riso als Rückkehrer und neue Player wie CCP, Control Systems, Embatex und Katun begrüßen zu können“, betont Umminger Mit Epson, Konica Minolta und HP sind zudem weitere Unternehmen mit ihrem Output-Angebot auf CeBIT vertreten.

„Wir blicken auf zwei erfolgreiche Jahre auf der CeBIT zurück und freuen uns auf dieses Jahr“, sagt Marcus Nickel, Country Manager Global Major Accounts bei Canon. Den Auftritt im MPS-Park, der dieses Mal unter dem Motto „Business Agility“ steht, wolle man nutzen, um die Weiterentwicklung des nach ITIL aktiv gemanagten MPS in Richtung Mobiltät und Information Management zu präsentieren. Ein erweiterter Ansatz zum ganzheitlichen Management der Druckinfrastruktur steht auch bei Xerox im Fokus. „Durch neue Technologien werden die Aspekte Sicherheit, Anwender-Komfort, Helpdesk-Funktionalität, zentrale Steuerung, Kostenkontrolle und Energie-Management maßgeblich vereinfacht und ergänzt“, erklärt Michael Wesse, Director Business Development und Managed Print Services bei Xerox. Der MPS-Park biete eine hervorragende Plattform, diese Angebote vorzustellen.

Aktuelle Konzepte, Dienstleistungen, Schulungsmaßnahmen und Angebote, zeigt auch die Fachhandelskooperation Soennecken. Mit einem eigenen Stand im MPS-Park stehe man wieder für den Dialog mit Mitgliedern, Handel und Industrie zur Verfügung, betont Winfried Schneider, Geschäftsfeldsleiter Druck + Kopie. Neu auf dem Stand werde sein, dass ausgewählte Software-, Hardware- und Dienstleistungsanbieter, die keinen eigenen Stand auf der CeBIT haben, Einblicke in bewährte und neue MPS-Module und Lösungen gewähren.

Auch der Büroring, seit Beginn dabei, ist mit seinen Softwarepartnern im MPS-Park vertreten. „Fachhandelspartner aber auch Interessenten, die sich über unsere Büroprint-Gruppe informieren wollen, können sich, ohne lange Wege zu gehen, über die von der Genossenschaft angebotenen Software- und Finanzierungstools bis hin zu Hardwarelösung beraten lassen“, berichtet Büroring-Projektleiter Holger Rosa. Dazu sei man mit Live-Demos aber auch komptenten Ansprechpartnern vor Ort.

Als IT-Spezialfinanzierer sei die BFL Leasing seit jeher ein wichtiger Bestandteil für ihre Partner aus der Branche und damit auch der CeBIT, erklärt BFL-Geschäftsführer Michael Henrich. Auch 2013 sei man wieder auf der Messe präsent, um nah am Markt zu sein und zu bleiben.

„Im MPS-Park bieten wir Partnern und Interessenten einen Treffpunkt, der insbesondere vor dem Hintergrund der Präsentation unserer neuen InkJet-Serie genutzt werden wird“, zeigt sich Michael Scholz, Leiter Fachhandelsvertrieb bei Riso Deutschland zuversichtlich. Das Lösungsgeschäft sei nach wie vor die große Herausforderung. Kunden könne man mit aufeinander abgestimmten Ausgabesystemen, Softwarelösungen und Papier-Endverarbeitung passgenaue Lösungen anbieten. Insbesondere in den Kernmärkten Print for Profit und dem öffentlichen Sektor können Partner auf unser langjähriges Know-how vertrauen.

Immer interessanter wird der Themenpark auch für die Hersteller alternativer Verbrauchsmaterialien. Als Hersteller von Recyclingkartuschen müsse man am MPS-Markt partizipieren, da der direkte Verkauf von Kartuschen in den nächsten Jahren stark rückläufig sein wird, erklärt Embatex-Vorstand Christian Wernhart. Neben hochwertigen Verbrauchsmaterialien und Hochleistungskartuschen biete Embatex Händlern seit kurzem auch eine eigene MPS-Software. Die CeBIT sei somit eine gute Plattform, neue Kundenkontakte zu knüpften. Ein wesentlicher Grund auch für den Supplies-Spezialisten Katun, der auf der ebenfalls ein herstellerunabhängiges Fleet-Management-System vorstellt: „Endkunden und Händler begegnen MPS immer noch mit großer Skepsis“, findet Kirsten Banditt, Sales and Operations Manager Germany bei Katun. Die Systeme seien oft komplex und man wolle sich nicht von einem Lieferanten abhängig machen. Auf der CeBIT suche wolle man den persönlichen Kontakt zum Handel, um ihm die Lösung vorzustellen und Mehrwerte aufzuzeigen.

Unternehmen in Deutschland wenden für Drucken und Vervielfältigen jährlich rund 34 Milliarden Euro auf. Nicht nur aufgrund des Investments sei das Thema MPS für Unternehmen eminent wichtig, betont Umminger: „Auch in Zukunft wird gedruckt. Dabei steigen die Anforderungen an Sicherheit, Komfort und Kostentransparenz. Auch das mobile Drucken wird künftig stärker nachgefragt.“ Die Verwaltung des Outputs durch MPS gewinne somit weiter an Bedeutung. Themen wie Compliance-Richtlinien oder die Regelung des Zugangs zu vertraulichen Dokumenten spielen künftig eine noch stärkere Rolle. „Das Thema Output muss Teil einer ganzheitlichen IT-Strategie sein“, erklärt der Vice President der Deutschen Messe.

MPS und dann?

Dass in punkto Output vieles im Wandel begriffen ist, zeigt die 45. Arbeitstagung des forum bürowirtschaft, die am 7. März unter dem Motto „Der Handel: Wir sind Mehr Wert“ die Veränderungen in der Arbeitswelt und deren Auswirkungen auf das Geschäft mit Druck- und Kopierlösungen beleuchtet. Im Fokus stehen dabei nicht nur MPS, sondern auch der Blick auf das „danach“ im Fokus. Neue Technologien führen zu einem Wandel der Arbeit. Social Media, Mobility oder Collaboration sind nur einige Beispiele, die verstärkt das Business-Umfeld beeinflussen und traditionelle Arbeitsformen in Frage stellen und überholen. Exzellentes Know-how in Vertrieb und Technik ebenso wie eine tragfähige Geschäftsstrategie sind überlebensnotwendig und gehören in den Werk­zeugkasten jedes Händlers. Auch Managed Print Services (MPS) sind nur eine „Übergangslösung“. Händler, die im B2B-Geschäft künftig wettbewerbsfähig sein wollen, müssen sich neu platzieren und in der Lage sein, die Geschäftsprozesse ihrer Kunden abzubilden ohne in eine Technik-Diskussion abzugleiten. Welche Rolle das Output-Geschäft dabei spielen wird, über welche Fähigkeiten Händler verfügen sollten und warum für die Positionierung als eigene Marke meist mehr Unterstützung als das Hersteller-Instrumentarium und Schulungen nötig ist, diskutieren zahlreiche Branchenexperten, darunter Kyocera-Vertriebschef Dietmar Nick, Fabian von Hoegee von Canon, Jean-Louis de La Salle, CEO der Independent Document Advisors (IDeAs) und Printvision-Vorstand Martin Steyer.

www.cebit.de

www.buerowirtschaft.info

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