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Soft-Carrier forciert Europa-Ausrichtung

Der in Trierweiler ansässige Distributor verfolgt spätestens seit dem Einstieg beim französischen Großhändler Papeterie de l´Est eine klare Europa-Strategie. Wir sprachen mit Firmenchef Thomas Veit über Synergien, Ziele und eine neue Gesprächsplattform.

Logistikkompetenz: Das europäische Zentrallager von Soft-Carrier in Trierweiler bietet optimale Voraussetzungen.
Logistikkompetenz: Das europäische Zentrallager von Soft-Carrier in Trierweiler bietet optimale Voraussetzungen.

Logistikkompetenz: Das europäische Zentrallager von Soft-Carrier in Trierweiler bietet optimale Voraussetzungen.Herr Veit, was sind Ihre Ziele auf dem Weg zu einem europäisch aufgestellten Distributor und wo sind Sie bislang aktiv?

Das deutschsprachige oder zumindest teil-deutschsprachige Europa decken wir schon länger ab. Dazu gehören neben Deutschland eben Österreich, die Schweiz und Luxemburg. Mit der Beteiligung an der Papeterie de l’Est, die übrigens inzwischen als Soft-Carrier France im Markt aktiv ist, haben wir erstmals den Schritt in eine nicht deutschsprachige Region gewagt. In allen Märkten stellen wir uns die gleichen Aufgaben, die die leistungsfähige Distribution für Zubehör und Bedarf an den Bürobedarfs- und EDV-Fachhandel umfasst.

Die einzelnen von Ihnen genannten Länder sind allesamt recht unterschiedlich strukturiert. Wie erreichen Sie die notwendige individuelle Marktbearbeitung und wo liegen die Synergien, von denen alle profitieren sollen?

Die Märkte unterscheiden sich im Gegensatz zu den landläufigen Meinungen gar nicht so sehr. Überraschenderweise stellen wir fest, dass die einheitlichen Konzepte für die Marktbe- arbeitung und Kundenbetreuung recht durchgängig angewendet werden können. Individualität in der Bearbeitung erreichen wir durch die sehr nahen persönlichen Kontakte der Marktbetreuer, selbst wenn diese ausschließlich über das Telefon arbeiten. Wir verfolgen überwiegend Konzepte, die in standardisierten Prozessen und Abwicklungen münden – und diese sind ganz klar länderübergreifend. Daraus ergeben sich die Synergien, von denen die Händler und wir profitieren, zuletzt ganz stark auch aus der zentralen Logistik in Trierweiler.

Wie weit sind Sie mit der Integration von Papest und mit welchen Aktivitäten ist Soft-Carrier France im Markt aktiv?

Inzwischen sprechen wir übrigens nur noch von Soft-Carrier France und nicht mehr von Papest. Die Integration ist so weit gediehen, dass die Logistik bis auf wenige Ausnahmen fast ausschließlich ab unserem europäischen Zentrallager in Trierweiler abgewickelt wird. Sämtliche Prozesse sind stimmig integriert, das EDV-System ist umgestellt, die Buchhaltung funktioniert nach den gleichen effektiven Abläufen wie für alle anderen Firmen unserer Gruppe auch. Die Mitarbeiter im Vertriebsinnendienst und alle anderen Funktionen sind für die neuen Prozesse und Abläufe geschult. Dass die Neukunden-Akquise eine der wesentlichen Aufgaben unserer Mannschaft in Colmar ist, versteht sich von selbst. Unser Endkunden-WebShop „liefert-es.com“, der in Frankreich übrigens „vous-livrez.com“ heißt, ist bereits seit Monaten erfolgreich für viele Kunden installiert. Den französischen Händlern wird schon nach weniger als einem Jahr fast das gleiche Service-Level geboten wie in Deutschland.

Und wie reagieren die Händler in Frankreich auf die neuen Angebote?

Durchweg positiv. Eine der größten Überraschungen war die hohe Akzeptanz unseres Internet-Informations- und Bestellsystems. Binnen weniger Monate ist es uns gelungen, die Bestellquote über dieses System auf mehr als 90 Prozent der täglichen Abwicklungen zu heben. Dafür haben wir in Deutschland fast fünf Jahre gebraucht. Zudem wird das jetzt wesentlich umfangreichere Produktsortiment gerne genutzt. Nicht nur die Akzeptanz für neue Systeme und Prozesse ist außerordentlich hoch, gleiches gilt auch für neue Marken und Produkte. Nationale Orientierung oder Konzentration auf einheimische Waren oder Marken, also das, was man landläufig dem Franzosen unterstellt, ist für uns nicht spürbar. Dies hat uns auch ein wenig überrascht.

Thomas Veit: „Die Händler nehmen uns gerne und offen auf und testen unser Angebot.”
Thomas Veit: „Die Händler nehmen uns gerne und offen auf und testen unser Angebot.”

Thomas Veit: „Die Händler nehmen uns gerne und offen auf und testen unser Angebot.”Der französische Markt wird auf der Großhandelsseite weitgehend von einem Player dominiert. Welche Chancen sehen Sie für Soft-Carrier?

Bei nur einem großen Anbieter fehlt auf der Nachfrageseite sehr schnell eine Alternative. Die Händler nehmen uns gerne und offen auf und testen unser Angebot. Welche Chancen sollen wir uns bei unseren Leistungen sonst noch wünschen?

Zurück zu den beiden Märkten Österreich und Schweiz. Mit welchem Leis- tungsangebot sind Sie dort vertreten?

Unsere innovativen Konzeptangebote für den Fachhandel sind inzwischen bei den Interessenten weitestgehend bekannt. Der Endkunden-WebShop unter „liefert-es.com“ sowie der überaus erfolgreiche MarkenShop werden den österreichischen und schweizerischen Händlern ebenso angeboten wie sie den deutschen Kunden zur Verfügung stehen. Auch dort werden zunehmend die Vorteile für den Fachhandel erkannt, mit Alleinstellungsmerkmalen zu punkten. Die gute Akzeptanz verspricht eine rosige Zukunft.

Kontakt: www.softcarrier.com

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