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Onlinehandel 2008: Wohin geht die Reise?

Wer erfolgreich bleiben möchte, muss sich intensiv mit dem Thema E-Business beschäftigen – so lautet die Botschaft von Andreas Köninger, Vorstand der SinkaCom AG und Experte für Online-Marketing und Suchmaschinenoptimerung.

Das Internet hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Auf welche Veränderungen müssen sich Händler einstellen?

Umsätze verlagern sich massiv ins Internet: Zweistellige Wachstumsraten jährlich, im Gegensatz zur Entwicklung im stationären Handel. Die Tatsache, dass mehr als 50 Prozent der Kunden unter 35 Jahren regelmäßig online kaufen, spricht für sich. Wer zu den Gewinnern zählen will, muss diesen neuen Vertriebsweg erschließen.

Die Möglichkeit zur Interaktion nimmt weiter zu. Wo sehen Sie die Vor- und Nachteile für Webshop-Betreiber?

Die größten Probleme liegen in der fehlenden praktischen Erfahrung auf Betreiberseite. Der Zugang zum Internet ist für jeden, der älter als Mitte Zwanzig ist, schwerer. Es fehlt schlichtweg das Verständnis für diesen Vertriebsweg. Es werden Fehlentscheidungen getroffen und Fehlinvestitionen getätigt, was zu Frustration führt – dafür kann aber das Medium nichts. Gefährlich ist es aber auch, jedem aktuellen Trend, der gerade läuft, die Türe zu öffnen. Die Tatsache, dass es einfacher ist, einen Onlineshop umzubauen als ein Ladengeschäft, bedeutet nicht, dass es auch sinnvoll ist.

Das Stichwort „Multi-Channel“ ist in aller Munde. Warum ist dieses Geschäftsmodell so erfolgreich?

Andreas Köninger, Vorstand der SinkaCom AG: „Der Onlinehandel wird die nächsten Jahre deutlich zweistellig weiterwachsen und so neue Möglichkeiten eröffnen. Die Unternehmen, die es schaffen, sich diese zu erschließen, haben tolle Chancen.”
Andreas Köninger, Vorstand der SinkaCom AG: „Der Onlinehandel wird die nächsten Jahre deutlich zweistellig weiterwachsen und so neue Möglichkeiten eröffnen. Die Unternehmen, die es schaffen, sich diese zu erschließen, haben tolle Chancen.”

Andreas Köninger, Vorstand der SinkaCom AG: „Der Onlinehandel wird die nächsten Jahre deutlich zweistellig weiterwachsen und so neue Möglichkeiten eröffnen. Die Unternehmen, die es schaffen, sich diese zu erschließen, haben tolle Chancen.”Weil die Kunden so sind: Das Internet ist für viele Gesellschaftsbereiche Arbeitsmittel und fester Bestandteil des täglichen Lebens. Logischerweise wirkt sich das auch auf das Verbraucherverhalten und die Gewohnheiten aus. Wenn ich an einem Laden vorbeigehe und es gerade passt, gehe ich hinein und freue mich über die dortigen Möglichkeiten. Wenn ich aber am Arbeitsplatz sitze und in der Pause kurz was checken will, dann ist das Internet unschlagbar. Wer setzt sich da noch ins Auto und fährt in die Innenstädte? Der Verbraucher will seiner Situation entsprechend die Wahl haben, ob er auf der Couch abends im Katalog „stöbert” oder sich im Vorbeigehen im Fachhandelsgeschäft informiert oder sich via Web in fünf Minuten einen Marktüberblick verschafft und nachliest, welche Erfahrungen andere mit dem Produkt gemacht haben. Endlich ein Element, das mir entgegenkommt und es mir ermöglicht, rund um die Uhr – eben wann es mir gerade in den Sinn kommt – mich schlau zu machen, unabhängig von Öffnungszeiten, Standorten oder Papierkatalogen.

Welche Anforderungen stellen Kunden an E-Shops?

Die Nutzer erwarten ein eindeutiges Angebot: „Was gibt es hier?“ Wichtig ist ein klares Leistungs- und Produktversprechen: Beispielsweise die Marken X, Y und Z, Lieferung binnen 48 Stunden mit 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Entscheidend ist dabei ein offensives Bekenntnis zum Kunden: Call-Back-Beratung oder Onlineberatung direkt im Chat gehören unbedingt dazu. Geboten werden sollte ein einfacher Kaufprozess sowie eine klare Führung in der Kommunikation und in der Interaktion. Datenschutz und -sicherheit muss selbstverständlich sein. Die laufende Kommunikation darf nicht mit dem Kauf enden, sondern sollte sich auch auf die After-Sales-Phase erstrecken und Möglichkeiten zum Feedback und zur Zufriedenheitsanalyse bieten.

Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung ein?

Der Onlinehandel wird die nächsten Jahre deutlich zweistellig weiterwachsen und so neue Möglichkeiten eröffnen. Die Unternehmen, die es schaffen, sich diese zu erschließen, haben tolle Chancen.

Was empfehlen Sie Fachhändlern, die ihre Chancen mit Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing vergrößern möchten?

Die richtige Basis ist das A und O. Ohne passende Technik sind die Möglichkeiten, effizient zu arbeiten, sehr beschränkt. „Überlegt handeln und professionell arbeiten“ – die Grundlagen eines ordentlichen Kaufmanns gelten auch hier. Erschwerend kommt nun auch die technische Seite Web dazu. Die neuen Möglichkeiten, beispielsweise mit lokal begrenzter Werbung oder Videoclips zu arbeiten, eröffnen Potenziale, die undenkbar waren. Oder könnten Sie sich bereits vorstellen, nur in den Ausgaben der FAZ am Sonntag eine Anzeige zu haben, die im Umkreis von fünf Kilometern um Ihr Geschäft gelesen werden?

SinkaCom AG „Wir sind eine Webagentur, die von der ersten Idee bis zur laufenden Betreuung Projekte gemeinsam mit Kunden entwickelt und umsetzt. Wir sind sicher, dass nur so erfolgreiche Projekte entstehen können. Nur einen Teil davon zu realisieren reicht nicht, es muss das komplette Verständnis da sein“, erklärt Andreas Köninger. Als Mitbegründer der SinkaCom AG in Wiesbaden ist er seit Anfang 2001 als Vorstand tätig. Zuvor arbeitete er mehrere Jahre als Projektleiter im Multimediabereich von Leo Burnett in Frankfurt. Andreas Köninger ist seit vielen Jahren Experte für Online-Marketing und Suchmaschinen-Optimierung und spricht regelmäßig auf Fachkongressen über diese Themen.

www.sinkacom.de

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