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„Die Prismaner fühlen sich gut aufgehoben“

Vor knapp einem Jahr wurde aus der Prisma GmbH eine AG. Mitte Juni trafen sich 255 Prismaner zur Fachtagung in Dresden und zogen Bilanz. Nach den Rückgängen in 2006 konnten die Umsätze jetzt wieder gesteigert werden.

„Dresden, die Stadt August des Starken, war schon immer ein Ort der Lebensfreude und des Feierns“ konnten die Mitglieder in der Einladung zur ersten Fachtagung der Prisma AG lesen. Kaum vor Ort angekommen, durften sich die Teilnehmer gleich selbst davon überzeugen: Nach einem informativen Stadtrundgang durch das historische Elb-Florenz bot eine Schifffahrt entlang der Sächsischen Elbschlösser ausreichend Gelegenheit zum kollegialen Miteinander.

Trotz der vielfältigen Verlockungen der sächsischen Kulturmetropole fand das Prisma-Lieferantenforum, das am nächsten Morgen im Hilton Dresden Hotel seine Pforten öffnete, großen Zuspruch.

Bis zum gemeinsamen Mittagessen hatten die 16 Aussteller gut zu tun. Am Nachmittag begrüßten die Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Lessak (Berlin) und ihr Stellvertreter Heiner Brenner (Dillingen) die Teilnehmer zum offiziellen Teil der Veranstaltung. Beide gehören dem neunköpfigen Aufsichtsrat an, der von der Hauptversammlung gewählt wird. Das Team besteht aus vier weiteren Vertretern des Fachhandels: Ulrike Müller (Wolfsburg);

Michael Greiner (Winsen);

Robert Körner (Engen) und Ralf Mönch (Homberg). Bei den Vertretern des Großhandels gibt es eine personelle Veränderung. Dieter Taffel wird mit Wirkung vom 15. Juli sein Amt als Aufsichtsratsmitglied niederlegen. Als Nachfolger wurde der PBS Deutschland-Geschäftsführer Dr. Richard Scharmann vorgeschlagen. Im Rahmen der Hauptversammlung der Prisma AG soll er am 16. Juli in Düsseldorf in sein Amt gewählt werden. Klaus Danne (Kugelmann) sitzt ebenfalls für den Großhandel im Aufsichtsrat. Barbara Ammann als Sachverständige komplettiert das Team, das unter anderem über die strategische Ausrichtung der AG entscheidet, den Vorstand bestellt und die Geschäftsführung des Vorstands überwacht.

Im Anschluss präsentierte Prisma-Vorstand Michael Purper die aktuellen Zahlen. Nach den Verlusten im Jahr 2006 ist die Entwicklung im vergangenen Jahr durchaus erfreulich. Die Umsätze in der Zentralregulierung konnten von 102,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 104,5 Millionen Euro (inklusive LG-Buch) gesteigert werden.

Erstmals seit 2001 lag auch der Umsatz mit dem Prisma-Service-Centern (PSC);

also der Umsatz mit dem Großhandel, über dem Vorjahresniveau. Im vergangenen Jahr wurden 29,3 Millionen Euro mit dem Großhandel und 75,2 Millionen Euro mit der Industrie erwirtschaftet.

Informations- und Erfahrungsaustausch auf der ersten Fachtagung der Prisma seit der Umwandlung in eine AG: Ulrich C. Heckner (links) stellte die Ergebnisse der Prisma-Mitgliederbefragung vor, und Vorstand Michael Purper präsentierte die aktuellen Umsatzza
Informations- und Erfahrungsaustausch auf der ersten Fachtagung der Prisma seit der Umwandlung in eine AG: Ulrich C. Heckner (links) stellte die Ergebnisse der Prisma-Mitgliederbefragung vor, und Vorstand Michael Purper präsentierte die aktuellen Umsatzzahlen.

Informations- und Erfahrungsaustausch auf der ersten Fachtagung der Prisma seit der Umwandlung in eine AG: Ulrich C. Heckner (links) stellte die Ergebnisse der Prisma-Mitgliederbefragung vor, und Vorstand Michael Purper präsentierte die aktuellen Umsatzzahlen.Bei den Industrie-Lieferanten steht Libri mit 13,8 Millionen Euro Umsatz weiter unangefochten an der Spitze. Baier + Schneider folgt auf dem zweiten Rang mit 6,8 Millionen Euro. Auch Wolf + Sickenberg konnte im Vorjahresvergleich zulegen und 4,3 Millionen Euro Umsatz verbuchen, während Lamy (3,6 Millionen Euro) Einbußen hinnehmen musste. Spicers konnte 3 Prozent mehr Umsatz generieren (3 Millionen Euro). Die Entwicklung der Umsätze mit den einzelnen Prisma-Service-Centern ist sehr unterschiedlich. Während Kanzenel & Beisenherz weiterhin zwar klar mit 9,7 Millionen Euro Abrechnungsumsatz die Liste anführt, aber 5,7 Prozent Umsatzrückgang verschmerzen musste, konnten R & S (5,9 Millionen Euro);

Kugelmann (5,3 Millionen Euro);

Kneppe/Schreyer (3,1 Millionen Euro) sowie Hofmann + Zeiher (2,1 Millionen Euro) zulegen. Deutliche Umsatzeinbußen gab es dagegen bei Top Papier (1,5 Millionen Euro) und Hermann + Meyding (1,4 Millionen).

Erneut verringerte sich die Ausschüttung und liegt nun für das Jahr 2007 bei 1,414 Millionen Euro, das entspricht 1,7 Prozent des bonusfähigen Umsatzes. Die durchschnittliche Ausschüttung pro Mitglied betrug damit 1 877 Euro. Die Zahl der Mitglieder ist leicht gestiegen und lag im Mai 2008 bei 823.

Eine Reise wert: 255 Teilnehmer kamen zur Prisma-Fachtagung nach Dresden. Veranstaltungsort war das Hilton Dresden gleich neben der Frauenkirche.
Eine Reise wert: 255 Teilnehmer kamen zur Prisma-Fachtagung nach Dresden. Veranstaltungsort war das Hilton Dresden gleich neben der Frauenkirche.

Eine Reise wert: 255 Teilnehmer kamen zur Prisma-Fachtagung nach Dresden. Veranstaltungsort war das Hilton Dresden gleich neben der Frauenkirche.Sehr zufrieden äußerte sich Michael Purper über die Kooperation mit Büroring Büroforum 2000. Gerade die Öffnung des Büroring-Lagers bringe viele Vorteile für die Prisma-Mitglieder. Auch der gemeinsame Auftritt auf der Paperworld biete die Möglichkeit, Arbeit und Kosten zu sparen. Möglich sei das alles, so Michael Purper, „da die Chemie stimmt mit den Kollegen von Büroring“. Auch die Zusammenarbeit mit der LG Buch sei sehr erfreulich, erklärte Michael Purper. Neu ist die Kooperation mit der Spiel + Spaß GmbH. Seit April steht allen Prismanern damit ein kompetenter Partner im Bereich Spielwaren zur Seite.

Die im Anschluss von Ulrich C. Heckner vorgestellten Ergebnisse der Mitgliederbefragung spiegeln die große Zufriedenheit der Mitglieder mit der Prisma AG wider. „Die Prismaner fühlen sich gut aufgehoben“, kommentiert Heckner die Zahlen: 26,3 Prozent der Befragten äußerten, dass sie „sehr zufrieden“ sind und 68,6 Prozent gaben an, dass sie „zufrieden“ sind. Die Antworten zur wirtschaftlichen Lage des eigenen Unternehmens fallen dagegen ganz anders aus: Nur 11,7 Prozent schätzen ihre Situation als „gut“ ein, 39,8 Prozent als „befriedigend“ und erschreckende 41,1 Prozent der Befragten bewerten ihre Lage als „schwierig“, 4,7 Prozent sogar als „schlecht“. Entscheidend sei es, so Heckner, in dieser Situation „nicht wie ein Kaninchen auf die Schlange zu starren, sondern die Energie darauf zu verwenden, zu schauen, was man machen kann“. Hilfestellung gibt es seitens der Prisma reichlich, vom

Gut besucht: das Lieferantenforum als Kommunikationsplattform
Gut besucht: das Lieferantenforum als Kommunikationsplattform

Gut besucht: das Lieferantenforum als KommunikationsplattformKompetenzseminar über die Marketingunterstützung bis zur Standortsicherung. Das Ergebnis zeige allerdings auch, dass nicht alle Mitglieder über das Angebot ausreichend informiert sind. Rund 60 Prozent der Befragten kennen die angebotenen Finanzierungshilfen nicht. Aber 78,92 Prozent der Mitglieder nutzen die regelmäßigen Brancheninfos. Ein gelungenes Rahmenprogramm mit vielen Informationen und ausreichend Zeit zum fachlichen Austausch, aber auch Spaß und Genuss sorgte für zufriedene Gesichter. Besonderer Höhepunkt war die Abendveranstaltung im Panometer Dresden. Herzstück des Panoramaprojekts „1756 Dresden“ im Gasometer der Drewag in Dresden-Reick ist ein monumentales Panoramagemälde des Berliner Architekten und Künstlers Yadegar Asisi. Die Stadtansicht des barocken Dresden begeisterte aus den unterschiedlichsten Perspektiven und bot reichlich Gesprächsstoff.

Schon jetzt können sich die Prisma-Mitglieder auf die nächste Fachtagung freuen, die vom 19. bis 21. Juni 2009 in Heidelberg stattfinden wird.

www.prisma.ag

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