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Viel Service für die Mitglieder

Im Sommer 2009 wurde das Logistikzentrum der Soennecken LogServe GmbH in Overath eröffnet. Wir fragten Geschäftsführer Peter Poggenpohl, was sich in diesem Jahr getan hat und wie die Zukunftspläne aussehen.

Herr Poggenpohl, vor rund einem Jahr wurde das neue Logistikzentrum in Overath eröffnet. Was hat sich seitdem verändert? Läuft alles nach Plan?

Seit der Eröffnung unseres neuen Mitgliederlagers haben wir die relevanten Phasen, die mit dem Hochfahren einer neuen Logistik in Verbindung stehen, erfolgreich durchlaufen und abgeschlossen. Aktuell liegen Performance und Kosten sogar leicht besser als geplant. Mitarbeiter und Prozesse sind mittlerweile optimal auf die Produktionsabläufe abgestimmt, so dass wir unseren Mitgliedern einen Service bieten, der seinesgleichen in unserer Branche sucht.

Wie sieht dieser Service konkret aus?

Wir bieten eine Artikelverfügbarkeit von 99,1 Prozent bei einem Lagersortiment von ca. 13 000 Artikeln. Dies gewährleistet eine rund 95-prozentige Komplettauslieferungsquote auf der Auftragsebene, und dies innerhalb von 24 Stunden. Dieses Leistungsversprechen haben wir bei der Inbetriebnahme und dem Hochfahren der Logistik unseren Mitgliedern und deren Endkunden gegeben und lösen es jetzt sehr gerne ein.

Ein Lagersortiment von rund 13 000 Artikeln, eine Verfügbarkeit von 99,1 Prozent und Lieferung innerhalb von 24 Stunden: Service à la Soennecken LogServe
Ein Lagersortiment von rund 13 000 Artikeln, eine Verfügbarkeit von 99,1 Prozent und Lieferung innerhalb von 24 Stunden: Service à la Soennecken LogServe

Wie hat sich die Situation für die Soennecken-Händler verändert?

Die Mitglieder der Soennecken eG vermarkten ihre zentrale Logistik heute mit großem Stolz bei ihren Bestandskunden und in der Neukundenakquise, diese Rückmeldung von Mitgliedern und Endkunden bekommen wir sehr häufig. Dies tun sie mit dem Bewusstsein, dass die versprochenen Leistungen erbracht werden. Insbesondere Händler, die ohne eigene Lagerführung arbeiten und ihre Endkunden direkt von der LogServe beliefern lassen, profitieren von unseren Logistikleistungen. Die entstandenen Freiräume investieren unsere Händler verstärkt in vertriebliche Aktivitäten – auch das ist ein positiver Effekt des neuen Logistikzentrums.

Welche spürbaren Verbesserungen gibt es?

Wir bieten unseren Händlern heute ein breites Spektrum an Dienstleistungen. Hierzu zählt zum Beispiel die Kostenstellenbelieferung an die Endkunden unserer Mitglieder oder die Lieferung der vorkommissionierten Aufträge in einer zentralen Sammellieferung ans Lager des Mitglieds oder des Endkunden. Ein weiteres wichtiges Detail: Die Qualität unserer Verpackungen hat sich nachhaltig gesteigert. Acht verschiedene Kartongrößen gewährleisten eine optimale Disposition des Verpackungsmaterials auf die Auftragsgröße und damit eine Minimierung des Verpackungsmülls beim Endkunden. Diese Qualität der Aufträge würde jedoch nichts nützen, wenn sie nicht rechtzeitig an ihrem Zielort landen. Auch diese Vorgabe erfüllen wir heute optimal: Aufträge, die bis 17 Uhr bei uns eingehen, werden am nächsten Tag zugestellt. Wunschtermine für die Zustellung und Expresslieferungen werden ebenfalls umgesetzt. Und noch etwas: Zum 1. Juli 2010 haben wir die Frachtpreisgrenze für Lagerlieferungen um 50 Prozent und die auftragsgebundenen Versandkosten um 10 Prozent reduziert. An dem Einsparungspotenzial, das wir durch die neue Logistik gewinnen, beteiligen wir unsere Mitglieder mittelbar durch die Ausschüttung und unmittelbar, indem wir Effekte an unsere Mitglieder weitergeben.

Mit der Kapazitätserweiterung des Lagers und der Endkunden-Belieferung von Overath aus haben Händler die Möglichkeit, ihre eigenen Lager zu reduzieren oder komplett aufzulösen. Für welche Händler macht diese Lösung Sinn?

Peter Poggenpohl, Geschäftsführer Vertrieb und Einkauf: „Unser Anspruch ist es, unsere Qualität und unser Dienstleistungsportfolio ständig zu verbessern und zu erweitern.“
Peter Poggenpohl, Geschäftsführer Vertrieb und Einkauf: „Unser Anspruch ist es, unsere Qualität und unser Dienstleistungsportfolio ständig zu verbessern und zu erweitern.“

Die Umstellung auf einen lagerlosen Geschäftsbetrieb ist für unsere Mitglieder dann sinnvoll, wenn sich dadurch ihre Wirtschaftlichkeit und die Zufriedenheit der Endkunden steigert. Kundenzufriedenheit erreichen wir mit den gegenwärtigen Leistungen unserer Logistik in einem sehr hohen Maße. Der Faktor Wirtschaftlichkeit ist individueller zu beurteilen: Die Endkundensegmente des Händlers, die Dienstleistungsanforderungen der Kunden, das Geschäftsmodell des Händlers, seine Sortimentsbereiche, die Standortsituation, der Umsatz und einige Punkte mehr spielen da eine Rolle. Reduziert man die Entscheidungsfindung auf die Umsatzgröße, so ist ein Außenumsatz von < 10 Mio. € eine kritische Größe, die auf jeden Fall ein Beratungsgespräch mit unseren Vertriebsspezialisten sinnvoll macht. Der Zuspruch, den unser Vertrieb zu diesem Thema im Moment erhält, ist beeindruckend, er spiegelt das große Vertrauen in unsere Logistik wider.

Neben der kompletten Umstellung des Lagerbetriebes auf die LogServe bieten wir auch partielle Umstellungen an, zum Beispiel das Auslagern von bestimmten Sortimentsbereichen wie Besorgerartikel oder die Belieferung von Endkunden mit komplexen Dienstleistungsanforderungen, die bei den Händlern für den Fall der Eigenbelieferung ein hohes Investitionsvolumen bedingen.

Welches sind die nächsten geplanten Ausbauschritte bei den Services für die Händler und wann können diese damit rechnen?

Unser Anspruch ist es, unsere Qualität und unser Dienstleistungsportfolio ständig zu verbessern und zu erweitern – je nach aktuellen Anforderungen. So werden wir die Verpackungstechnik für sensible Produkte verbessern, und bei der Verfügbarkeit von Artikeln sehen wir uns als Branchen-Maßstab. Aktuell testen wir die Arbeitsplatzbelieferung von Endkunden mit ausgesuchten Händlern. Die Einlagerung von kundenindividuellen Artikeln wird unser Dienstleistungsportfolio abrunden – alle diese Dienstleistungen werden wir bis Jahresende umsetzen und anbieten können. Zusätzlich zu den logistischen Verbesserungen bieten wir unseren Mitgliedern auch vertriebliche Perspektiven, die sie im Wettbewerb unterstützen: Neben den etablierten Vertriebsseminaren und Akquisetools installieren wir eine Außendienstorganisation, die zunehmend über Erfahrung mit Endkunden verfügt. Dieses Know-how nutzen wir konsequent zur Unterstützung unserer Händler, bei der Akquise von Neukunden und der Entwicklung von Bestandskunden.

Zum Stichwort Vertrieb: Was machen Ihre Bestrebungen, große Kunden direkt zu beliefern? Gibt es Neuigkeiten?

Auch mit der Umsetzung dieser Pläne sind wir absolut im Zeitrahmen. Die wichtigsten Punkte sind im Moment die Festlegung der Regularien und Instrumentarien zum Mitgliederschutz, die Einberufung eines Mitgliederbeirats und die Rekrutierung entsprechender Mitarbeiter, um diesen neuen Geschäftszweig starten zu können. Die vernünftige, logische und nachhaltig erfolgreiche Entwicklung der Kooperation im Sinne unserer Mitglieder bestimmt auch bei diesem Vorhaben unsere Handlungen; Mitte nächsten Jahres rechnen wir in diesem Bereich mit den ersten Umsätzen.

www.soennecken.de

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