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Mit dem „Führerschein“ zum erfolgreichen 3D-Druck

Zum ersten „3D-Druck-Kongress“ hatte das Darmstädter Fachhandelsunternehmen Nothnagel Kommunikationssystem (NKS) ausgewählte Kunden ins Hessische Staatsarchiv eingeladen. Ein ganz aktuelles Thema wurde so in einem alt-ehrwürdigen Gebäude vorgestellt.

Reger Andrang herrschte beim „3D-Druck-Kongress“ des Fachhandelsunternehmens NKS im Hessischen Staatsarchiv in Darmstadt.
Reger Andrang herrschte beim „3D-Druck-Kongress“ des Fachhandelsunternehmens NKS im Hessischen Staatsarchiv in Darmstadt.

Über 80 Teilnehmer hatten Ende März einen Nachmittag lang die Gelegenheit, sich in Theorie und Praxis mit dem Thema 3D-Druck auseinanderzusetzen. Unter anderem informierten Jan Northoff und Fabian Kluge von der YOUin3D.com GmbH aus Berlin berichteten anschaulich über die Geschichte des 3D-Drucks, zeigten aktuelle Entwicklungen auf und erklärten die verschiedenen Produktionsverfahren auf, ihre Anforderungen und Möglichkeiten ebenso wie die noch vorhandenen Einschränkungen bei den verschiedenen Materialien.

Die Anwendungsmöglichkeiten für den 3D-Druck sind – obschon die Technik noch vergleichsweise in den Kinderschuhen steckt – vielfältig: Sie kann beispielsweise für den Bau von Prototypen in der Architektur oder den Bereichen Kunst und Design eingesetzt werden, aber auch für den Einsatz in der Medizin- und Zahntechnik oder die Herstellung von Verpackungen. Entsprechend gemischt war auch das Publikum auf dem Kongress in Darmstadt, zu dem das Fachhandelsunternehmen Nothnagel bestehende Kunden wie auch potentielle Neukunden – insbesondere aus dem Bereich Architektur – eingeladen hatte.

Für Peter Daunke, Vertriebsleiter bei NKS, ist es dabei wichtig, nicht einfach nur die Geräte zu verkaufen. Stattdessen hat man beim Unternehmen ein Paket zusammengestellt, dass neben der Hardware auch eine sinnvolle Erstausstattung mit Druckmaterial und eine Schulung umfasst – egal, ob das Gerät geleast oder gekauft wird: „Wir stellen hier allen Teilnehmern ein ganzheitliches Schulungs- und Trainingskonzept vor, das auch wenig technisch versierte Anwender in die Lage versetzt, mit dieser Technologie sofort zu arbeiten“, erklärte Daunke auf der Veranstaltung.

Schauen, Staunen, Fachsimpeln – die Ausstellungsstände mit den 3D-Druckern waren ständig umlagert. Aus dünnen, bunten Kunststofffäden produzierten die Maschinen in Windeseile die verschiedensten Formen.
Schauen, Staunen, Fachsimpeln – die Ausstellungsstände mit den 3D-Druckern waren ständig umlagert. Aus dünnen, bunten Kunststofffäden produzierten die Maschinen in Windeseile die verschiedensten Formen.

NKS setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit dem 3D-Drucker-Hersteller Omni3D, der auf dem 3D-Druck-Kongress einige seiner Druckermodelle vorführte. Nach den Vorträgen bildeten sich im Foyer des Hessischen Staatstheater rasch Menschentrauben um die dort auf gestellten 3D-Drucker. Auf besonders viel Interesse stieß dabei das Modell „Architekt PRO“, das mit seiner Grundplatte im A3-Format auch für die Herstellung größerer Objekte geeignet ist. Hier wurden aus Materialien wie PLA in kurzer Zeit beeindruckende Formen geschaffen.

Doch die Erstellung der dazu benötigten Vorlagendateien mit Hilfe von CAD-Software wie beispielsweise Blender ist keinesweg trivial: „Wir haben daher mit unserem Kooperationspartner einen ,Führerschein’ entwickelt, der in zwei Trainingstagen den Anwender in die technischen Grundlagen und die Handhabung der Software einweist“, erläutert Peter Daunke einen weiteren Teil des oben angesprochenen 3D-Druck-Pakets von NKS.

Von der Bedeutung des Themas ist man bei NKS überzeugt und will – unter anderem über die eigens gestaltete Website www.darmstadt3d.de – seine Kunden und Interessenten regelmäßig weiter über das Thema informieren und ihnen von Geräten über Trainingskonzepte bis hin zur Materialversorgung einen umfassenden Service rund um die neuen Techniken bieten. „Wir sehen inzwischen die Technik als ausgefeilt und produktiv einsetzbar an. NKS wird den 3D-Druck als zukunftsweisendes Geschäftsfeld weiter ausbauen”, kündigt Peter Daunke an.

www.nothnagel.de

darmstadt3d.de

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