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Die Nase immer im Wind

Fachkompetenz, Mut und Überzeugung aber auch ein Gespür für Trends und den eigenen Markt sind Eigenschaften die erfolgreiche Unternehmen auszeichnen. Eigenschaften, die man auch beim Offenbacher Fachhandelsunternehmen Hain kennt.

Drei Generationen unter einem Dach (v.l.): Firmengründer Günther Hain mit seiner Frau Edith, Maurizio Pittello mit seiner Frau Sara, Benjamin Martin Navas sowie Ingrid und Ricardo Martin Navas
Drei Generationen unter einem Dach (v.l.): Firmengründer Günther Hain mit seiner Frau Edith, Maurizio Pittello mit seiner Frau Sara, Benjamin Martin Navas sowie Ingrid und Ricardo Martin Navas

Es gibt nicht viele Unternehmen im Bürofachhandel hierzulande, die in ihrer über 50-jährigen Geschichte stets auf der Höhe der Zeit geblieben sind. 1958 von Günther Hain als Büromaschinenvertrieb und Fachwerkstatt gegründet blickt das Offenbacher Traditionshaus Hain auf eine nunmehr fast 55-jährige Firmengeschichte zurück. Eine Zeit, in der sich viel verändert hat.

„Das was wir tun, müssen wir zu 100 Prozent tun“, sagt Maurizio Pittello, der das Unternehmen in dritter Generation leitet. Mit Fokus auf die fünf Schwerpunkte Printing und Service, IT, allgemeiner Bürotechnik, Büromöbeln und -bedarf hat sich das Unternehmen mit heute 17 Mitarbeitern bei seinen überwiegend gewerblichen Endkunden als Spezialist für das positioniert. Vom Print-Management über Präsentations- und Medientechnik, Ak­tenvernichter und Postbearbeitungssystem bis hin zu IT-Services und Support bietet Hain neben dem Bürobedarf, der häufig als Türöffner dient, seinen Kunden ein breites Technikportfolio. Seit rund 15 Jahren beispielsweise befasst sich das Offenbacher Unternehmen als Partner von Grundig Business Systems mit dem Thema Diktieren. Als Premium Partner Digitales Diktieren sei man eines der wenigen Unternehmen, die das komplette Lösungsportfolio des Bayreuther Diktiergeräte-Spezialisten abbilden.

„Hauptstand­bein sind jedoch Druck- und Kopierlösungen“, mit denen das Unternehmen einem Anteil von rund 70 Prozent am Gesamtumsatz von erziele, erzählt Pittello. Neben Systemen von Ricoh, Utax und Samsung bietet Hain seinen Kunden mit Beratungs- und Servicekonzepten die Möglichkeit, ihre Druck- und Kopierlandschaft zu optimieren. Mit Bedarfsanalyse und Prozesskostenermittlung sowie anschließender Optimierung steht beim „5Point Concept“ vor allem eine Optimierung der Druckinfrastruktur nach Unternehmens- Kosten- und Anwenderkriterien im Fokus. Beim „5Point green Concept“ geht Hain noch einen Schritt weiter und analysiert darüber hinaus auch Faktoren wie Energiekosten, Papiereffizienz, Co2-Emission oder Anwenderverhalten.

Ein Unternehmen schreibt Geschichte: Vom ersten Sitz der Hein GmbH am Isenburgring in Offenbach über den Betrieb in der Offenbacher Landstraße in den 1960ern bis ...
Ein Unternehmen schreibt Geschichte: Vom ersten Sitz der Hein GmbH am Isenburgring in Offenbach über den Betrieb in der Offenbacher Landstraße in den 1960ern bis ...

Vor kurzem hat der Technikspezialist das Thema Flottenmanagement aufgegriffen und bietet Kunden ein aktives Monitoring ihrer Ausgabesysteme an. Dabei arbeitet Hain mit der THS-Tochtergesellschaft MHS zusammen, die das Flottenmanagementsystem FMAudit vertreibt. Der Kontakt sei über den Büroring, dem der Offenbacher Fachhändler schon seit Beginn angehört, zustande gekommen und nur wenig später habe man ein erstes Großprojekt gewonnen, erzählt Pittello. Beim Wiesbadener Unternehmen Mitsubishi Polyester Film, dem europäischen Standort der weltweit operierenden Mitsubishi Polyesterfolien Gruppe, konnte Hain nicht zuletzt aufgrund der Monitoring-Lösung 150 Utax-Multifunktionsgeräte platzieren. „Bei der Auswahl des Flottenmanagement-Systems war uns vor allem die Herstellerunabhängigkeit wichtig“, erzählt der Hain-Geschäftsführer. „Mit FMAudit sind wir nicht an bestimmte Abläufe gebunden.“ Und mit dem MHS-Team ständen zudem kompetente Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Trotz der teils guten Monitoring-Software der Hersteller habe man sich deshalb für die Lösungen des kanadischen Anbieters entschieden.

„Printing und IT verschmelzen immer mehr miteinander“, kennt der Hain-Geschäftsführer die Entwicklung. Dabei spielen auch für Hain Themen wie Dokumenten-Management oder die Beratung rund um Geschäftsprozesse eine wichtige Rolle. Zwar biete man hier Lösungen beispielsweise rund um das Thema Archivierung, erzählt Pittello, dies seien aber erst die Anfänge. Mit verschiedenen IT-Services berät und unterstützt das Unternehmen seine Kunden zudem rund um die IT-Infrastruktur und entwickle sich damit immer weiter in Richtung Systemhaus. „Als Fachhändler muss man auch hier die Nase im Wind haben, um die Trends zu erkennen und seinen Kunden einen direkten Nutzen zu bieten.“

... zum heutigen Geschäft des Traditionshauses in der Berliner Straße.
... zum heutigen Geschäft des Traditionshauses in der Berliner Straße.

Einen guten Riecher hatte Pittello auch Anfang 2012: Mit der Übernahme des Oberurseler Fachhandelsunternehmens My Office kam mit Büromöbeln ein weiterer Schwerpunkt hinzu. Zwar habe Hain auch in der Vergangenheit schon immer Möbel verkauft, allerdings nie nennenswerte Umsätze erzielt. Die Entscheidung in den Geschäftsbereich zu investieren, war aber wohl überlegt und „hat eingeschlagen wie eine Bombe“, sagt der Hain-Geschäftsführer. Durch die Akquisition des Spezialisten für ergonomische Büroeinrichtung werde man verstärkt wahrgenommen. Eine Wahrnehmung die der Offenbacher Fachhändler die Teilnahme an regionalen Gesundheitsmessen und Firmenveranstaltungen aber auch durch sein Ergonomie-Studio weiter gesteigert hat und auch künftig steigern will. Im Thema Büroeinrichtung sieht Pittello deshalb auch ein wichtiges Standbein für die Zukunft. Denn „Themen wie Ergonomie und Gesundheit werden nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung immer wich­­tiger.“

www.haingmbh.de

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