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Zepterübergabe bei Traditionshändler

Franz-Josef Westerholt hat sein Fachgeschäft prelle shop an die nächste Generation übergeben: Tochter Uta Westerholt führt seit März die Geschäfte – und will am Traditionsstandort in Osnabrück auch mal „flippig“ sein.

Franz-Josef Westerholt und Tochter Uta Westerholt: Zeit für den Generationswechsel
Franz-Josef Westerholt und Tochter Uta Westerholt: Zeit für den Generationswechsel

Der prelle shop ist seit über 150 Jahren die Adresse für Papierwaren und später auch für Schreibutensilien in Osnabrück. 1971 übernahmen Reni und Franz-Josef Westerholt das Geschäft von Adele Prelle und prägten dessen Auftritt auf den drei Etagen in der Osnabrücker Fußgängerzone für Jahrzehnte. Als der Fachhändler im Jahr 2010 zur Feier des 150-jährigen Bestehens einlud, kamen neben den lokalen Honoratioren auch langjährige Lieferantenpartner wie Manfred Lamy, Peter Rössler und Werner Boltze.

Seit dem 1. März hat die jüngste Tochter Uta Westerholt das Steuer in Osnabrück übernommen. Die 36-Jährige war zuletzt beim Süß- und Dauerbackwarenhersteller Intercookies in Unna als Prokuristin und kaufmännische Leiterin tätig. Es war ein „weicher“ Übergang, denn bereits seit vergangenem Herbst war sie je zwei Tage pro Woche im Unternehmen des Vaters, dennoch: „Der Abschied in Unna fiel mir wirklich nicht leicht. Aber ich hatte am nächsten Morgen einen phantastischen Empfang durch unsere Mitarbeiter in Osnabrück“, so die neue Chefin. Ihre Mitarbeiter hätten sie mit einer Willkommensgirlande und daran in Herzform angehefteten, guten Wünschen begrüßt: „Ich war völlig überrascht und habe mich riesig gefreut.“

Den prelle shop zeichnet eine fast familiäre Atmosphäre aus – zwischen den Mitarbeitern aber auch innerhalb der Inhaberfamilie stimmt das Klima. „So ist es bei uns Tradition, dass meine beiden Schwestern und ich in der Weihnachtszeit an den Samstagen im Laden mithelfen“, berichtet Uta Westerholt. Eva und Kati Westerholt wollen ihre Schwester weiter unterstützen. „Auch mein Vater wird mir noch beratend zur Seite stehen, ich schätze sein Wissen und seine Kreativität.“

Und was wird sich durch den Generationenwechsel verändern? Uta Westerholt will gute Traditionen beibehalten und etwa den prelle-shop-eigenen Osnabrück-Kalender weiterführen. Natürlich wird es auch Neuerungen geben: Sie möchte das Sortiment beispielsweise so ausrichten, dass es auch ein jüngeres Publikum anspricht. Zudem bereitet sie gerade die Umgestaltung der Bürobedarf-Etage vor: Gemeinsam mit Baier & Schneider und Rössler sollen der Schulshop und die Papierwand umgebaut werden. Sukzessive sollen Warenpräsen­tation und Ladengestaltung im gesamten Haus modernisiert werden.

„Im prelle shop wurden bereits in den vergangenen Jahren einige Neuerungen umgesetzt. Mit unseren Markenshops von Montblanc, Graf von Faber-Castell, Filofax, Lamy oder Stewo sind wir gut aufgestellt“, analysiert Uta Westerholt den Status quo. „Dennoch gibt es natürlich Bereiche, in denen ich in den nächsten Monaten auch den einen oder anderen ‚flippigen‘ Artikel anbieten möchte, beispielsweise in unserem Geschenkartikel- und Taschensortiment.“

www.prelleshop.de

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