BusinessPartner PBS

Deutschlands umweltfreundlichste Büros

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat Ende August in Hannover Deutschlands umweltfreundlichste Büros ausgezeichnet. Die große Anzahl der Teilnehmer am Wettbewerb „Büro & Umwelt“ unterstreichen den Stellenwert.

Stolze Preisträger beim Wettbewerb „Büro & Umwelt“: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (2. von rechts) überreichte die Urkunden.
Stolze Preisträger beim Wettbewerb „Büro & Umwelt“: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (2. von rechts) überreichte die Urkunden.

Stolze Preisträger beim Wettbewerb „Büro & Umwelt“: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (2. von rechts) überreichte die Urkunden.Bei dem vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. organisierten Wettbewerb „Büro & Umwelt“ hatten sich 125 Unternehmen in vier Kategorien beworben. Eine fachkundige Jury, in der auch die Zeitschriften C.ebra und BusinessPartner PBS vertreten waren, hatte anhand eines Fragebogens die überzeugendsten Bewerber ausgewählt. Den ersten Platz bei den Großunternehmen belegte der Baby-Nahrung-Hersteller Hipp-Werk aus Pfaffenhofen, bei den Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern siegte Stöber Antriebstechnik aus Pforzheim und bei den kleinen Unternehmen die Firma eurobinia Gerriet Harms aus Oldenburg. In der Sonderkategorie Verwaltungen, Öffentliche Einrichtungen und Behörden erreichte die Universität Leipzig den ersten Platz.

Alle Preisträger überzeugten dadurch, dass sie Umweltaspekten in ihrem Bürobetrieb besondere Aufmerksamkeit schenken. So kommt in den meisten Fällen Recyclingpapier mit Umweltzeichen zur Anwendung; häufig wird sogar der Papiereinsatz insgesamt minimiert. Generell wird bei der Be-schaffung von Büroprodukten auf deren Umwelteigenschaften geachtet und bevorzugt Produkte mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ gekauft. Besonders bei Bürogeräten kann auf diese Weise der Energieverbrauch reduziert werden. Die umweltfreundlichsten Büros zeichnen sich weiterhin dadurch aus, dass eine konsequente Abfall- und Wertstofftrennung erfolgt und die Büroreinigung möglichst umweltschonend stattfindet.

Beratung hautnah (von links): Judith Hufsky und Herbert Geis von Antalis informierten über Recyclingpapiere im Büro.
Beratung hautnah (von links): Judith Hufsky und Herbert Geis von Antalis informierten über Recyclingpapiere im Büro.

Beratung hautnah (von links): Judith Hufsky und Herbert Geis von Antalis informierten über Recyclingpapiere im Büro.Sigmar Gabriel betonte bei der Preisverleihung den großen Handlungsbedarf: „Viele Menschen wissen gar nicht, dass die Produktion und Nutzung von Bürogeräten, besonders von Computern, mit hohen Umweltbelastungen verbunden ist. Der Wettbewerb zeigt, wie vielfältig die Ansatzpunkte und wie groß die Potenziale für eine umweltfreundliche und Ressourcen schonende Gestaltung des Büroalltags sind. Er soll dazu beitragen, das Bewusstsein für Ressourcenschutz im Büro zu steigern – und natürlich zu umweltfreundlichem Handeln anregen.“

„Musterbüro“ auf der Ausstellung: Die Firma Memo zeigte die Möglichkeiten.
„Musterbüro“ auf der Ausstellung: Die Firma Memo zeigte die Möglichkeiten.

„Musterbüro“ auf der Ausstellung: Die Firma Memo zeigte die Möglichkeiten.Der Wettbewerb „Büro & Umwelt“ richtete sich an Unternehmen aller Größenordnungen sowie an öffentliche Einrichtungen und Verwaltungen. Die drei Bestplatzierten je Kategorie konnten Preise in Form von Gutscheinen für umweltfreundliche Büromaterialien im Gesamtwert von über 10 000 Euro gewinnen. Unterstützt wurde der Wettbewerb von zahlreichen namhaften Unternehmen, Verbänden und Medien der Bürobranche; gefördert wurde das Projekt zudem durch das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt. Gastgeber der Preisverleihungsveranstaltung war die Stiftung Arbeit und Umwelt der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Hannover. In den Räumen der Hauptverwaltung wurde die Veranstaltung mit rund 160 geladenen Gästen nebst interessanter Begleitausstellung, wo unter anderem der Bundesverband Bitkom sowie der Versender Memo je ein „Musterbüro“ präsentierten, durchgeführt. Zum Programm gehörten vier Fachbeiträge zum Thema Büro und Umwelt: Philipp Karch/Bitkom („Green IT im Büro“);

Michael Groß/LichtBlick („Umweltfreundliche Strombeschaffung fürs Büro“);

Herbert Geis/Antalis („Recyclingpapier fürs Büro – die vernünftige Alternative“) und Jürgen Schmidt/Memo („Umweltinnovative Büroprodukte“). Darüber hinaus präsentierten die vier ersten Preisträger ihr im eigenen Unternehmen umgesetztes Umweltkonzept.

Die Preisträger „Büro & Umwelt“ Kategorie „Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern“

1. Hipp-Werk Georg Hipp OHG, Pfaffenhofen (501 bis 1000 Beschäftigte) 2. Frankfurter Sparkasse, Frankfurt am Main (1001 bis 5000) 3. HypoVereinsbank AG, München (mehr als 10 000)

Kategorie „Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern“

1. Stöber Antriebstechnik GmbH u. Co. KG, Pforzheim (21 bis 50 Beschäftigte) 2. LR Gebäudereinigung GmbH, Barnstorf (201 bis 500) 3. Kyocera Mita Deutschland GmbH, Meerbusch (201 bis 500)

Kategorie „Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern“

1. eurobinia Gerrit Harms e.K., Oldenburg (1 bis 5 Beschäftige) 2. Öko-Energie, Limeshain-Himbach (1 bis 5) 3. Übersetzungsbüro Together Translations, Uelzen (1 bis 5)

Sonderkategorie „Verwaltungen, Öffentliche Einrichtungen und andere Institutionen“

1. Universität Leipzig, Leipzig (1001 bis 5000 Beschäftigte) 2. Stadt Heidelberg, Heidelberg (1001 bis 5000) 3. antagon theaterAKTion, Frankfurt am Main (21 bis 50)

Sonderpreis der Jury

Leguan GmbH, Hamburg (11 bis 20 Beschäftigte)

Zu B.A.U.M. Der B.A.U.M. e.V. wurde 1984 als erste überparteiliche Umweltinitiative der Wirtschaft gegründet und ist heute mit rund 500 Mitgliedern europaweit das größte Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften. B.A.U.M. unterstützt seine Mitglieder in allen Fragen des unternehmerischen Umweltschutzes und des nachhaltigen Wirtschaftens. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf praxisorientiertem Erfahrungsaustausch und Service. In der engen Vernetzung von Unternehmen, Kommunen und privaten Haushalten soll der integrative Ansatz von B.A.U.M. praxisnah und erfolgreich realisiert werden.

www.buero-und-umwelt.de  

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