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Ordern fürs Weihnachtsgeschäft

Uneinheitliche Trends bei den regionalen Ordermessen: Während die Messen im Norden und Süden sich über ein Plus an Besuchern freuen konnten, scheint der Start der Vivanti in Düsseldorf zu Lasten der Dortmunder Innowa gegangen zu sein.

Für viel Gesprächsbedarf unter Besuchern wie Ausstellern sorgte die am Standort Düsseldorf neu gestartete Vivanti (siehe Interview auf S. 59). In direkter räumlicher und zeitlicher Nähe zur etablierten Innowa angesiedelt, hat die neue Messe der H+K Messegesellschaft die traditionelle Gefüge der Ordermessen in Nordrhein-Westfalen verändert. Im Norden und Süden des Landes konnten andere Messegesellschaften davon unbehelligt ihre Veranstaltungen durchführen – und freuten sich über steigende Besucherzahlen.

„Gute Order – weniger Besucher“, so lautete das Fazit nach der 20. Ausgabe der Innowa in der Messe Westfalenhallen Dortmund. Waren im vergangenen Sommer 12 496 Besucher gezählt worden, so kamen in diesem Jahr 9753 Fachhändler – genau 22 Prozent weniger. Und dies trotz Jubiläums-Aktionen mit kostenlosen Parkplätzen, einer großen Tombola und Eintrittsgutscheinen. Ausstellungsleiterin Elke Frings: „Wir müssen ganz klar sagen, dass das Messe-Resümee ebenso durchwachsen ist wie die Marktsituation derzeit. Und so zerklüftet wie die Messelandschaft.“ Jetzt werde man die Messe genau analysieren, die Besucherbefragung auswerten und eine Ausstellerbefragung durchführen. „Und dann ziehen wir daraus die entsprechenden Schlüsse, um die Innowa für die Zukunft weiter zu stärken.“

www.innowa-dortmund.de

Knapp fünf Prozent mehr Besucher konnten auf der Early Bird in Hamburg gezählt werden. Insgesamt 15 644 Fachhändler und gewerbliche Endverbraucher bzw. 7888 Firmen besuchten die Hamburger Lifestylemesse in diesem Sommer. Messeleiter Volker König: „Das ist ein gutes Ergebnis, da wir im Vergleich zum Sommer 2010 ein Plus von 4,4 Prozent (7562 Firmen im Sommer 2010) bzw. 6,28 Prozent (13 763 Einzelbesucher im Sommer 2010) erzielen konnten. Mit diesen Zahlen nähern wir uns dem Ergebnis der Messen im Januar an, die traditionell immer die besser besuchten Messen waren.“ Auch mit der Anzahl der Aussteller zeigte sich der Veranstalter sehr zufrieden: 908 Aussteller präsentierten ihre Herbst- und Winterkollektionen. Zu den Trends im Bereich „Papeterie + Büro“ zählten opulente Paisley-Muster oder mit Goldfolie bedruckte Ornament-Serien, die Geschenktüten, aber auch Ordner und Hefter verzieren. Phantasievolle Adventskalender in Form von Tüten, kleinen Dörfern aus Pappe oder in Pyramidenform verkürzen das Warten auf das Christkind. Nach wie vor waren multifunktionale Alltagshelfer ein Thema.

www.earlybird-messe.de

Auch auf der TrendSet in München freute man sich über steigende Aussteller- und Besucherzahlen. Mit erstmals auch im Sommer mehr als 33 000 Fachbesuchen dürfte die TrendSet die größte Fachmesse ihrer Art im südlichen deutschsprachigen Raum sein. „Wir sind mit dem diesjährigen Verlauf der TrendSet im Sommer sehr zufrieden. Bereits im Januar hat sich das für uns abgezeichnet. Und wir freuen uns jetzt schon auf die kommenden Veranstaltungen. Sowohl unsere Marktzahlen als auch eine sehr gute Frühbuchersituation lassen uns hier überaus positiv nach vorne schauen“, so Tatjana Pannier, Geschäftsführerin der TrendSet GmbH.

Durch eine insgesamt sehr entspannte Orderatmosphäre habe sich das Plus in den Besucherzahlen auch in den gut gefüllten Orderbüchern der Aussteller wiedergefunden. Insgesamt seien hochwertige Kollektionen und aufwändige Standpräsentationen weiter auf dem Vormarsch. Gut angenommen wurde das Konzept der „Newcomer Area“, das dementsprechend weitergeführt werden soll.

www.trendset.de

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