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Wertschöpfungskette im Land behalten

Die aus den Firmen Han, Ideal, Maul, Renz, Sigel und Veloflex bestehende Initiative Standort Deutschland setzt auf Nachhaltigkeit. Wir sprachen mit Monika Dormann über die Resonanz und die weitere Entwicklung.

Monika Dormann, Vorsitzende der Initiative und Veloflex-Geschäftsführerin: „Wichtiges Anliegen der Mitglieder ist, dass heute und in Zukunft die Wertschöpfungskette in Deutschland erhalten bleibt.“
Monika Dormann, Vorsitzende der Initiative und Veloflex-Geschäftsführerin: „Wichtiges Anliegen der Mitglieder ist, dass heute und in Zukunft die Wertschöpfungskette in Deutschland erhalten bleibt.“

Der Start der Initiative Standort Deutschland liegt inzwischen mehr als dreieinhalb Jahre zurück. Was waren die Triebfeder und die eigentlichen Gründe für den Zusammenschluss?

Die Initiative Standort Deutschland hatte bei der Gründung das Anliegen, über alle Mitgliedsfirmen sich immer wieder einmal laut und manchmal leise für den Erhalt des Produktionsstandortes in Deutschland einzusetzen. Dabei wurde von den mittelständischen Firmen, die sich alle im Familienbesitz befinden und damit nicht fremdbestimmt werden durch Investmentfirmen oder andere Anteilseigner, auch die Verantwortung für die Zukunft des Standortes mit unterstrichen. Alle Unternehmen dieser Initiative, die sich überparteiisch und politisch unabhängig engagieren, bekennen sich zum Standort Deutschland durch ihre Investitionen in den Produktionsstandort, in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, durch das Angebot von Ausbildungsplätzen und letztlich auch durch die Zahlung von Steuern in Deutschland. Wichtiges Anliegen für alle Mitglieder ist, dass heute und in Zukunft die Wertschöpfungskette in Deutschland erhalten bleibt.

Welche gemeinsamen Aktivitäten wurden bzw. werden durchgeführt?

Gemeinsame Initiative: der Katalog „Top-Angebote fürs Büro“
Gemeinsame Initiative: der Katalog „Top-Angebote fürs Büro“

Um der Präsenz der Initiative Nachdruck zu verleihen, wird angestrebt, auf Fachmessen ebenso wie auf Hausmessen der Kunden einen gemeinsamen Platz zu beanspruchen, damit die Mitglieder sich als Firma individuell, jedoch gemeinsam unter dem Dach der Initiative präsentieren können. Ein Highlight ist sicherlich der jährliche Katalog „Top-Angebote fürs Büro“, der gerade in der Auflage 2010/2011 erschienen ist und noch ab einer Anzahl von 500 Stück mit einem individuellen Händlereindruck bestellt werden kann. Mit diesem Katalog kann der Händler seinen Endkunden die Neuheiten und die Klassiker der PBS-Hersteller der Initiative präsentieren.

Wie haben Ihre Handelspartner auf die Initiative reagiert?

Die Handelspartner, die ebenfalls inhabergeführt sind und sich in deutschem Eigentum befinden, sind erfreut über die Argumentationshilfen für ihre Sortimentsentscheidung für die qualitativ hochwertigen Artikel aus deutscher Produktion. Das Logo der Initiative wird von den Handelspartnern unter anderem zur Schaufenster-Werbung genutzt und dient damit auch der Identifikation.

Wie kommt Ihr Engagement bei den Endkunden an?

Gemeinsamer Aufritt: zuletzt auf der Büroring-Generalversammlung in Berlin
Gemeinsamer Aufritt: zuletzt auf der Büroring-Generalversammlung in Berlin

Wir stellen ein beachtliches Interesse fest. Gerade auf den Hausmessen der Handelspartner wird in und nach der Wirtschaftskrise sehr sensibel nach Produkten aus deutscher Produktion geschaut. Die Endkunden fragen nach Made in Germany.

Wie beurteilen Sie die weitere Entwicklung bzw. die Entwicklungsmöglichkeiten der Gruppe?

Die auf sechs Mitglieder gewachsene Gruppe wird sich langsam aber stetig weiterentwickeln – beispielsweise in Hinblick auf die Anbindung der Top-Angebote an den Commerce-Connector ab September dieses Jahres oder auch in Bezug auf die Anzahl der Teilnehmer der Initiative. Ein kontinuierliches und vor allem nachhaltiges Wachstum ist ein wichtiges Element der Initiative Standort Deutschland – Verantwortung für die Zukunft.

Die Initiative

Die Initiative Standort Deutschland besteht seit August 2006. Der Wunsch des Handels nach verbindlichen Aussagen war für die Gründungsmitglieder der auslösende Punkt, sich für eine gemeinsame Sache zu engagieren. Alle Unternehmen kommen aus der Bürobedarfsbranche, sind mittelständisch geprägt und befinden sich im Familienbesitz. Alle produzieren und vertreiben qualitativ hochwertige Markenprodukte mit hohem Innovationsgrad, die für Leistung, Qualität, Ideenreichtum und Zuverlässigkeit stehen.

Bei der Initiative stehen aber nicht die Produkte im Fokus, sondern die Unternehmen selbst. Inzwischen sind es die sechs Firmen Han, Ideal, Maul, Renz, Sigel und Veloflex, die sich zum Standort Deutschland bekennen, in die Ausbildung von Jugendlichen investieren, Arbeitsplätze schaffen und erhalten. Unternehmen, die auch mit ihren Steuern den Standort Deutschland unterstützen wollen.

www.standortdeutschland.org

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