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Umsätze mit Büro-Einrichtung

Nach vier Jahren mit deutlichen Umsatzsteigerungen hat die Wirtschaftskrise die Büromöbelbranche erreicht: Für das erste Quartal des Jahres meldet der bso Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel im Inlandsgeschäft einen Umsatzrückgang von 17,1 Prozent gegenüber Vorjahr.

Im Export schloss die Branche sogar mit einem Minus von 27,8 Prozent ab. Der Gesamtumsatz sank um 20,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Noch heftiger hat es allerdings den Fachhandel erwischt: Die Umsätze mit Büro- und Objekteinrichtung sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach Angaben des Bundesverbands Bürowirtschaft (BBW) sogar um rund 30 Prozent eingebrochen. Zum Vergleich: Der Umsatz beim Handel mit gewerblichen Bürobedarf sei zwar auch gesunken, mit rund 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel der Rückgang dieser „Produkte des täglichen Bedarfs“ aber vergleichsweise niedrig aus. Insgesamt beobachtet der BBW eine stärkere Differenzierung zwischen „guten“ und „schlechten“ Händlern: Während die Umsatzzahlen einzelner Unternehmen zwar durchaus kritisch einzustufen seien, laut BBW aber „in einen Gesamtrahmen vorausschauender Unternehmensplanung passen“, hätten andere Händler Umsatzrückgänge von bis zu 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Nur Unternehmen mit guter Kapitaldecke, skalierbaren Prozesskosten und einer auch in Krisenzeiten halbwegs erfolgreichen Akquise würden daher die Krise unbeschadet überstehen. Wie die Fachhändler am besten auf die Krise reagieren sollten, will der BBW am 7. Oktober in Köln im Rahmen einer Fachtagung vermitteln. Die Hersteller reagierten auf den Umsatzrückgang bereits frühzeitig mit einer Anpassung der Kapazitäten. Die Unternehmen hätten die Arbeitszeitkonten abgebaut und reduzieren die Zahl der Wochenarbeitsstunden. Einige Büromöbelhersteller meldeten zudem Kurzarbeit an. Nach Angaben des Branchenverbandes nutzt die Mehrzahl dieser Unternehmen die Zeit zur Weiterbildung der Mitarbeiter. Darin und in der Weiterentwicklung der Produkte sieht der bso den Schlüssel für die zukünftige Entwicklung der Branche. „Spätestens wenn am Ende des Krisentunnels nicht nur ein leichtes Flackern, sondern stabiles Licht zu sehen ist, werden die Unternehmen den Prozess der Umgestaltung ihrer Büros wieder schneller vorantreiben“, prognostiziert Hendrik Hund, der Vorsitzende des bso. Schließlich könnten moderne Büromöbel auch zu einer Verbesserung der Kommunikation am Arbeitsplatz und zur Steigerung der Produktivität beitragen.

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