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Neue Lichtkonzepte auf dem Vormarsch

LED-Leuchten sind wahre Energiesparer. Insbesondere beim Dauereinsatz im Einzelhandel können sie ihre Vorteile ausspielen. Wolfgang Bensch von pb Licht+Konzepte erklärt, weshalb sie dennoch nicht für alle Einsatzzwecke im Fachhandel geeignet sind.

In ihrem Showroom in Hilden demonstriert der Hersteller pb Licht+Konzept aktuelle Beleuchtungstrends im Einzelhandel.
In ihrem Showroom in Hilden demonstriert der Hersteller pb Licht+Konzept aktuelle Beleuchtungstrends im Einzelhandel.

In aktuellen Raumgestaltungskonzepten für den Fachhandel wird oft mit offenen Decken gearbeitet, auf die Stromschienen mit Strahlern installiert werden. Dies ergibt eine interessante Optik und lässt Verkaufsflächen transparent und großzügig erscheinen. Doch immer mehr tritt bei aktuellen Modernisierungsprojekten im Einzelhandel die klassische Unterteilung von Grundbeleuchtung, Randzonen-Ausleuchtung und Akzent-Beleuchtung mit verschiedenen Leuchtentypen in den Hintergrund zugunsten von Konzepten, bei denen mit einer einzigen Leuchten-Type gearbeitet wird. Der Unterschied: Um die Lichteffekte zu variieren, werden dann unterschiedliche Reflektoren eingesetzt. Das Ganze wird noch je nach Bedarf durch wechselnde Leuchten-Anordnungen unterstützt.

Energiekosten sparen – mit dem passenden Leuchtkonzept

In Zeiten steigender Energiepreise sind Beleuchtungskonzepte mit niedrigerem Energieverbrauch ein wichtiges Thema für Fachhändler. Diese Forderung wird insbesondere dort drängend, wo schon durch Klimatisierung erhebliche Zusatzkosten zu schultern sind. Die „klassische“ Be-leuchtungstechnik mit Keramik-Metalldampflampen à 70 Watt wird aktuell durch Systeme mit 50 Watt oder sogar nur noch 35 Watt abgelöst. Dies wird einerseits möglich durch eine höhere Lichtausbeute der Leuchtmittel in der jeweiligen Wattstärke – bedingt durch Weiterentwicklungen bei den Herstellern Osram und Philips –, andererseits durch stark verbesserte Reflektoren der Leuchtenhersteller wie die „VPF“-Reflektortechnik von pb Licht+Konzepte. Durch diese Maßnahmen lässt sich bei nahezu gleicher Lichtstärke eine Reduzierung des Wattverbrauchs bis zu 40 Prozent erreichen.

Gastautor Wolfgang Bensch von pb Licht+Konzepte, Hilden: „Die LED-Technik von heute wird morgen schon wieder überholt sein.“
Gastautor Wolfgang Bensch von pb Licht+Konzepte, Hilden: „Die LED-Technik von heute wird morgen schon wieder überholt sein.“

Die LED-Technik ist zweifellos auf dem Vormarsch. Allerdings ist es eine junge Technik, und dies bedeutet auch schnellen Wandel. So kann es passieren, dass die Systeme, in die man heute investiert, morgen schon veraltet sind. Dennoch: LEDs bieten sich heute schon an für alle hinterleuchteten Bereiche wie Lichtvouten und Rückwände, wo die LED-Technik mit einfach zu verarbeitenden Strips – etwa selbstklebende, flexible LED-Lichtbänder – die klassische Leuchtstoffröhre verdrängt. Ebenso verhält es sich mit Lichtwänden, Diawänden und Farbwechsel-Anlagen. Vorteile der LED-Technik sind die Langlebigkeit und Flexibilität sowie der geringe Stromverbrauch und der minimale Platzbedarf.

Für die Warenausleuchtung bedienen sich Fachhändler jedoch immer noch im Strahlerbereich. Nach Aussagen der bedeutenden Hersteller sind die Keramik-Metalldampflampen im Vergleich mit den LED-Systemen nach wie vor leistungsfähiger: Die Lichtausbeute pro Watt ist bei Keramik-Metalldampflampen eher höher als bei LED. Vielfach erzeugen LED-Systeme ein weniger brillantes Licht als Keramik-Metalldampflampen, auch lässt sich in der Praxis die versprochene Energie-Einsparung von LED-Licht gegenüber den Keramik-Metalldampflampen noch nicht erreichen, auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird. Dies wird sich mit zunehmender Weiterentwicklung der Technik aber künftig zweifellos ändern. Die LED-Chips in den Strahlern werden in ein bis zwei Jahren andere und alte Systeme überholt sein. Dies bedeutet für einen Austausch oder das Nachrüsten heute und Reparaturen von morgen Nachteile.

Einbaustrahler „HLE.15.050“ : maximal 2 x 3000 Lumen und aktive Kühlung
Einbaustrahler „HLE.15.050“ : maximal 2 x 3000 Lumen und aktive Kühlung

Problematisch ist zudem, dass bei LED-Systemen mit höheren Wattleistungen eine aktive Kühlung notwendig wird und solche Lüfter eine zusätzliche Quelle für Defekte darstellt. In die Kalkulation einbezogen werden müssen schließlich die hohen Anschaffungspreise von LED-Systemen, sie liegen derzeit um zirka 50 Prozent höher als die der herkömmlichen Beleuchtungstechnik.

Dennoch spricht auch einiges für den Einsatz der neuen Technik für spezielle Zwecke: Einer der wesentlichen Vorteile ist die extrem lange Lebensdauer der Leuchtmittel bei gleichbleibenden Temperaturen, Temperaturschwankungen reduzieren die Lebensdauer spürbar. Da die LED-Technik keine Strahlungshitze verursacht, empfiehlt sie sich für Raumzonen mit niedrigen Decken, damit der Kunde keine unangenehme Hitze durch die Beleuchtung empfindet. Auch wenn die Beleuchtung in schwer zugänglichen Zonen wie Treppenhäusern installiert werden muss, kann es sich schon heute lohnen auf LED-Lampen mit ihren rund 50 000 Stunden Lebensdauer zu setzen, wenn damit der teure Einsatz von Steigern und Gerüsten für den Austausch der Leuchtmittel reduziert wird.

www.pb-licht-konzepte.de

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