BusinessPartner PBS

Ökologisch über den ganzen Zyklus

Der finnische Papierhersteller UPM-Kymmene hat die Umweltwirkung seiner Produkte während des gesamten Lebenszyklus im Auge. Deshalb hat er für mehr als 100 Produkte das Öko-Label der EU erhalten.

Ökologisch vom Rohstoff bis zum Fertigprodukt: Papiere von UPM
Ökologisch vom Rohstoff bis zum Fertigprodukt: Papiere von UPM

Papier ist nicht automatisch umweltfreundlich, nur weil es mit dem Recyclingsymbol oder anderen Öko-Labels gekennzeichnet ist. Die Umweltverantwortlichkeit insgesamt verlangt nach mehr als nur einem originellen Label – so die Einschätzung von UPMs Vice President, Environmental Affairs, Phil Riebel. Er sieht akuten Bedarf für einen gemeinsamen Indikator: „Was wir brauchen, ist ein Label, das wirklich den gesamten Lebenszyklus eines Produkts berücksichtigt und den Konsumenten nicht irreführt.“

„Wir brauchen ein Label, das den gesamten Papierlebenszyklus abdeckt“, meint Vice President Phil Riebel.
„Wir brauchen ein Label, das den gesamten Papierlebenszyklus abdeckt“, meint Vice President Phil Riebel.

Immer mehr Unternehmen führen Regeln und Richtlinien für den verantwortungsvollen Einkauf von Papier ein. Für sie ist es wichtig, dass das Papier einen umweltfreundlichen CO2-Ausstoß (Carbon-Footprint) aufweist und dass es auf umweltverträgliche Weise gefertigt wurde. Und hier bieten die verschiedenen Label und Zertifikate eine wichtige Orientierungshilfe.

„Die PEFC- und FSC-Forstzertifizierung ist eine gute Möglichkeit zu zeigen, dass der Rohstoff Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Allerdings sagt sie beispielsweise nichts über den Produktionsprozess oder die im Werk eingesetzten Energiequellen aus. Sie deckt nur einen Teil des Papierlebenszyklus ab“, erklärt Riebel. Das EU-Umweltzeichen, das speziell für Kopierpapiere und für grafische Papiere gilt, setzt strenge Kriterien für den gesamten Herstellungsprozess an – vom Holz aus zertifizierten Wäldern über die verwendeten Chemikalien, den Energieverbrauch und die Emissionen bis zum Abfallmanagement.

Das EU-Umweltzeichen wurde mehr als 100 UPMProdukten verliehen.
Das EU-Umweltzeichen wurde mehr als 100 UPMProdukten verliehen.

„Das Öko-Label der EU wurde mehr als 100 Papierprodukten von UPM verliehen. Es ist der richtige Ansatz, da es Recyclingfasern und zertifizierte Holzfasern als gleich wichtig behandelt. Es deckt den gesamten Lebenszyklus des Papiers ab und stellt meiner Meinung nach eine gewisse Garantie für einen akzeptablen Carbon-Footprint dar“, fährt Riebel fort. Er freut sich darüber, dass heutzutage immer mehr Menschen den Lebenszyklusansatz verstehen, anstatt sich einfach nur auf einzelne Umweltfaktoren zu konzentrieren. Seit einiger Zeit bietet UPM Kunden ausführliche Umweltberichtskarten wie die „Paper Profiles“ an, die auch Einzelheiten zum Carbon-Footprint des Papiers liefern.

„Basierend auf dem, was wir über den industriellen Durchschnitt wissen, sind wir der Überzeugung, dass der Carbon-Footprint unseres Papiers bis zu 60 Prozent unter dem industriellen Durchschnitt liegen kann, da wir beträchtliche Summen in erneuerbare Energie investiert haben und in großem Umfang kohlenstofffreie Energie nutzen. Je mehr Kunden und Endanwender die Bedeutung der Untersuchung des gesamten Lebenszyklus der Produkte verstehen, desto mehr Wert haben die Produkte von UPM für die Gesellschaft und die Umwelt“, davon ist Riebel überzeugt.

www.upm-kymmene.com

Verwandte Themen
Papierhersteller UPM erweitert sein Angebot für Online-Serviceleistungen. (Bild Monitor: Thinkstockphotos 166011575)
UPM startet neuen eOrder-Service weiter
Papierproduktion bei UPM in Augsburg: Der Hersteller reduziert seine Kapazitäten im Bereich grafische Papiere. (Bild: UPM)
UPM baut Kapazitäten ab weiter
UPM Paper ENA erneuert Organisationsstruktur weiter
Winfried Schaur
Winfried Schaur führt UPM Paper ENA weiter
UPM muss weiter Strukturen umbauen weiter
Vorreiter in Sachen Umweltfreundlichkeit weiter