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Recyclingpapier wird zur Chefsache

Der umfassende Einsatz von Recyclingpapier ist Ausdruck einer insgesamt nachhaltigen Unternehmensführung – das gilt nicht nur für die KMUs, auch Großkonzerne wie die Lufthansa oder DHL haben das erkannt.

Das verdeutlicht der Sonderpreis „Deutschlands recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen“, der am 6. November im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises verliehen wird. Nominiert sind die kleinen und mittleren Unternehmen Memo, Studiosus Reisen und Oekom Research. Aber auch Großkonzerne setzen bereits verstärkt auf Recyclingpapier.

Dr. Karlheinz Haag, Leiter Umweltkonzepte bei Lufthansa
Dr. Karlheinz Haag, Leiter Umweltkonzepte bei Lufthansa

Dr. Karlheinz Haag, Leiter Umweltkonzepte bei LufthansaDer Reiseanbieter Studiosus, die Rating-Agentur für nachhaltige Anlagen Oekom Research und der Büro-Versandhändler Memo sind Vorreiter bei der Nutzung von Recyclingpapier. Die Unternehmensführungen haben das umweltfreundliche Papier als Baustein einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Firmenstrategie fest integriert. So nutzen die drei Unternehmen für interne Zwecke fast vollständig oder sogar ausschließlich Recyclingpapier mit dem weltweit anspruchsvollsten Umweltzeichen Blauer Engel. Alle Publikationen wie Broschüren oder Kataloge drucken die Nominierten außerdem konsequent auf Recyclingpapier.

„Mit der Wahl des Papiers drückt die Unternehmensführung in besonderer Weise aus, dass ihr Nachhaltigkeit ein ernstes Anliegen ist. Und zwar unabhängig von der Unternehmensgröße“, sagt Michael Söffge, Geschäftsführer von Steinbeis Papier Glückstadt, dem Paten des Sonderpreises für „Deutschlands recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen“.

Auch die Vorstände von Großkonzernen haben die wichtige Rolle erkannt, die modernes Recyclingpapier für die Umsetzung von glaubwürdigen und wirkungsvollen Nachhaltigkeitsstrategien spielt.

So wie bei der Deutschen Lufthansa AG. Der Konzern setzt bereits in sehr vielen Unternehmensbereichen konsequent Recyclingpapier ein und ist dabei, an den meisten Standorten das Drucker- und Kopierpapier auf hochwertiges Recyclingpapier umzustellen. In einigen Geschäftsfeldern hat der Konzern bereits heute eine Quote von 100 Prozent Recyclingpapier erreicht. Drucker- und Kopierstationen von Lufthansa Cargo in Frankfurt werden nur noch mit Recyclingpapier bestückt, gleiches gilt für die Geräte der Lufthansa Verwaltung LAC. Bei der Lufthansa CityLine kommt intern Recyclingpapier zum Einsatz, und der Lufthansa Flugbetrieb nutzt für Briefingpapiere ausschließlich Recyclingpapier. Auch der Geschäftsbereich Lufthansa Technik setzt bereits zu 60 Prozent Recyclingpapier ein. Lufthansa Systems wiederum plant, den Büropapierbedarf bis zum Jahr 2010 auf Recyclingpapier umzustellen.

Andreas Steenbock, technischer Leiter bei Steinbeis Papier Glückstadt
Andreas Steenbock, technischer Leiter bei Steinbeis Papier Glückstadt

Andreas Steenbock, technischer Leiter bei Steinbeis Papier GlückstadtDer Konzern gibt mit der umfangreichen Nutzung von Recyclingpapier ein klares Signal: „Durch die Verwendung von Recyclingpapier kann jeder Mitarbeiter auf einfache Weise dazu beitragen, die Umwelteffizienz der Lufthansa zu erhöhen und dadurch Kosten zu sparen“, so Dr. Karlheinz Haag, Leiter Umweltkonzepte des Konzerns. Durch die Umstellung der Deutschen Lufthansa AG auf Recyclingpapier werden jährlich mehr als elf Millionen Liter Frischwasser und Energie für 6000 PC-Arbeitsplätze eingespart sowie 56 Tonnen CO2 vermieden.

Auch andere Großunternehmen setzen Recyclingpapier aufgrund seiner ökologischen Vorzüge bereits auf breiter Basis ein. So hat sich beispielsweise Deutsche Post DHL dazu entschlossen, das umweltfreundliche Papier nicht nur als Büropapier zu verwenden, sondern auch den Geschäftsbericht auf Recyclingpapier mit dem Blauen Engel zu drucken – ein klares Zeichen, dass Recyclingpapier ein fester Bestandteil nachhaltigen Wirtschaftens im Unternehmen ist.

Recyclingpapier ist in den Chefetagen angekommen, weil es mit dem Ziel einer nachhaltigen Unternehmensführung verbunden ist. Letztere hat in Unternehmen jeder Größe mittlerweile ihren festen Platz. Dem Beispiel von Deutsche Lufthansa AG, Deutsche Post DHL und auch mittelständischer Unternehmen wie Memo, Studiosus und Oekom Research werden somit in Zukunft weitere folgen. Ein zusätzlicher Grund: Der Sonderpreis für Deutschlands recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen belegt nicht nur die Relevanz von Recyclingpapier für Nachhaltigkeit, er würdigt außerdem öffentlich den umfassenden Einsatz dieses Ressourcen schonenden Arbeitsmittels.

www.papiernetz.de www.deutscher-nachhaltigkeitspreis.de

Nominiert sind ... Der Sonderpreis für Deutschlands recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen wird im Rahmen des Wettbewerbs um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis vergeben. Die Nominierungen in der Hauptkategorie „Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen“ sind: • Alnatura • Baufritz • Memo AG

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