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Wohin geht der Trend?

Nach wie vor bietet das Segment „Kalender & Notizbücher“ gerade auch dem stationären Fachhandel gute bis sehr gute Perspektiven. Beliebt sind weiterhin die klassischen Formate, zudem stehen populäre Crossover-Produkte bei einigen Kunden hoch im Kurs.

Der Markt für Kalender entwickelt sich weiterhin positiv. Trotz zunehmender Digitalisierung konnte der Einzelhandel den Umsatz im Segment Kalender auch im vergangenen Jahr – wenn auch geringfügig – weiter steigern. Vor allem im Buchhandel zählen Kalender inzwischen zu den Umsatzbringern. Interessante Anregungen bieten in diesem Zusammenhang die Kalenderausstellungen auf der Frankfurter und der Leipziger Buchmesse, die in Kooperation mit dem Arbeitskreis Kalenderverlage im Börsenverein des Deutschen Buchhandels organisiert werden.

Eine weitere Orientierung verspricht auch in diesem Jahr wieder der „Gregor International Calendar Award“. Rechtzeitig vor Beginn der Verkaufssaison der Kalender 2015 wird der Graphische Klub Stuttgart im August wieder die begehrten Auszeichnungen an die Verlage vergeben. Bei der Prämierung der Verlagskalender werden neben gestalterischen und technischen Kriterien auch die Käuferinteressen und Verbraucheransprüche berücksichtigt. Insgesamt werden die Verlagskalender nach folgenden Kriterien beurteilt: Gesamteindruck, Funktionalität, Idee, Originalität, Konzeption, Gestaltung, Fotografie und Typografie sowie Qualität der Produktion. Im vergangenen Jahr ging die höchste Auszeichnung „Bester Verlagskalender“, an die edition panorama in Mannheim für den Kalender „Venezia“. Zusätzlich wurden zwei weitere Sonderpreise vergeben: Das „Ausgezeichnete Konzept“ ging an den KV&H Verlag für den Kalender „Elemente“ und in der Kategorie „ausgezeichnetes soziales Engagement konnte sich die Gesellschaft für bedrohte Völker für den Kalender „Frauen 2014 – Stark und verletzlich“ über den Preis freuen.

Auch in der kommenden Saison ist wieder mit vielen attraktiven Neuheiten zu rechnen. Wir wollten daher schon jetzt von verschiedenen Herstellern wissen:

Was sind die aktuellen Trends im Kalendermarkt?

Michael Schweins, Geschäftsführer bei der arsEdition:

Wir stellen fest, dass sich die Geschenkbuchthemen von arsEdition sehr gut ins Kalenderformat übertragen lassen. Unsere beliebten Themenwelten „Kluge Frauen“ oder „Der kleine Prinz“ kommen als Kalender sehr gut an und auch Lebensweisheiten sind viel gefragte Alltagsbegleiter, die „Frau“ gerne im praktischen Kalenderlayout bei sich trägt. Allgemein sind es oft spezifische Interessensgebiete, die den Kalendermarkt bestimmen, seien es Mondkalender, Kalender über Katzen oder das Gärtnern. Auch Humor ist ein wichtiger Faktor. Was die Formen angeht, so entfernt sich der Trend immer mehr vom klassischen Wandkalender und die heutige to go-Gesellschaft bevorzugt eher die praktischen Taschenformate oder ihre digitalen Varianten. Aus diesem Grund bieten wir den „Kleinen Prinzen“ ebenfalls als Kalender-App an. Ästhetik und Nutzen werden hier für iPhone-User optimal kombiniert.

www.arsedition.de

Antje Voland, Verkaufsleiterin bei DuMont Kalender:

Mit den Trends ist es im Kalendergeschäft nicht so einfach, man muss sie quasi mit zwei Jahren Vorlaufzeit antizipieren. Letztendlich gibt es im Kalendermarkt nicht den einen Haupttrend. Wir müssen vielmehr Programmvielfalt bereithalten, um die verschiedenen Zielgruppen und Absatzmärkte passgenau bedienen zu können. An Neuerscheinungen bringen wir pro Jahr rund 60 Titel heraus. Manchmal gelingt es, selbst einen Trend zu setzen: So waren wir der erste Kalenderverlag, der mit Tapetenmustern als Kalenderhintergrund gearbeitet hat. Das machen mittlerweile viele. Unser Partnerplaner „Tapetenwechsel 2014“ belegte Platz eins der Top 100 Notizkalender nach Umsatz, laut Media Control. Aktuell sehen wir folgende Trends: Bei den Themen ist Selbstgemachtes aus Küche, Haus und Garten gerade im Kommen. Hier knüpft beispielsweise der Wochenkalender „Selbstgemacht“ an. Infografiken als aktuell sehr verbreitete Form der Aufbereitung von komplexen Sachverhalten gepaart mit einer attraktiven Optik sind prädestiniert für ein Kalendermotiv, oder auch Grafiken mit Augenzwinkern, wie die witzigen Entscheidungsbäume zu allen möglichen Fragen des Alltags. Bei Designs dreht sich in diesem Jahr viel um Muster – von modern und grafisch bis charmant-verspielt über retro oder künstlerisch-illustriert. Diesen Trend bedienen wir unter anderem mit den beiden Designerinnen Felicitas Horstschäfer und Carola Pabst. Bei den Formaten liegen ganz deutlich Familienkalender voll im Trend. Offensichtlich ist das Bedürfnis groß nach Planern mit allen Familienterminen auf einen Blick. Wir beobachten trotz aller Digitalisierung, dass Familien- und Notizkalender sowie Taschenkalender besonders gut verkauft werden. Neu für 2015 sind bei DuMont Kalender mit begleitender App beziehungsweise begleitendem digitalen Content. Für 2015 wird es drei Titel geben, wo eine solche Flankierung Sinn macht.

www.dumontkalender.de

Bernhard Fetsch, Gesamtvertriebsleiter und Geschäftsführung Vertrieb & Marketing beim KV&H Verlag:

Einer der wichtigsten Faktoren für die Kaufentscheidungen ist die persönliche thematische Vorliebe: Kalender bieten die einmalige Mischung des emotionalen Wertes der Ausstattung sowie den Nutzwert des Kalendariums – ganz gleich, ob an der Wand, im Büro oder in der Tasche. Aufgrund der Nutzung der oftmals immer gleichen Kalenderform durch den Endkunden, ergeben sich für einzelne Kalender recht stabile Umsatz- und Nachfragewerte. Daneben gibt es eine Reihe zusätzlicher Wachstumstreiber: populäre Cross-Over-Produkte zu den großen Kino- oder TV-Erfolgen wie der Hobbit, City of Bones und Harry Potter sowie Lizenzen von den erfolgreichsten Bundesliga-Clubs, beispielsweise der FC Bayern München oder Borussia Dortmund. Diese Inhalte sind oftmals exklusiv und als Kalender nur bei KV&H zu finden. Dazu kommen echte Produktinnovationen wie der „Fast 1 Kg Gold Kalender“ oder der prämierte Kunstkalender mit den Aquarellen von Gerhard Richter. Hier gilt es, in viele Richtungen zu denken, um zielgruppengerecht auf Trends einzugehen, diese aber auch selbst zu gestalten – so entstammt das heute verbreitete und höchst erfolgreiche Segment der (Familien-)Planer im Original der Produktschmiede des Heye Verlags. Dieser Tradition sehen wir uns verpflichtet und haben zuletzt mit dem 365-Türchen-Kalender eine neue Produktform auf den Markt gebracht, die in dieser Form exklusiv und nur bei KV&H zu finden ist.

www.kvh-verlag.de

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