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Multimedia ist angesagt

Computer nehmen im Leben junger Menschen einen immer breiteren Raum ein. Das zeigen die Ergebnisse der JIM-Studie 2006 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest. Höchste Zeit für den Fachhandel, sich darauf einzustellen.

Die Kids von heute sind gar nicht so dumm oder faul, wie oft gesagt wird, sie verwenden nur einfach andere Kommunikationswege als der Durchschnitts- Erwachsene kennt oder sich überhaupt noch vorstellen kann. Zeit also auch, die Verteufelung der technischen Ausstattung bei den Kids zu beenden und sich mit den Realitäten auseinanderzusetzen. „Jugend, Information und (Multi)-Media“ – kurz JIM: Das Freizeit- und Medienverhalten der Jugendlichen verändert sich zunehmend. Müssten sich Jugendliche für ein Medium entscheiden, würden 26 Prozent den Computer und jeweils 19 Prozent Fernseher und Internet wählen. Obwohl der Fernseher noch immer das am meisten genutzte Medium ist, wird er in der persönlichen Wichtigkeit der Jugendlichen erstmals durch den Computer vom Spitzenplatz verdrängt. Fast alle Jugendlichen haben zu Hause Zugang zu Computer oder Internet. Immerhin 60 Prozent der 12- bis 19-Jährigen besitzen einen eigenen Computer, 38 Prozent haben einen eigenen Internetanschluss im Zimmer. Der anhaltende Boom bei der Ausstattung und Nutzung von MP3-Playern zeigt den zentralen Stellenwert von Musik bei jungen Menschen: Um Musik zu hören, nutzen 70 Prozent mindestens mehrmals pro Woche einen MP3-Player, 56 Prozent nutzen mit dieser Häufigkeit den Computer als Musikabspielstätte. Noch vor dem Arbeiten für Schule und Beruf und der Nutzung von Computerspielen stellt Musikhören die häufigste Offline-Tätigkeit am Computer dar. Den Jugendlichen steht in Form von MP3- Dateien ein beträchtliches Musikrepertoire zur Verfügung: 40 Prozent haben bis zu 100 Musiktitel gespeichert, ein Drittel kann aus 100 bis 500 Titeln auswählen und ein Viertel hat mehr als 500 Titel zur Verfügung. Mehr als zwei Drittel aller Jugendlichen gehen mehrmals pro Woche oder häufiger online.

Dabei wird das Internet vor allem als Kommunikationsmedium genutzt, die häufigsten Tätigkeiten sind der Austausch über Instant-Messenger und E-Mail, mehr als ein Viertel der jugendlichen Onliner sucht aber auch regelmäßig Chatrooms auf. Betrachtet man die Internetnutzung unter den Aspekten Kommunikation, Information und Spiele, so entfallen nach Einschätzung der Jugendlichen 60 Prozent ihrer Nutzungszeit auf den Bereich Kommunikation, 23 Prozent auf die Informationssuche und 17 Prozent werden für Online-Spiele verwendet. Für Fragen nach der konvergenzbezogenen Medienaneignung von Heranwachsenden zeigt die JIM-Studie 2006, dass ein Großteil der 12- bis 19-Jährigen auf ein umfassendes Medienmenü zugreifen kann; ein Medienmenü, mit dem die Jugendlichen der crossmedialen Vermarktung von Inhalten und damit den vielfältigen von Anbieterseite vorgegebenen (Verweis-)Strukturen im Medienensemble folgen können, aber auch eigene kreative Pfade einzuschlagen in der Lage sind. Mit Blick auf Aspekte der technischen Konvergenz ist aus den Ergebnissen der Studie vor allem abzuleiten, dass die Jugendlichen Computer und Internet zunehmend als Schaltstelle im konvergenten Medienensemble wahrnehmen und nutzen. Mit der JIM-Studie 2006 untersucht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) zum neunten Mal in Folge das Medienverhalten der 12- bis 19-Jährigen in der Bundesrepublik. In der Zeit von Mai bis Juni 2006 wurden hierfür cirka 1200 Telefoninterviews zu Medienausstattung, Medienumgang und dem Informationsverhalten junger Menschen in Deutschland durchgeführt. Der ausführliche Forschungsbericht zur JIM-Studie kann im Internet heruntergeladen oder als Druckversion kostenlos bestellt werden.

Kontakt: www.mpfs.de

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