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Die Geschichte des Adventskalenders

Der Richard Sellmer Verlag zählt zu den führenden Herstellern von Adventskalendern und bezeichnet sich selbst als ältesten Adventskalender-Verlag der Welt, der mit der eigenen Herstellung im Jahr 1946 begann.

Das Programm umfasst heute mehr als 110 verschiedene Kalender, die über den Einzelhandel, Großhandel sowie internationale Distributoren in insgesamt 30 Länder verkauft werden. Ein Blick auf die Geschichte des Adventskalenders: Der heute kaum mehr wegzudenkende Adventskalender entstand erst am Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Die eigentlichen Ursprünge lassen sich jedoch bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Die ersten Formen kommen aus dem protestantischen Umfeld. So wurden in religiösen Familien im Dezember 24 Bilder nach und nach an die Wand gehängt. Einfach, aber nicht weniger effektvoll war eine andere Variante: 24 an die Wand oder Tür gemalte Kreidestriche, von denen die Kinder täglich einen wegwischen durften (sog. Strichkalender). Oder es wurden Strohhalme in eine Krippe gelegt, einen für jeden Tag bis Heilig- abend. Weitere Formen sind die Weihnachtsuhr oder aber eine Adventskerze, die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt werden durfte.

Die wohl früheste Form eines selbst gebastelten Adventskalenders stammt aus dem Jahre 1851. Im Jahr 1902 veröffentlichte die Evangelische Buchhandlung in Hamburg den wohl ersten gedruckten Adventskalender: eine Weihnachtsuhr für Kinder, die in der Handhabung vergleichbar ist mit jener, die 1922 bei der St. Johannis Druckerei erschienen ist (Dominik Wunderlin, lic.phil Schweiz). Im Jahr 1904 wurde dem „Neuen Tagblatt Stuttgart“ ein Adventskalender als Präsent beigelegt. Das NÖ-Landesmuseum gibt jedoch das Jahr 1903 als das Entstehungsjahr des gedruckten Adventskalenders an. Im Gegensatz dazu bezeichnet Esther Gajek Gerhard Lang (1881-1974) als Erfinder des Adventskalenders.

Auf jedes war ein „Wibele“ genähtDas erste gedruckte Exemplar verdankt seine Existenz den Kindheitserlebnissen des schwäbischen Pfarrersohnes aus Maulbronn. Seine Mutter zeichnete 24 Kästchen auf einen Karton – auf jedes war ein „Wibele“ genäht. Als Teilhaber der lithographischen Anstalt Reichhold & Lang verzichtete Gerhard Lang auf die Gebäckstücke und verwendete stattdessen farbenprächtige Zeichnungen, die ausgeschnitten und auf einen Pappkarton geklebt werden konnten. 1908 verließ dieser erste, wenn auch noch fensterlose Adventskalender die Druckpresse. Damals sprach man noch von „Weihnachts-Kalender“, oder vom „Münchener Weihnachts-Kalender“. Seit etwa 1920 erschienen die ersten Adventskalender mit Türchen zum Öffnen auf dem Markt, so wie wir sie heute kennen. Ebenso fertigte die badische St. Johannis Druckerei Anfang der 20er Jahre religiöse Adventskalender, deren geöffnete Fenster Bibel-Verse anstatt Bilder zeigten. Ende der 30er Jahre mußte Gerhard Lang seinen Betrieb aufgeben, bis zu diesem Zeitpunkt hatte er etwa dreißig verschiedene Motive herausgegeben.

Der zweite Weltkrieg setzte dem Höhenflug des Adventskalenders ein jähes Ende. Grund hierfür war die Knappheit des Papiers und das Verbot, Bildkalender herzustellen. Erst in der Nachkriegszeit konnte der Adventskalender wieder an seinen Erfolg anknüpfen. 1946 gründete Richard Sellmer einen Verlag und brachte den ersten Adventskalender nach dem zweiten Weltkrieg heraus.Seit 1958 werden Adventskalender auch mit Schokolade gefüllt.

Kontakt: www.sellmer-verlag.de

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